Fußball-Bezirksligist verliert weitere Spielerinnen

Viktoria Brandts Abschied trifft VfL Wildeshausen hart

Violetta Pflaum (rechts) vom VfL Wildeshausen setzt sich an der Seitenlinie gegen Antje Auffurth vom Krusenbuscher SV durch.
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Geht nach Spanien: Violetta Pflaum (rechts) legt ein Auslandsjahr ein.

Wildeshausen – Als Sven Flachsenberger im Januar seine Zusage gegeben hatte, sah alles danach aus, als könne der Trainer des Frauenfußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen für die Saison 2020/2021 mit einem nahezu unveränderten Kader planen. Bis dahin hatte sich lediglich Sofie Dier verabschiedet – die Mittelfeldspielerin hat eine Ausbildung bei der Bundespolizei in Hamburg begonnen. Doch dann nahm das Personalkarussell plötzlich Fahrt auf. Inzwischen steht fest, dass noch fünf weitere Akteurinnen die Krandel-Kickerinnen verlassen werden.

Viktoria Brandt

Vor allem die Abschiedsankündigung von Viktoria Brandt traf Flachsenberger völlig unvorbereitet. „Da war ich ein bisschen geschockt“, berichtet der VfL-Coach. Wenngleich er die Beweggründe der Angreiferin nachvollziehen kann. „Viktoria wird nach ihrer Abschlussprüfung zur Rettungssanitäterin nach Bielefeld ziehen und dort eine neue Arbeitsstelle antreten“, berichtet der 32-Jährige. „Das trifft uns wirklich hart! Viktoria hat sich immer voll reingehauen und alles für das Team getan. Aber Arbeit geht nun mal vor.“

Jule Cassel

Ähnlich schwerwiegend ist der Verlust von Jule Cassel. Die Keeperin ist wegen ihrer Ausbildung nach Oldenburg gezogen, wo sie im Krankenhaus im Schichtdienst arbeitet. „Jule wird sich wahrscheinlich einem Oldenburger Verein anschließen“, erzählt Flachsenberger. „Dadurch verschärft sich bei uns die Torhüterproblematik.“ Denn Sabrina Hansch laboriert noch an den Folgen einer Knieverletzung, und Annemike Elvers ist gerade frisch von den B-Juniorinnen aufgerückt. „Deshalb würden wir uns freuen, wenn noch eine ambitionierte Torhüterin den Weg zu uns findet“, wünscht sich Flachsenberger.

Luisa Stritter

Außerdem muss er – zumindest vorerst – auf drei Offensivkräfte verzichten. Luisa Stritter will nach bestandenem Abitur mindestens ein Jahr auf Weltreise gehen. „Es sei ihr gegönnt. Aber für uns ist es natürlich schade“, bedauert Flachsenberger. Violetta Pflaum hat ebenfalls ihren Schulabschluss in der Tasche und wird für ein Jahr nach Spanien gehen. Ihre Schwester Anette Pflaum hat hingegen „im Moment keinen Kopf für Fußball und setzt erstmal eine Saison aus“, sagt der VfL-Coach.

Anette Pflaum

Die Lücken im Kader füllt Flachsenberger mit weiteren Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs auf. Außer Torhüterin Annemike Elvers, den Verteidigerinnen Ella Kramer und Anna Hodes sowie Mittelfeldakteurin Eva-Lotta Arlinghaus stoßen nun auch noch Offensivspielerin Leni Gutsche, Außenbahnakteurin Nane Rüdebusch und Defensivspezialistin Amelie Brünjes hinzu. Außerdem kehrt VfL-Eigengewächs Emely Mirbach vom B-Juniorinnen-Bundesligisten DJK Arminia Ibbenbüren zu ihrem Heimatverein zurück. Die 15-Jährige gilt als großes Talent in der Innenverteidigung. „Ich denke, dass die Zugänge die Abgänge aufwiegen. Die Mädchen sind technisch schon sehr weit, müssen sich aber an das robustere Spiel gewöhnen“, meint Flachsenberger.

Bis zum 30. Juni bittet er seine Schützlinge noch zum Training. Danach ist Pause. Mit der Saisonvorbereitung startet der VfL Wildeshausen am 19. Juli. Bis zum Bezirksliga-Auftakt sind sieben Testspiele geplant. Gegner sind die Landesligisten 1. FC Ohmstede, TuS Lutten, Post SV Oldenburg und SV Brake, der Bezirksligist TuS Obenstrohe, Kreisligist SF Wüsting-Altmoorhausen sowie der Bremer Verbandsligist ATS Buntentor II.

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