Bragula vermisst Abgezocktheit / VfL zum Rückrundenauftakt nach Rastede

„Mal die Krallen ausfahren“

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Wildeshausens Flügelflitzer Maximilian Seidel (r.) war im Spitzenspiel beim SV Atlas umgeknickt. Sein Einsatz in der Auswärtspartie beim FC Rastede ist jedoch nicht gefährdet.

Wildeshausen - Auch mit fast einer Woche Abstand hat Marcel Bragula die 0:2-Niederlage im Spitzenspiel beim SV Atlas nicht verdaut. „Das nagt immer noch an mir – vielleicht bin ich zu ehrgeizig“, sagte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen gestern Mittag.

Im Gegensatz zu ihrem Coach waren die Spieler des Tabellenzweiten bereits während der Donnerstagseinheit wieder bester Stimmung. „Und das ist auch gut so. Diesen Geist soll sich die Mannschaft unbedingt bewahren“, erklärte Bragula.

Dagegen dürfen seine Schützlinge auf dem Feld ruhig „abgezockter werden“, wünscht sich der Übungsleiter und blickt noch ein Mal zurück. So kassierten die Krandel-Kicker in Delmenhorst vor mehr als 1400 Zuschauern trotz aufgeheizter Atmosphäre lediglich eine Gelbe Karte. Sascha Görke war bei einem Zweikampf zu spät gekommen. „Ich will die Jungs nicht ermutigen, Foul zu spielen, aber in so einer Partie muss man auch mal die Krallen ausfahren“, erläutert Bragula und nennt als Beispiel die Entstehung des 0:2. Der Treffer von Dominik Entelmann wäre durch ein taktisches Foul im Mittelfeld – einen Trikotzupfer oder einen Rempler – leicht zu verhindern gewesen.

Dass sie aus der Pleite gelernt haben, können die Wildeshauser morgen, 14 Uhr, zum Rückrundenauftakt beim FC Rastede beweisen. Auch die „Löwen“ werden von einem emotionalen Publikum unterstützt. Die Mannschaft von Interimstrainer Jörg Hollje, der die Verantwortung zum Jahreswechsel an Marc Bury übergibt, ist zudem besonders stark bei Standards. Auffälligster Spieler des Tabellenelften ist Maik Ebeling, der bereits elf Saisontreffer erzielt hat. Der Angreifer lässt sich immer wieder mit dem Rücken zum gegnerischen Tor anspielen und generiert dabei viele Freistöße. Auch beim Wildeshauser 4:2-Hinspielerfolg war Ebeling – wenn auch nur per Foulelfmeter – erfolgreich.

Die Gäste müssen weiterhin auf Abwehrchef Daniel Pasker (Knieprobleme) verzichten. Mittelfeldabräumer Matthias Ruhle ist privat verhindert. Alexander Kupka laboriert an einer Grippe. Nicht gefährdet ist hingegen der Einsatz von Maximilian Seidel. Der Flügelflitzer war gegen Atlas umgeknickt und musste eine Viertelstunde vor Schluss ausgewechselt werden. „Maxi hat wieder trainiert und grünes Licht gegeben“, berichtete Marcel Bragula. Insgesamt also gute Voraussetzungen, dass seine Crew da weiter macht, wo sie vor dem Atlas-Spiel aufgehört hat: „Letzte Woche haben wir nicht ansatzweise das gebracht, was wir leisten können.“

mar

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