TV Brettorf will weiße Weste des Ahlhorner SV beflecken / Lemkes Einsatz fraglich

Kreye-Crew muss Worten im Derby Taten folgen lassen

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Brettorfs Abwehrspieler Tim Lemke (r.) laboriert an einer Mandelentzündung – sein Einsatz im Derby gegen den Ahlhorner SV ist fraglich.

Brettorf/Ahlhorn - Eben erst hatten die Erstliga-Faustballer des TV Brettorf das Spitzenspiel gegen den VfK 01 Berlin mit 2:5 verloren, da gab sich ihr Trainer schon wieder kämpferisch: „Dann hauen wir eben den Ahlhorner SV weg“, posaunte Ralf Kreye hinaus. Heute, 20 Uhr, muss seine Mannschaft den Worten im Derby Taten folgen lassen.

Die Kampfansage seines Kollegen nimmt Thomas Neuefeind gelassen. „Sollen sie mal kräftig hauen – wir hauen zurück“, sagt der ASV-Coach und grinst. Aber das ist auch schon alles an Ballyhoo. Wahrscheinlich werde es wie immer sein, wenn die beiden Landkreisrivalen aufeinandertreffen, meint Neuefeind: Beide Teams begegnen sich auf Augenhöhe, und welches von ihnen das Feld als Sieger verlässt, sei tagesformabhängig. Auch wenn die Brettorfer zuletzt gegen Berlin einen Tiefschlag wegstecken mussten, seien sie gerade gegen seine Crew „immer in der Lage eine vernünftige Leistung abzurufen“, weiß Neuefeind.

Trotzdem dürften die Gäste diesmal als Favorit in die Partie gehen – auch wenn es der erste echte Prüfstein für sie ist. Denn der Tabellenführer hat sein ersten vier Saisonspiele glatt gewonnen und dabei lediglich einen Satz abgegeben. Allerdings waren das auch allesamt Pflichtaufgaben. Dabei gefiel Coach Neuefeind besonders das Schussspiel seiner Schützlinge: „Das war mit Dynamit gespickt! Immer wenn wir den Ball an der Leine hatten, hat’s geknallt.“ Dafür zeichnete in erster Linie Christoph Johannes verantwortlich. „Zu seinem Talent und seiner Schlaghärte kommt langsam auch die Erfahrung“, lobt Neuefeind seinen 26-jährige Hauptangreifer. Im Vergleich mit Brettorfs Schlagmann Tobias Kläner habe Johannes Vorteile durch seine enorme Sprungkraft und Wucht. „Aber das macht Tobi durch seinen Spielwitz wieder wett.“

Für die Gastgeber werde es zunächst einmal darum gehen, sich „wieder Sicherheit zu erarbeiten“, erläutert Ralf Kreye. Deshalb feilte er im Training an den Feinheiten in der Annahme und an der Präzision des Zuspiels. „Diesmal dürfen wir nicht nur zweieinhalb Sätze gut spielen“, fordert er. „Die Jungs müssen sich konzentrieren und die Nebensächlichkeiten ausblenden. Sie haben das Potenzial, müssen es nur abrufen.“

Allerdings sorgt sich der Übungsleiter um Tim Lemke. Der Abwehrspieler laboriert an einer Mandelentzündung. Sein Einsatz ist fraglich. „Ich hoffe, dass Tim spielen kann“, meint Kreye. Als achten Mann hat er Jugendakteur Tom Hartung in seinen Kader geholt. Der ASV kann in Bestbesetzung antreten. Auch Nachwuchsangreifer Lucas Overberg ist dabei.

Egal, wie das Derby auch ausgeht – keiner der beiden Dauerrivalen kann sich lange freuen oder grämen: Bereits morgen, 16 Uhr, geht es weiter. Für den TV Brettorf auswärts beim SV Armstorf, für den Ahlhorner SV zu Hause gegen den MTV Hammah. Aufsteiger Armstorf überraschte zuletzt beim 5:1 über den deutschen Vizemeister VfK 01 Berlin, der allerdings ohne Weltmeister Lukas Schubert angetreten war. Mit Hammahs Nachwuchsriege machte der Ahlhorner SV schon beim 5:0 im Hinspiel vor zwei Wochen kurzen Prozess. „Das dürfte für uns kein Problem sein – da müssen zwei Punkte her“, fordert Neuefeind.

mar

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