Wildeshauser Trainer gibt sich vor dem Heimspiel gegen Obenstrohe gewarnt

Bragula stellt die Alarmanlage scharf

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Rene Tramitzke präsentiert sich seit Wochen in Torlaune. Und auch an den TuS Obenstrohe hat der Wildeshauser gute Erinnerungen. Beim letzten Aufeinandertreffen gelang ihm im April 2015 der 1:0-Siegtreffer.

Wildeshausen - Die Papierform ist eindeutig: Der Bezirksliga-Tabellenführer empfängt den Zwölften. Der VfL Wildeshausen (41:4) hat mehr als doppelt so viele Tore geschossen und nicht einmal ein Fünftel so viele kassiert wie der TuS Obenstrohe (17:22). Doch diese Zahlenspiele macht VfL-Trainer Marcel Bragula nicht mit. „Wir lassen uns von der Tabelle nicht blenden“, stellt er vor dem Heimspiel (Sonntag/15.00 Uhr) klar.

Der TuS Obenstrohe habe selbst als Saisonziel ausgegeben, oben mitspielen zu wollen. „Und alle, die diese Liga kennen, haben sie dafür auch auf dem Zettel gehabt“, betont Bragula. Das Team von Trainer Rainer Kocks sei zu Saisonbeginn „ziemlich gebeutelt“ gewesen, immer wieder musste Obenstrohe auf Leistungsträger verzichten. Doch die Formkurve zeige langsam, aber sicher nach oben. Zuletzt gewann Obenstrohe beim VfB Oldenburg II mit 4:3; obwohl die Regionalliga-Reserve mit einigen Akteuren aus der Ersten angetreten war. „Dieser Sieg sagt schon alles“, betont Bragula: „Dazu kommt noch die Historie. Das letzte Heimspiel haben wir gegen Obenstrohe verloren. Deshalb sollten bei allen die Alarmglocken läuten.“ Wenn sein Team diese Partie nicht mit absoluter Konzentration und Ernsthaftigkeit angehe, „besteht absolute Stolpergefahr“.

Gute Achse

Die Gäste aus dem Landkreis Friesland verfügen über eine gute Achse. In der hintersten Linie steht in Tim Stahl ein Torwart mit starken Reflexen, davor ordnet Innenverteidiger Gerrit Kersting die Defensive. Und nicht nur das: Den groß gewachsenen 25-Jährigen müssen die Wildeshauser auch bei Standardsituationen stets auf dem Zettel haben; immerhin hat er bereits drei Saisontore erzielt. „Er ist vielleicht der kopfballstärkste Spieler der Liga“, sagt Bragula über Kersting, der auch schon Oberliga-Erfahrung mitbringt. Im Obenstroher Umschaltspiel ist häufig Florian Jochens der erste Impulsgeber. Der Sechser spielt starke Pässe, hat zudem einen guten Abschluss. Die offensiveren Positionen im Mittelfeld bekleiden häufig Janis Theesfeld und Pascal Beyer. Vor allem Beyer ist in starker Form, ist mit fünf Toren der treffsicherste Obenstroher in dieser Saison. Ganz vorne ist Lars Zwick zu finden. „Ein ausgebuffter Stürmer“, betont Bragula.

„Wir dürfen ihnen keine Räume lassen.“

Überhaupt hat der VfL-Trainer gehörig Respekt vor den Gästen. „Ihr Prunkstück ist ganz klar das Umschaltspiel“, stellt er klar: „Wir dürfen ihnen keine Räume lassen.“ Umso bitterer, dass die Krandelkicker am Sonntagnachmittag auf Lennart Flege verzichten müssen. Der Defensivspieler musste zuletzt mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden, die Diagnose steht noch nicht. Zudem fehlt Sebastian Bröcker gelb-rot-gesperrt, hinter den Einsätzen von Michael Eberle und Lukas Schneider stehen Fragezeichen. Bragula sucht aber keine vermeintlichen Alibis. Er betont vielmehr die Kaderbreite, gerade in der Offensive seien die Positionen „sehr umkämpft“. Als Zielspieler scheint aber Rene Tramitzke die Nase vorn zu haben, immerhin kommt der Stürmer bereits auf elf Saisontore. Und noch was: Beim letzten VfL-Sieg gegen Obenstrohe erzielte Tramitzke das entscheidende 1:0. - wie

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