TV Brettorf unterliegt Spitzenreiter VfK 01 Berlin nach großem Kampf mit 3:5

Ralf Kreye zeigt an der Seitenlinie vollen Einsatz

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Voller Einsatz: Brettorfs Coach Ralf Kreye gab gestern alles.

Brettorf - Von Sven Marquart. Ralf Kreye hatte alles gegeben. Der Trainer des TV Brettorf zeigte, warum ihn der Faustball-Erstligist vor der Saison zurückgeholt hatte. Er motivierte, gestikulierte, feuerte seine Mannschaft sogar mit einer Trommel an und versuchte, die Spieler des VfK 01 Berlin durch kleine Psychotricks zu beeindrucken. Doch es half nichts: Nach tollem Kampf mussten sich die Brettorfer dem Tabellenführer mit 3:5 (11:13, 12:10, 11:7, 4:11, 4:11, 13:11, 11:13, 8:11) geschlagen geben.

Die noch ungeschlagenen Berliner hatten in der laufenden Saison erst einen Satz abgegeben, und zwar beim 5:1 im Hinspiel. Gestern kamen drei weitere hinzu. Dabei hätte der amtierende deutsche Vizemeister auch durchaus als Verlierer vom Platz gehen können. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Berlin war etwas besser in der Annahme und einen Tick genauer im Zuspiel“, sagte Ralf Kreye. Zudem habe Nationalangreifer Lukas Schubert etwas mehr Spielwitz und Kaltschnäuzigkeit bewiesen.

Die Hauptstädter hatten tags zuvor den Ahlhorner SV mit 5:0 auf dessen Platz abgefertigt. „Ich möchte, dass wir länger als 75 Minuten spielen und die Zuschauer nicht enttäuschten“, hatte Kreye seiner Crew mit auf den Weg gegeben. Und wurde erhört. Schon der erste Durchgang verlief spannend. Nach Abwehr von zwei Satzbällen hieß es 13:11 für den Verein für Körperkultur von 1901. Als die Brettorfer auch im zweiten Durchgang zwei Satzbälle ausgelassen hatten, entfuhr Ralf Kreye das Sch-Wort. Doch sein Ärger war spätestens beim 12:10 verraucht.

Bei den Berlinern lief es nicht rund. „Ihr macht es euch unnötig schwer, Jungs!“, tadelte VfK-Trainer Roland Schubert sein Team, das kurz darauf mit einem 1:2-Rückstand in die erste Satzpause ging.

Nach Wiederbeginn bekamen die Gastgeber plötzlich gar nichts mehr auf die Kette. „Kopfsache! Ich hatte die Jungs noch gewarnt, einen Gang zurückzuschalten“, monierte Ralf Kreye. Die Sätze vier und fünf gingen jeweils mit 11:4 an Berlin.

„Männer, ich will jetzt Schaum vorm Mund sehen“, forderte Kreye zu Beginn von Satz sechs. Wenig später hieß es aus Brettorfer Sicht schon wieder 5:9. Doch der Tabellendritte startete eine Aufholjagd, glich zum 9:9 aus und holte sich den Durchgang nach Abwehr eines Satzballs mit 13:11.

Nach der zweiten Pause waren die Gastgeber diesmal sofort voll da und führten mit 8:5, gerieten dann aber mit 8:9 ins Hintertreffen. Die Berliner nutzten ihren dritten Satzball zum 4:3. Im achten Durchgang verspielten die Brettorfer zunächst eine 5:0-Führung (5:5), blieben aber bis zum 8:6 vorn, ehe dem VfK fünf Punkte in Folge gelangen und Lukas Schubert den ersten Matchball zum 11:8 verwandelte. „Schade, wir hätten Tim Lemke zu seinem Geburtstag gern ein Geschenk gemacht“, bedauerte Ralf Kreye. Sein Abwehrspieler wurde gestern 27 Jahre alt.

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