TV Brettorf bezwingt VfL Kellinghusen nach Rumpelstart in Lübberstedt mit 5:1

Nur Christian Kläner von Beginn an in Normalform

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Als einziger Brettorfer von Beginn an in Normalform: Kapitän Christian Kläner.

Lübberstedt/Brettorf - Es rumpelte zunächst gewaltig, aber letztlich haben die Erstliga-Faustballer des TV Brettorf ihre Generalprobe für den IFA-Pokal in Wardenburg (4./5. Juli) doch noch vernünftig über die Bühne bekommen: Die Mannschaft von Trainer Ralf Kreye besiegte den VfL Kellinghusen in Lübberstedt ungefährdet mit 5:1 (6:11, 11:9, 11:8, 11:9, 11:5, 11:7).

Auf Bitten des MTV Lübberstedt, der 2014 sein 90-jähriges Bestehen feiert und seinen Mitgliedern zu diesem Anlass ein besonderes Schmankerl bieten wollte, hatten die Brettorfer auf ihren Heimvorteil verzichtet und trugen die Partie stattdessen im Landkreis Osterholz aus. Trotzdem erhielten sie von gut 40 mitgereisten Fans Unterstützung. „140 Kilometer für ein Spiel – das finde ich stark“, freute sich Ralf Kreye.

Doch zunächst schien es, als sollte sich die gut gemeinte Aktion rächen. Der Tabellendritte kam in der ungewohnten Umgebung anfangs gar nicht zurecht. Der Rasen sei zwar schön kurz gemäht, das Geläuf aber uneben gewesen, berichtete Ralf Kreye. Als Entschuldigung für den „saumäßigen ersten Satz“ wollte er die Platzverhältnisse allerdings nicht gelten lassen. „Keine Harmonie, keine richtige Annahme – außer Christian Kläner hatte anfangs keiner Normalform!“, schimpfte Kreye.

Der Coach verzichtete im Hinblick auf den IFA-Pokal sicherheitshalber auf Tobias Kläner, der sich beim Fußball ein dickes Knie geholt hatte. Anstelle des etatmäßigen Schlagmannes brachte Jens von Seggern die Angabe ins Spiel, und Youngster Malte Hollmann übernahm den Rückschlag. „Aber offenbar war die Verantwortung für Malte zu groß“, meinte Ralf Kreye, der noch während des ersten Durchgangs umstellte und Jens von Seggern zusätzlich mit dem Rückschlag betraute.

Nach dem 6:11 lagen die Brettorfer auch im zweiten Durchgang bereits mit 0:4 zurück. „Ich dachte, das wird eine Blamage und habe versucht, die Jungs wachzurütteln“, erläuterte Kreye. Mit Erfolg. Allerdings trugen die Kellinghusener durch zahlreiche Angabenfehler dazu bei, dass seine Crew den Anschluss halten konnte.

Spätestens nach dem Gewinn des vierten Satzes hatten die Brettorfer ihren Rhythmus gefunden. Das nutzte Ralf Kreye, um mehrfach zu wechseln. Unter anderem brachte er beim Stand von 8:2 im fünften Durchgang Patrick Poppe-Hirsch für Tim Lemke, der trotz seiner Nackenprobleme zunächst mit Christian Kläner und Marc Lange die Abwehrreihe gebildet hatte. „Das war ein bravouröser Auftritt von Patrick! Er hat keinen Fehler gemacht und mehrere schwere Bälle rausgeholt“, lobte Kreye den sonstigen Regionalliga-Spieler.

Um sich vor dem IFA-Pokal mit den Platzverhältnissen vertraut zu machen, trainiert der TV Brettorf morgen und übermorgen auf der Sportanlage Am Everkamp in Wardenburg.

mar

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