VfL Wildeshausen spielt beim 4:0 über den SV Wilhelmshaven fast wie im Rausch

Bragula genießt den Moment

Mit seinem Treffer brachte Lukas Schneider den Erfolg im Jadestadion auf den Weg. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Langsam wird es unheimlich! Fußball-Bezirksligist VfL Wildeshausen hat auch sein fünftes Saisonspiel gewonnen. Beim 4:0 (0:0)-Auswärtserfolg über den SV Wilhelmshaven spielten sich die Krandel-Kicker am Freitagabend nach verhaltenem Beginn regelrecht in einen Rausch.

Nach dem Abpfiff saß Marcel Bragula noch eine ganze Weile für sich im Jadestadion und genoss den Moment. Bei besten äußeren Bedingungen und toller Stimmung hätten die gut 300 Zuschauer, darunter etwa 50 aus Wildeshausen, „ein richtig gutes Fußballspiel“ gesehen, berichtete der VfL-Coach. Allerdings startete seine 4-1-4-1-Formation ziemlich nervös und leistete sich in der Anfangsviertelstunde etliche Abspielfehler. Erst nach einer halben Stunde nahm die Partie dann ordentlich an Fahrt auf.

Die erste Chance gehörte dann auch den Krandel-Kickern. Eine Hereingabe von Michael Eberle nahm Sascha Görke direkt, doch SVW-Keeper Robin Krey bekam so gerade noch die Finger an den Ball (38.). Unmittelbar im Anschluss kam Sebastian Bröcker im Strafraum zu Fall, aber die Pfeife von Schiedsrichter Kai Steffens (Neuharlingersiel) blieb stumm. „Für mich war es ein Elfmeter“, sagte Bragula. Schon zur Pause wäre die Führung für die Gäste verdient gewesen.

Direkt nach Wiederbeginn hieß es dann 1:0: Robin Krey hatte eine Freistoßflanke von Lukas Schneider durch die Hände ins Netz gleiten lassen (47.). „Ein Torwartfehler! Normalerweise ist Robin Krey für mich der stärkste Keeper der Liga“, meinte Bragula. Wenig später rauschte erneut ein Schneider-Freistoß in den Sechzehner, Thorben Schütte hielt den Fuß hin – 2:0 (50.). Nun klappte fast alles. Der bärenstarke Maximilian Seidel passte von der Grundlinie präzise zurück auf Sebastian Bröcker, der den Ball aus acht Metern zum 3:0 ins Tor hämmerte (55.). Nach einem Foul an Seidel entschied Referee Steffens diesmal auf Elfmeter. Lennart Flege verwandelte sicher zum 4:0 (61.).

Seidel (68.), Andreas Kari (73.) und Schneider (77.) hätten den Abend für den SV Wilhelmshaven in einem völligen Debakel enden lassen können. „Aber wir wollen die Kirche im Dorf lassen“, sagte Bragula. Seine Crew hatte nicht eine Tormöglichkeit der Gastgeber zugelassen. VfL-Keeper Sebastian Pundsack musste lediglich bei einem Distanzschuss von Mohamed Alawie eingreifen. „Das spricht für die Mannschaft“, betonte Bragula, trat aber sogleich auf die Euphoriebremse. „Wichtig ist, dass die Jungs wissen, dass Überheblichkeit und Arroganz in keinem unserer Leitsätze zu finden sind und wir mit Demut an die nächsten Aufgaben herangehen.“ Natürlich sei es nach diesem Traumstart schlecht möglich davon zu reden, Achter oder Neunter werden zu wollen. „Wir wollen uns oben festbeißen“, bekräftigte der Übungsleiter.

Gänzlich unerwartet kam der Sieg im Jadestadion für Bragula nicht. Im Gegenteil: „Wenn in Wildeshausen eine Feier ansteht, verlieren wir fast nie“, erläuterte der 43-Jährige mit Blick auf das anstehende Oktoberfest im Krandel und grinste: „Da wird die eine oder andere Maß über den Tisch gehen.“ - mar

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