Bragula mahnt: „Wir dürfen nur auf uns schauen“

VfL Wildeshausen will die ersten Rückrundenpunkte einfahren

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Beim 4:0 gegen den SV Baris reichte es für Philipp Finger (am Ball) nur zu einem neunminütigen Kurzeinsatz. Im Rückspiel könnte der Linksverteidiger in der Wildeshauser Startelf stehen.

Wildeshausen - Die Hinrunde? Sensationell! Die Rückrunde? Bislang sehr überschaubar! Nachdem der VfL Wildeshausen mit 40 von 45 möglichen Punkten in der ersten Saisonhälfte die beste Ausbeute in der Fußball-Bezirksliga hatte, gingen die Krandel-Kicker in den ersten beiden Partien der zweiten Halbserie jeweils leer aus. Und nicht nur das.

Bei den 0:1-Niederlagen in Abbehausen und gegen den SV Wilhelmshaven blieb der Tabellenzweite sogar torlos. Das war der mit 57 erzielten Treffern immer noch gefährlichsten Offensive der Liga in den vorangegangenen 15 Begegnungen nicht einmal passiert. Will die Wittekind-Crew das Titelduell mit Spitzenreiter SV Brake offen halten, sollte im Auswärtsspiel beim SV Baris Delmenhorst (Sonntag, 14 Uhr) tunlichst der erste Ertrag des Jahres 2018 aufs Punktekonto wandern.

„Die Rückrundentabelle interessiert mich nicht!“, wiegelt Marcel Bragula ab. Vielmehr beschäftigt sich der VfL-Coach mit der Art und Weise, wie sich sein Team zuletzt präsentiert hat. „Das ist nicht der Fußball gewesen, den wir erwarten“, gibt er zu. Doch es gelte, zu differenzieren. So hätten seine Mannen gegen Wilhelmshaven zumindest defensiv gar nicht schlecht gestanden. „Es gab die Variante, das sauber zu Ende zu spielen und mit einem 0:0 nach Hause zu gehen. Wir haben uns dafür entschieden, den Sieg erzwingen zu wollen. Wir haben oft in den Schlussminuten das 1:0 gemacht. Diesmal war es halt andersrum, aber das musst du einkalkulieren“, erläutert Bragula.

Fakt ist aber auch, dass die Wildeshauser aktuell „spielerisch nicht an die Qualität der Hinrunde ranreichen“. Ein Grund könnte sein, dass Lennart Flege und Lukas Schneider nicht mehr dabei sind. Weitere Ursachen sind die schwierige Vorbereitung und fehlendes Training. „Und vielleicht machen sich einige auch verrückt und beschäftigen sich zu viel mit Brake – wir dürfen nur auf uns schauen“, mahnt Bragula.

Ähnlich wie die Wilhelmshavener dürfte auch der SV Baris auf Revanche brennen. „Wenn man 0:4 verliert, ist man im Rückspiel doppelt so heiß“, sagt Bragula. Beim Aufsteiger aus Delmenhorst könnte es sogar ein Vielfaches mehr sein, denn die Elf von Trainer Önder Caki holte sich zudem in der ersten Bezirkspokalrunde eine 0:7-Klatsche im Krandel ab. Doch das ist Geschichte. „Baris hat sich hervorragend entwickelt“, lobt Bragula den Tabellenachten, der auch schon 25 Zähler eingesammelt hat.

Das Wildeshauser Bestreben, endlich in den Spielrhythmus zu kommen, wird durch die schlechte Personalsituation erschwert. Niklas Heinrich fällt wegen einer Fußverletzung aus. Maximilian Seidel zerrte sich gegen Wilhelmshaven den Oberschenkel. Alexander Kupka, Kevin Kari und Sebastian Bröcker haben Grippe. „Bis Sonntag ist noch ein bisschen Zeit, aber ,Sebi‘ und Kevin werden ziemlich sicher nicht dabei sein“, sagt Bragula. In diesem Fall könnte Philipp Finger zum Zuge kommen. Allerdings ist der Linksverteidiger nach seinem Einsatz in der U 23 gegen RW Hürriyet angeschlagen. Die Nase von Innenverteidiger Christoph Stolle ist seit dem Wilhelmshaven-Spiel „blau und dick“, berichtet Bragula: „Aber da muss er durch!“ 

mar

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