VfL Wildeshausen will sich als würdiger Meister präsentieren

Bragula hofft auf schöne Momente gegen den FC Rastede

Wieder fit: Mittelfeldspieler Ole Lehmkuhl. Foto: Marquart

Wildeshausen – Am Dienstag um 21.22 Uhr ploppte auf der Facebookseite des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen ein roter Hintergund auf. In weißen Lettern prangte darauf – garniert von drei Ausrufezeichen – ein einziges Wort: Meister!!! Verfolger TuS Obenstrohe hatte soeben mit 1:2 bei BW Bümmerstede verloren. Dadurch ist den Krandel-Kickern vier Spieltage vor Saisonschluss der Titel nicht mehr zu nehmen. Binnen kürzester Zeit drückten mehr als 250 Nutzer den Gefällt-mir-Knopf oder hinterließen über die Kommentarfunktion Glückwünsche.

„Es gibt einige Menschen, die uns diesen Erfolg gönnen“, stellte Marcel Bragula erfreut fest. Nachdem der VfL-Coach und seine Crew am Ende der Trainingseinheit vom vorzeitigen Titelgewinn erfahren hatten (wir berichteten), feierten sie im Mannschaftskreis bis zum frühen Morgen. „Jetzt wünschen wir uns ein paar schöne Momente mit unseren Zuschauern“, sagt Bragula vor dem Heimspiel gegen den FC Rastede (Sonntag, 15 Uhr). Sicher ist: Die „Löwen“ kommen ganz gewiss nicht nur zum Gratulieren.

Auch sonst wird es kein großes Brimborium geben. „Es ist nichts geplant“, sagt VfL-Fußballabteilungsleiter Ottmar Jöckel. „Die Meisterehrung findet normalerweise am letzten Spieltag statt“, erläutert Staffelleiter Frank Schulte. Demzufolge würde er sich am Sonnabend, 1. Juni, auf den Weg von Ostrhauderfehn nach Delmenhorst machen, um die Trophäe zu überreichen, Dann gastiert der VfL beim SV Baris. „Wenn der VfL es wünscht, komme ich aber auch schon eher vorbei“, bietet Schulte an. „Ich werde die Bande mal fragen, wie sie es gerne hätte und Frank dann in Kürze anrufen“, sagt Jöckel schmunzelnd. Doch eigentlich sei klar: „Wir würden das schon gern im eigenen Stadion machen.“ Dazu drängt sich das letzte Heimspiel gegen BW Bümmerstede am Sonntag, 26. Mai, 15 Uhr, förmlich auf.

„Wir haben noch genug Gelegenheiten, um zu feiern“, sagt Bragula mit Blick auf die offizielle Meistersause, das bevorstehende Gildefest und die obligatorische Mannschaftsfahrt. Doch all das interessiert den Übungsleiter aktuell nicht wirklich, denn der Spielplan hält für sein Team noch einige „sportliche Aufträge“ bereit. Die gelte es, seriös zu erfüllen. „Und ich habe keine Bedenken, dass sich diese charakterstarke Mannschaft gehen lässt“, betont Bragula, wenngleich er zugeben muss, dass seine Schützlinge beim Training am Donnerstag die nötige Präzision vermissen ließen: „Ich weiß nicht, wen der eine oder andere da beim Passspiel gesehen hat.“ Das Abschlusstraining bot jedoch Gelegenheit nachzujustieren.

„Wir wollen uns vor heimischem Publikum als Meister präsentieren, während Rastede noch Punkte zum Klassenerhalt braucht – deshalb erwarte ich ein gutes, intensives Fußballspiel“, meint Bragula. Zwar könnte es die Rasteder rein rechnerisch noch erwischen, allerdings müsste schon einiges schieflaufen, sollten die Mannen von Trainer Jens Wolters ihren Zehn-Punkte-Vorsprung auf den TuS Eversten oder den ESV Wilhelmshaven noch verspielen. Zumal die Ammerländer nach der katastrophalen Hinrunde mit nur acht Zählern inzwischen die Kurve gekriegt haben und mit 21 Punkten die fünftbeste Rückrundenmannschaft sind. „Das hängt vor allem mit der Verpflichtung von Sergej Müller zusammen – mit ihm haben sie die personifizierte Torgarantie geholt“, weiß Bragula.

Um sich nicht dem Verdacht der Wettbewerbsverzerrung auszusetzen, kündigt Bragula an, jene elf Akteure auf den Platz zu schicken, „die die größten Chancen versprechen, das Spiel zu gewinnen“. Die verletzten Sebastian Bröcker, Niklas Heinrich, Jannik Wallner, Andreas und Kevin Kari gehören nicht dazu. Dafür ist Ole Lehmkuhl nach auskurierter Oberschenkelverletzung wieder einsatzfähig.  mar

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