Kaum Training, wenig Personal: Wildeshausens mäßige Vorbereitung auf Landesliga-Heimspiel

Bragula warnt: „Firrel is on fire“

Schafft er es rechtzeitig bis Sonntag? Wildeshausens Robin Ramke trug beim 1:0 über Westrhauderfehn eine Zerrung davon. Sein Einsatz gegen Firrel ist fraglich.
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Schafft er es rechtzeitig bis Sonntag? Wildeshausens Robin Ramke trug beim 1:0 über Westrhauderfehn eine Zerrung davon. Sein Einsatz gegen Firrel ist fraglich.

Wildeshausen – Nur einmal durfte Timo Goldner bisher gegen den SV GW Firrel spielen – vor fast genau einem Jahr. Sein Auftritt am 21. Oktober 2020 dürfte jedoch zu jenen zählen, an die sich der Stürmer des VfL Wildeshausen gern zurückerinnert – schließlich bescherte er den Ostfriesen in der vorigen Landesliga-Saison mit seinen zwei Toren und zwei Vorlagen beim Wildeshauser 4:3-Triumph einen frustrierenden Abend. Den 3:2-Hinspiel-Erfolg der aktuellen Serie konnte Goldner hingegen nur als Zuschauer verfolgen, und auch am Sonntag ist er zur Untätigkeit verdammt, wenn sein VfL die Grün-Weißen ab 15.00 Uhr im Krandel empfängt. Doch immerhin hat der Angreifer nach seinem im vor drei Monaten erlittenen Innenband-, Kreuzband- und Meniskusriss nun ein wichtiges Etappenziel hinter sich: Die Operation am Montag in Hamburg „ist gut verlaufen“, berichtet sein Trainer Marcel Bragula.

Viele Verletzte: Nur acht Mann beim Dienstags-Training

Ansonsten hielten sich die positiven Nachrichten für den personell gebeutelten Landesligisten zuletzt in Grenzen. Das Dienstagstraining etwa bestritten nur acht von 24 Mann aus Bragulas Kader – Steven Müller-Rautenberg sogar noch mit eingerechnet, „den ich jetzt gar nicht einsetzen kann“, erinnert der B-Lizenz-Inhaber an dessen Ampelkarte beim 1:0 am Sonntag über Westrhauderfehn. Siegtorschütze Mattes Hehr und Robin Ramke trugen bei diesem 1:0 Zerrungen davon, Mittelfeldmann Marco Nakelski blieb schon zur Pause wegen Atemnot draußen und liegt seitdem mit einer Grippe flach. Angesichts der ohnehin schon langen Verletztenliste dürfte diesen drei Angeschlagenen nichts anderes übrig bleiben, als auf die Zähne zu beißen. „Es nützt nichts. Dann muss man sich eben tapen lassen, wenn es im Oberschenkel zieht – und versuchen, ob es nicht doch geht. Und wenn Marco kein Fieber mehr hat, wird er spielen – auch ohne Training.“

Das hatten in dieser Woche ohnehin nur die wenigsten Wildeshauser. Statt einer normalen Donnerstagseinheit musste es Bragula wegen der nach Dauerregen gesperrten Plätze beim Laufen belassen – eine optimale Vorbereitung auf die Partie gegen die im Vorfeld als Mitfavorit gehandelten Firreler sieht anders aus. „Im Moment fühlen wir uns wie auf den letzten Metern eines Marathons, den man schon mit einer Wadenzerrung begonnen hat“, beschreibt Bragula die Leiden in dieser durchseuchten Saison. Schon jetzt sehnt er nach der Herausforderung gegen das Team von Chefcoach Daniel Franziskus für seine Akteure das darauf folgende spielfreie Wochenende herbei.

Im Moment fühlen wir uns wie auf den letzten Metern eines Marathons, den man schon mit einer Wadenzerrung begonnen hat.

Wildeshausens Trainer Marcel Bragula

Bis es so weit ist, bekommt es der Tabellenfünfte unter anderem mit dem Oberliga-erfahrenen Manuel Suda zu tun, „für mich eine der besten Offensivkräfte der Liga“, adelt Bragula den bisher vierfachen Torschützen, der meist von der linken Seite aus für Gefahr sorgt. Mit einer taktischen Umstellung will der VfL-Trainer diesem Unterschiedspieler nicht begegnen, „das gäbe meine Personallage auch gar nicht her.“ Zudem dürfe sein Team GW-Spielertrainer Bernd Grotlüschen und dessen Bruder Reinhard, der im offensiven Mittelfeld die Fäden zieht, nicht außer Acht lassen.

„Firrel is on fire“, fasst Bragula die jüngste Entwicklung des Gegners nach einem mäßigen Start in die Saison zusammen. Vor der jüngsten 0:2-Niederlage gegen den unangefochtenen Spitzenreiter Hansa Friesoythe am Sonntag hatte der Tabellensiebte drei Siege in Serie eingefahren. Trotzdem deutet einiges darauf hin, dass Firrel und der VfL zum Ende der Qualifikationsrunde in die Abstiegsrunde müssen – und dass folglich die nun zu vergebenden Punkte in diese Liga mitgenommen werden. „Es ist also ein ähnlich wichtiges Spiel wie das gegen Westrhauderfehn“, verdeutlicht Bragula. Weil in dieser Partie auch seine jungen Spieler wie Lucas Abel, Fyonn Rothe und Mika Ostendorf dem Druck standgehalten haben, ist der 47-Jährige davon überzeugt, dass sie ihn auch am Sonntag nicht enttäuschen. Auch den spät eingewechselten Luke Berger lobt er in diesem Zusammenhang: „Luke kam zwar erst für die letzten Minuten rein, hat in dieser Zeit aber vier Zweikämpfe gewonnen.“  

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