Brettorfer Faustballer will nach WM- und World-Cup-Titel jetzt den EM-Pokal

Kapitän Kläner greift nach Europas Krone

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Strecken für den letzten großen Titel, der Christian Kläner noch fehlt. Der Brettorfer Faustballer startet heute mit der Nationalmannschaft in die Europameisterschaft.

Olten - Von Daniel Wiechert. Ein Kreis schließt sich. Seit einer Dekade trägt Christian Kläner den Adler auf der Brust, 2004 debütierte der damals 20-Jährige im Faustball-Länderspiel gegen die Eidgenossen. Heute steht er als Kapitän auf dem Platz im schweizerischen Olten, wenn das deutsche Team gegen Österreich den Auftakt zur Europameisterschaft bestreitet.

Direkt ein Kaliber zum Beginn. Wenn es heute ab 14.45 Uhr mit dem ersten Gruppenspiel losgeht, wird es sich schon fast wie ein Finale anfühlen. Denn Kläner und Co. treffen als aktueller World-Games-Sieger auf den derzeitigen Weltmeister. „Je besser der Gegner, desto besser kommt man in so ein Turnier hinein“, denkt sich Kläner.

Am Mittwoch begann die Reise, an deren Ende für den 30-Jährigen nur ein Ziel zählt: der EM-Titel. WM? 2011 gewonnen! World Games? 2013 gewonnen! Somit ist der kontinentale Wettbewerb der letzte, den der Faustballer des TV Brettorf noch nie gewinnen konnte. „Ob ich einen Titel schon habe oder nicht, spielt für mich keine große Rolle. Ich will jedes Mal gewinnen“, sagt Kläner.

Mit diesem Vorhaben war er auch letztes Wochenende zur Deutschen Meisterschaft (DM) nach Schweinfurt gefahren, musste allerdings schon im ersten Spiel das Brettorfer Aus hinnehmen. „Die DM war wahrlich nicht gut, daher bin ich ganz froh, dass es für mich nahtlos weitergeht“, sagt Deutschlands Capitano. Und die Chancen, dass die Feldsaison an diesem Wochenende doch noch ein versöhnliches Ende für Kläner findet, stehen gut. Bei den Experten wird das deutsche Team als größter Favorit gehandelt –unter anderem deshalb, weil die Angreifer Patrick Thomas und Nick Trinemeier zuletzt mit ihrem TSV Pfungstadt bei der DM groß auftrumpften und sich mit dem fünften nationalen Titel in Folge Selbstvertrauen für die EM holten. Damit die beiden auftrumpfen können, muss Kläner in Topform sein, die Bälle ausbuddeln, die dann erfolgreich verwandelt werden sollen. „Ich glaube, dass wir sehr gut eingespielt sind, schließlich steht das Gerüst des Teams seit Jahren“, erklärt der 30-Jährige, der neben Österreich aber auch die Schweiz auf den Zettel bei der Titelvergabe vor eigenem Publikum hat. „Dass ihr Hauptangreifer Cyrill Schreiber fehlt, ist zwar eine kleine Schwächung, aber trotzdem haben sie noch super Spieler, die über internationale Erfahrung verfügen.“

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