TV Brettorf und Ahlhorner SV wollen bei der DM unbedingt eine Medaille

Meyer weiß, wie’s geht

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Die Faustballer des TV Brettorf wollen bei der DM aufs Siegertreppchen.

Oldenburg - Zum zweiten Mal nach 2014 ist die kleine EWE-Arena der Tummelplatz für die Creme des nationalen Faustballsports: Die jeweils drei besten Männer-Mannschaften aus dem Norden und Süden der Republik kämpfen an diesem Wochenende um den deutschen Meistertitel.

Bereits bei der zweiten Partie könnte es heute in der rund 4000 Zuschauer fassenden Halle laut werden. Zum Auftakt der Gruppe B treffen der TV Brettorf und der Ahlhorner SV aufeinander. Jeder der beiden Landkreisrivalen hat im Vorverkauf gut 200 Karten abgesetzt und kann auf starke Fan-Unterstützung hoffen.

„Das erste DM-Spiel ist immens wichtig – wir werden alles reinlegen“, kündigt ASV-Trainer Thomas Neuefeind an. Die beiden Spiele der Punktrunde hatte sein Team jeweils nach Satzführung verloren. Auch deshalb dürfte Nordmeister Brettorf die Favoritenrolle gebühren. Das Brettorfer Spiel sei vielleicht etwas pfiffiger, meint Neuefeind. Dafür habe sein Angreifer Christoph Johannes mehr Schlagkraft als Tobias Kläner – möglicherweise der entscheidende Vorteil auf dem langsamen, weil stumpfen Bodenbelag.

Im Kampf um den Gruppensieg dürfte der Dritte im Bunde, der TV Schweinfurt-Oberndorf, aber ebenfalls ein gewichtiges Wörtchen mitreden – auch wenn das Team um Nationalmannschaftsmittelmann Fabian Sagstetter das DM-Ticket erst auf den letzten Drücker gelöst hat.

In Gruppe A kämpfen derweil Titelverteidiger TSV Pfungstadt (1. Süd), der VfK 01 Berlin (2. Nord) und der FBC Offenburg (3. Süd) um den Einzug ins Halbfinale. Pfungstadt ist auch diesmal wieder heißester Anwärter auf die Goldmedaille. „Wenn Pfungstadt nicht Meister wird, wäre das eine Riesensensation“, sagt Ralf Kreye. Allerdings findet es der Trainer des TV Brettorf „langsam langweilig, wenn Pfungstadt alle Titel abräumt“. Seit der Feld-DM 2012 hat die Crew um Ausnahmeangreifer Patrick Thomas alle nationalen Championate gewonnen.

Die Brettorfer hatten zuletzt ein Abo auf den fünften DM-Platz. Das soll sich diesmal ändern. „Brettorf gehört aufs Treppchen“, bekräftigt Ralf Kreye. Deshalb holt er sich Unterstützung von einem, der weiß, wie’s geht: Lutz Meyer. Der inzwischen in der Schweiz lebende Vizeweltmeister von 2003 wird Kreye als Co-Trainer assistieren. Zusätzlich zu seiner Stammsechs hat der Coach die Angreifer Jens von Seggern und Jörn Büsselmann sowie Abwehrspieler Patrick Poppe-Hirsch aus der Zweitliga-Mannschaft in den Kader berufen.

Auch der Ahlhorner SV ging 2014 leer aus. Dabei führte der ASV im Spiel um Platz drei bereits mit 2:0 Sätzen, musste sich dem TV Vaihingen/Enz aber doch noch geschlagen geben – eine herbe Enttäuschung! Nun soll unbedingt eine Medaille her. „Welche Farbe die hat, ist egal“, sagt Thomas Neuefeind. Der ASVCoach kann ebenfalls seine Bestbesetzung aufs Feld schicken. Der zuletzt aushelfende Nils-Christoffer Carl wird diesmal hinter der Linie bleiben. „Ich brauche ihn als Co-Trainer“, erläutert Neuefeind.

mar

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