TV Brettorf verspielt im Derby beinahe 4:0-Satzführung / Matchball abgewehrt

Nach Carls Einwechslung startet ASV die Aufholjagd

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Anfangs entspannt, später gequält: Brettorfs Trainer Ralf Kreye.

Ahlhorn - Von Sven Marquart. Die ohnehin schon reichhaltige Derbygeschichte ist um eine weitere denkwürdige Episode reicher: Vor 395 zahlenden Zuschauern lieferten sich die Männer-Erstligisten Ahlhorner SV und TV Brettorf eine mehr als zweieinhalbstündige Faustballschlacht. Obwohl die Brettorfer bei einer 4:0-Satzführung beim Stand von 10:9 im fünften Durchgang bereits Matchball hatten, hätte der ASV diePartie beinahe noch gedreht, musste sich am Ende aber doch mit 4:5 (9:11, 9:11, 5:11, 10:12, 12:10, 11:5, 11:9, 11:7, 10:12) geschlagen geben.

Nach den ersten drei Durchgängen hatte noch alles nach einer klaren Sache für die Gäste ausgesehen. Während sich Brettorfs Trainer und HSV-Fan Ralf Kreye tiefenentspannt nach dem Zwischenstand in der Fußball-Bundesliga erkundigte, meldete der aufgeregte ASV-Coach Thomas Neuefeind zu Beginn der ersten Satzpause dringenden Redebedarf bei seinem Co-Trainer Nils-Christoffer Carl an: „Wir müssen schnacken!“ Das Ergebnis des Zwiegesprächs war, dass Carl nach Wiederbeginn für Paul Barklage aufs Feld kam und den Rückschlag von Tim Albrecht übernahm, der stattdessen in die Abwehrmitte ging. Die Angaben servierte weiterhin Arne Grotelüschen.

„Ich habe ohnehin, nicht verstanden, warum Nils-Christoffer Carl nicht von Beginn an mitgespielt hat“, wunderte sich Kreye. Doch auch mit dem 36-jährigen Routinier lief es beim ASV nicht sofort rund. Brettorf schnappte sich auch den vierten Durchgang und holte sich trotz eines 4:7-Rückstandes im fünften Satz beim 10:9 den ersten Matchball. Nervenstark verhinderte Arne Grotelüschen mit einer riskanten Angabe das drohende Aus. Und zwei Punkte später bescherte eine Leinenangabe des stark erkälteten Tobias Kläner dem ASV den ersten Satzgewinn.

Es war der Beginn einer famosen Aufholjagd, an der Nils-Christoffer Carl mit erfolgreichen Angriffsschlägen, spektakulären Blocks und jeder Menge Emotion großen Anteil hatte. Die Leistung des „Oldtimers“, wie Ralf Kreye ihn nannte, sei „herausragend“ gewesen: „Kompliment!“ Auch Thomas Neuefeind war angetan: „Mit Nils standen wir sicherer in der Abwehr. Er hat frischen Wind reingebracht und Brettorf den Sieg madig gemacht.“

Nachdem sich der ASV auf diese Weise auch die Durchgänge sechs, sieben und acht gesichert hatte, musste der neunte Satz die Entscheidung bringen. Keiner der beiden Landkreisrivalen konnte sich weiter als bis auf zwei Punkte absetzen. Beim 10:9 bescherte Carl dem ASV seinerseits Matchball, doch mit einem Preller glich Tobias Kläner zum 10:10 aus. Eine Leinenangabe des ansonsten starken Arne Grotelüschen und ein kurzer Ball von Tobias Kläner sorgten anschließend dafür, dass Brettorfs Abwehrspieler Marc Lange neben seinem 24. Geburtstag auch den Derbysieg feiern konnte.

Sein inzwischen sichtlich mitgenommer Coach war trotzdem nicht zufrieden: „Ahlhorn war viel aggressiver und hat gefightet“, ärgerte sich Ralf Kreye und drohte seiner Crew drei Wochen vor der deutschen Meisterschaft in Hamm damit, im Training „Medizinbälle auszupacken“.

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