TV Brettorf gewinnt Derby nach 0:2-Satzrückstand noch souverän mit 5:2

„Wir sind jetzt die Gejagten“

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Abwehrspieler Tim Lemke bleibt mit dem TV Brettorf weiter ungeschlagen.

Ahlhorn - Von Sven Marquart. Am Ende war es dann doch eine klare Sache. Dementsprechend verhalten fiel der Jubel der Derbysieger aus. Durch den Erfolg beim Ahlhorner SV behaupteten die Erstliga-Faustballer des TV Brettorf ungeschlagen ihre Tabellenführung. Allerdings musste der Spitzenreiter beim 5:2 (10:12, 8:11, 11:7, 11:7, 11:9, 11:3, 11:3) wie schon in der Vorwoche gegen den VfK 01 Berlin zunächst einem Satzrückstand hinterher laufen.

„Auf Dauer funktioniert das nicht. Irgendwann werden wir auf die Schnauze fallen“, monierte Brettorfs Trainer Ralf Kreye. Sein Team hatte die ersten beiden Durchgänge ohne Not „einfach aus der Hand gegeben“. Dabei hatten die Gäste den Auftaktsatz eigentlich schon als gewonnen verbucht. Doch während sie sich abklatschten, hatte Schiedsrichter Bodo Würdemann (SV Moslesfehn) eine Leinenberührung gesehen – 8:10 für Ahlhorn, statt 11:7 für Brettorf. Drei Brettorfer Eigenfehler und einen Punkt von Tim Albrecht später, ging der Satz mit 12:10 an den ASV.

Kopfschüttelnd musste Ralf Kreye anschließend mit ansehen, wie sich die Ahlhorner auch den zweiten Durchgang unter den Nagel rissen. Es war die Reaktion, die ASV-Coach Thomas Neuefeind nach dem 0:5-Debakel gegen den TSV Hagen 1860 von seiner Crew erwartet hatte: „Die Jungs haben sich zusammengerissen und alles gegeben.“ Weil Brettorfs Tobias Kläner ebenfalls nicht gut servierte, habe seine Mannschaft anfangs kaschieren können, „dass wir fast ohne Angabe gespielt haben“. Letztlich sei der Vortrag aber zu drucklos gewesen, um gegen den TV Brettorf bestehen zu können.

Auch im dritten Satz führte der ASV schon mit 6:4. Doch dann wendete sich plötzlich das Blatt. Nachdem der Anschluss geschafft war, steuerte der Klassenprimus geradewegs auf den Satzausgleich zu. „Jetzt geht’s los!“, skandierten die Brettorfer Schlachtenbummler beim Stand von 6:2 im vierten Durchgang. Auch der für Routinier Nils-Christoffer Carl eingewechselte Nachwuchsangreifer Steffen Lüdtke konnte den TVB-Express nicht mehr aufhalten. Je länger die Partie dauerte, desto deutlicher wurde die Brettorfer Überlegenheit.

„Als Nummer eins im Norden sind wir jetzt die Gejagten – diese Rolle müssen wir akzeptieren“, sagte Ralf Kreye.

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