VfL Wildeshausen empfängt schwächelnden Landesliga-Meister SV Bevern

Bragula erwartet ein Kampfspiel

Einsatz fraglich: Wildeshausens Abwehrchef Marius Krumland (r.) konnte wegen einer Knieverletzung aus dem Schüttorf-Spiel bis Donnerstag nicht trainieren. Foto: Marquart

Wildeshausen – Der Meister gibt sich die Ehre! Aufsteiger VfL Wildeshausen erwartet an diesem Sonntag, 15 Uhr, hohen Besuch. Mit dem SV Bevern gastiert kein Geringerer als der amtierende Titelträger der Fußball-Landesliga im Krandel. Auf den Aufstieg hatte der Club aus dem Landkreis Cloppenburg verzichtet und unter anderem aus wirtschaftlichen Gründen keine Lizenz für die Oberliga beantragt. „Für den Verein ist die Landesliga die sportliche Grenze“, stellte der Vorsitzende Hans-Jürgen Dreckmann fest.

Mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen war der Champion perfekt in die neue Saison gestartet. Doch zuletzt lief es bei den Mannen um Torjäger Sebastian Sander (sieben Saisontreffer) gar nicht mehr meisterlich: Seit fünf Partien wartet der SV Bevern nun schon auf einen Erfolg und ist nach drei Niederlagen und zwei Unentschieden bis auf den achten Tabellenplatz abgeschmiert. „Das wundert mich, denn eigentlich hat Bevern zusammen mit Blau-Weiß Lohne die meiste Qualität im Kader“, sagt VfL-Coach Marcel Bragula, dessen Mannschaft als Tabellenfünfter genau wie die Gäste bisher 17 Zähler eingesammelt hat.

Abgesehen vom Punktestand und den erzielten Treffern (beide 18) verweist Bragula auf eine weitere Parallele beider Teams: „Bevern lässt zu viele Großchancen liegen – das haben sie mit uns gemeinsam.“ Darin sieht er auch eine Ursache für Wildeshausens jüngste Auswärtspleite beim FC Schüttorf 09. Nach der 1:0-Führung durch Alexander Dreher (33.) vergab Lennart Feldhus gleich drei gute Gelegenheiten das 2:0 nachzulegen. „Und in der zweiten Halbzeit hat uns dann ein bisschen der Mut verlassen, während Schüttorf eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, dass sie zu den spielstärksten Mannschaften der Liga gehören“, erläutert Bragula. Gleichwohl sei es „kein Skandal als Aufsteiger mit 1:2 in Schüttorf zu verlieren – es hätte aber nicht sein müssen“.

Während die Krandel-Kicker auf fremden Plätzen bereits dreimal leer ausgingen, sind sie vor eigenem Publikum immer noch ungeschlagen (vier Siege, ein Unentschieden) und belegen in der Heimtabelle mit 13 Punkten hinter Ligaprimus TuS BW Lohne (15) Rang zwei. Diese Bilanz möchte der Neuling weiter ausbauen. Allerdings dürften dabei andere Tugenden gefordert sein als in den bisherigen Partien. „Ich denke, das Spiel wird stattfinden. Allerdings ist der Platz nicht einfach zu bespielen. Das wird sicher nichts für Ästheten. Da geht viel über den Kampf. So ein Spiel hatten wir in dieser Saison noch nicht“, erklärt Bragula.

Dass die Wittekind-Crew fighten kann, hat sie in der Vergangenheit oft genug bewiesen. Aber auch der SV Bevern beherrscht nicht nur einen Stil. „Sie sind sehr variabel, können kombinieren oder lange Bälle schlagen, das Spiel machen oder kontern“, weiß Bragula.

Während Christoph Stolle (Leiste), René Tramitzke (Knie), Niklas Heinrich (angebrochener Zeh) und der langzeitverletzte Sebastian Bröcker sicher ausfallen, gibt es beim VfL Wildeshausen auch noch ein paar Fragezeichen. So konnte Abwehrchef Marius Krumland, der in Schüttorf wegen einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste (27.), bis Donnerstag nicht trainieren. Angreifer Maximilian Seidel, der in der Grafschaft Bentheim wegen einer Knöchelblessur fehlte, konnte immerhin ein bisschen laufen. Torjäger Feldhus knickte bei der Donnerstagseinheit mit dem Fuß um. „Bei ihnen müssen wir abwarten“, sagt Bragula. Sein Trainerkollege Matthias Risse muss auf den gesperrten Angreifer Julius Liegmann verzichten, der beim jüngsten 1:2 in Firrel für ein grobes Foul die Rote Karte gesehen hatte.

Bragula freut sich besonders auf das Wiedersehen mit Peter Hölzen. „Das ist ein ganz feiner Kerl“, sagt der 45-Jährige über Beverns Co-Trainer, der in der Saison 2012/2013 in identischer Funktion unter Chefcoach Klaus Ebel beim VfL Wildeshausen tätig war. Auch zu SVB-Übungsleiter Risse hat Bragula „einen guten Draht“. Beide tauschen sich des Öfteren über das Landesliga-Geschehen aus.  mar

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