TV Brettorf und Ahlhorner SV scheitern in DM-Qualifikation / Bronze für SV Moslesfen

„Wissen selbst nicht, woran es liegt“

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Symptomatisch: Die Ahlhorner Arne Grotelüschen (v.l.), Tim Albrecht und Christoph Johannes sind im Qualifikationsspiel gegen den MTV Rosenheim am Boden.

Brettorf/Ahlhorn - Außer Spesen nichts gewesen: Für die Faustballer des Ahlhorner SV und des TV Brettorf hat sich die weite Reise ins sächsische Hirschfelde nicht gelohnt. Beide Landkreis-Teams scheiterten bei der deutschen Meisterschaft bereits in der Qualifikation. Dagegen durften sich die Frauen des SV Moslesfehn um die ehemalige Brettorferin Michele Werth über die Bronzemedaille freuen.

Alter und neuer deutscher Meister bei den Männern ist der TSV Pfungstadt. Für das Team um Ausnahmeangreifer Patrick Thomas bedeutete der 3:1-Finalerfolg über den TV Schweinfurt-Oberndorf bereits den sechsten Titel und den 94. Pflichtspielsieg auf dem Feld in Serie. Bronze ging an den MTV Rosenheim, der in einem Fünf-Satz-Krimi den VfK 01 Berlin niederrang. Im Endspiel der Frauen setzte sich Südmeister TSV Dennach ungefährdet mit 3:0 (11:4, 11:9, 11:3) gegen Nordchampion MTSV Selsingen durch. Das kleine Finale gewann der SV Moslesfehn mit 3:2 gegen den TSV Calw.

Von der angepeilten Medaille musste sich der Ahlhorner SV früh verabschieden. Die Crew von Coach Thomas Neuefeind hatte in der Qualifikation gegen den Süd-Dritten MTV Rosenheim relativ deutlich mit 1:3 (9:11, 10:12, 13:11, 3:11) das Nachsehen. Im zweiten Durchgang ließen die Ahlhorner beim Stand von 11:10 einen Satzball ungenutzt – statt 1:1 stand es wenig später 0:2. Zwar konnte der ASV durch einen kurzen Ball von Tim Albrecht zum 1:2 in den Sätzen verkürzen. Doch im vierten Durchgang zogen die Oberbayern – angetrieben von Nationalangreifer Steve Schmutzler in Bestform – schnell auf 6:2 davon und ließen sich den Einzug ins Halbfinale nicht mehr nehmen.

„Das ist echt bitter! Es war deutlich mehr drin“, meinte Christoph Johannes. „Wir spielen eine wirklich gute Saison und als es darauf ankommt, können wir unser Niveau nicht abrufen. Das ist jetzt das vierte oder fünfte Jahr in Folge, dass wir bei einer DM unter unseren Möglichkeiten bleiben – wir wissen selbst nicht, woran es liegt“, rätselte der ASV-Schlagmann.

Noch schlimmer erwischte es den TV Brettorf beim 0:3 (9:11, 8:11, 9:11) gegen den TV Schweinfurt-Oberndorf. Zwar legte der Nord-Dritte ein rasches 4:1 vor, doch nach dem 4:4 rannten die Brettorfer immer hinterher. „Schweinfurt war einfach konstanter und von der Technik viel, viel besser – das Zuspiel lag immer auf einem halben Meter, so dass Oliver Bauer nach Belieben punkten konnte“, musste Trainer Ralf Kreye anerkennen.

„Das war ein typisches Quali-Spiel: Du kommst nicht richtig rein und gerätst sofort unter Druck – dann ist es schwer, die Ruhe zu bewahren“, analysierte Brettorfs Angreifer Tobias Kläner. Kreye versuchte alles und beorderte Mitte des zweiten Satzes Youngster Malte Hollmann an den Hauptschlag – ohne Erfolg. „Wir haben keine gute Saison gespielt und waren froh, dass wir überhaupt die DM erreicht haben. Das Quali-Spiel spiegelt den Verlauf wider“, bilanzierte Kläner ernüchtert.

mar

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