Aufsteiger Wildeshausen gewinnt gegen desolaten Vizemeister Oythe mit 5:1

Bragula in Feierlaune, Vornhagen schockiert

Obwohl Ole Lehmkuhl angeschlagen war, erzielte er den wichtigen Treffer zum 2:1. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Wildeshausen - Der Höhenflug des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen geht weiter! Durch das 5:1 (0:1) im Nachholspiel gegen den VfL Oythe sind die Krandel-Kicker nun schon seit sechs Partien ungeschlagen. Der Vorsprung des auf den sechsten Rang vorgerückten Aufsteigers auf Vizemeister Oythe, der den ersten Abstiegsplatz innehat, beträgt nun schon acht Punkte.

Entsprechend gut gelaunt war Marcel Bragula bei der obligatorischen „Rudelbildung“ nach dem Schlusspfiff. „Lasst uns Bier trinken gehen, Männer!“, forderte Wildeshausens Trainer seine Crew auf. Einige Meter weiter mussten die geschlagenen Oyther eine geharnischte Wutrede von Josef Vornhagen über sich ergehen lassen. Ihrem Coach stand der Sinn so gar nicht nach einer fröhlichen Runde. „Sprecht mich bloß nicht mehr an!“, beendete Vornhagen seine Standpauke.

Statt des erhofften Befreiungsschlages erfuhren die Gäste eine Demütigung. Dabei hatten sie den besseren Start erwischt und waren mit 1:0 in Führung gegangen. Nachdem Wildeshausens Keeper Sebastian Pundsack den heranstürmenden Nico Emich von den Beinen geholt hatte, verwandelte Dustin Beer den fälligen Foulelfmeter (28.). „Ansonsten haben wir nichts zugelassen. Aber offensiv haben wir nicht stattgefunden und zu viele Zweikämpfe verloren“, ärgerte sich Bragula über die schwache erste Hälfte seines Teams.

Allerdings fehlten in Storven Bockhorn und Kai Meyer auch wichtige Stammkräfte. Torjäger Lennart Feldhus saß grippegeschwächt nur auf der Bank. Dafür konnte wider Erwarten Ole Lehmkuhl mitmischen – wenn auch nur mit einem dicken Tapeverband ausstaffiert. Trotzdem hatte der 23-Jährige die einzig nennenswerte Chance der Platzherren im ersten Durchgang. Doch er verzog knapp (18.).

Nach dem Seitenwechsel half der Zufall den Wildeshausern in die Erfolgsspur: Oythes Kapitän Fabian Meyer schoss Bastian Stuckenschmidt, der sein Startelfdebüt gab, den Ball gegen den Fuß. Von dort sprang der Ball zum 1:1 ins Tor (54.). „Wir hatten das Spiel klar in der Hand und hätten das 2:0 machen müssen. Warum nach dem unglücklichen Gegentor bei uns alle Dämme gebrochen sind, kann ich mir nicht erklären“, sagte Vornhagen entsetzt: „Ich bin schockiert!“

Denn plötzlich wirkte seine Mannschaft wie von allen guten Geistern verlassen – und die Wildeshauser nutzten die Oyther Auflösungserscheinungen weidlich aus. Der angeschlagene Ole Lehmkuhl ging nur kurz nach dem Ausgleich auf und davon und schob eiskalt zum 2:1 ein (56.). Janek Jacobs vollendete einen Angriff über links zum 3:1 (67.), ehe Maximilian Seidel einen Doppelpack schnürte: Zunächst nickte er eine Jacobs-Flanke zum 4:1 ein (74.), dann bestrafte er einen missratenen Ausflug von Oythes Torhüter Marcel Meyer per Heber mit dem 5:1 (82.).

Und plötzlich haben die Huntestädter nur noch acht Zähler Rückstand auf Spitzenreiter SC Melle 03. Aber soweit denkt Marcel Bragula natürlich nicht: „Das Wichtigste ist, dass wir auf dem Teppich bleiben und keiner denkt, es geht schon von allein. Als Aufsteiger dürfen wir nicht überheblich werden.“

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