Defensivmann fällt für Partie in Dinklage aus / Entwarnung bei Schütte

Bragulas Plan mit Stolle ist geplatzt

Keine Option: Christoph Stolle (Nummer 18) fehlt dem VfL Wildeshausen in der Auswärtspartie beim TV Dinklage wegen einer Leistenverletzung. Foto: Marquart

Wildeshausen – Das Training des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen basierte in dieser Woche auf Wiederholungen. „Es sind bestimmt 200 Eckbälle in den Strafraum geflogen“, berichtet VfL-Coach Marcel Bragula von der Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim TV Dinklage (Sonntag, 15 Uhr). Der Tabellenachte aus dem Landkreis Vechta hat etliche Akteure mit Gardemaß im Aufgebot. Nicht von ungefähr gelten die Mannen um TVD-Kapitän Michael Bockhorst als Standardkönige der Liga.

Es ist nicht nur Dinklages ausgewiesene Stärke bei ruhenden Bällen, die Bragula großen Respekt abnötigt. „Dinklage spielt jedes Jahr gegen den Abstieg, schafft es aber immer wieder die Klasse zu halten – das machen sie richtig, richtig gut“, erläutert er. Die Crew seines Trainerkollegen Steffen Bury sei „ein ähnlich eingeschworener Haufen“ wie die Wildeshauser selbst. „Dinklage ist immer ein ganz unangenehmer Gegner. Sie sind körperlich sehr robust und haben ein gutes Zweikampfverhalten“, erklärt Bragula.

Allerdings war der Vorjahreszehnte ziemlich rumpelig in die neue Saison gestartet und holte aus den ersten drei Partien nur einen Punkt (1:1 gegen GW Mühlen). Die folgenden drei Begegnungen bei BW Papenburg (3:1), gegen den Nachbarn TuS BW Lohne (3:1) und bei GW Firrel (1:0) gewann Dinklage jedoch allesamt. Fünf der elf Saisontreffer gehen auf das Konto von Felix Schmiederer. Den letztjährigen Landesliga-Torschützenkönig (27 „Buden“ in der Saison 2018/2019) bezeichnet Bragula als Dinklager „Lebensversicherung“. Trotz seiner Körpergröße ist der 23-Jährige sehr schnell und beweglich. Längst schon ist Schmiederer ins Visier höherklassiger Clubs geraten. Aber auch Thomas und Stefan Wulfing auf den Außenbahnen und Steffen Espelage im zentralen Mittelfeld dürfen die Krandel-Kicker nicht aus den Augen verlieren.

Um den Gastgebern physisch Paroli zu bieten, hatte Bragula eigentlich Christoph Stolle eine wichtige Rolle zugedacht. Dummerweise verletzte sich der 23-Jährige jedoch während der Donnerstagseinheit im Leistenbereich. „Chris kann kaum gehen“, erzählt Bragula. Seine Idee ist somit Makulatur. Stolle hatte beim jüngsten 2:1-Erfolg über den SV Falke Steinfeld Thorben Schütte im Abwehrzentrum ersetzen müssen. Der Innenverteidiger war nach einem schmerzhaften Zusammenprall mit Falke-Keeper Constantin Nieberding in der 38. Minute vom Feld gehumpelt. „Aber Thorben wird in Dinklage spielen können“, gibt Bragula Entwarnung.

Dafür haben sich neben Stolle auch René Tramitzke und Ole Lehmkuhl (beide Kniebeschwerden) bis auf Weiteres abgemeldet. Torhüter David Lohmann fehlt wegen einer Knochenabsplitterung im Finger, Flügelflitzer Steven Müller-Rautenberg wegen eines Außenbandrisses im Sprunggelenk. Zudem sind die beiden VfL-Kapitäne Sascha Görke und Lukas Schneider privat verhindert. Deshalb wird voraussichtlich Abwehrchef Marius Krumland die Krandel-Kicker aufs Feld führen. „Die Ausfälle tun schon weh“, sagt Bragula. Er bleibt jedoch zuversichtlich: „Wir haben Möglichkeiten“, betont der 45-Jährige. Wie in den vorangegangenen Partien will der Aufsteiger auch in Dinklage „mutig auftreten und versuchen, das Zepter selbst in die Hand zu nehmen“.  mar

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