Schneider verpasst heute Wildeshausens Landesliga-Auftritt in Firrel

Bragula baut seine Abwehr um

Ab durch die Mitte! Wildeshausens Kevin Radke (rechts) dürfte auch heute beim Auftritt in Firrel wieder zentral im defensiven Mittelfeld auflaufen.
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Ab durch die Mitte! Wildeshausens Kevin Radke (rechts) dürfte auch heute beim Auftritt in Firrel wieder zentral im defensiven Mittelfeld auflaufen.

Wildeshausen – Treffpunkt zur Abfahrt: heute um 16.30 Uhr. Anpfiff beim Landesliga-Dritten GW Firrel: 20.00 Uhr. Die Aussichten für den VfL Wildeshausen: schwer einzuschätzen. Denn neben den bereits länger verletzten Fußballern im Team von Trainer Marcel Bragula droht nun noch der Ausfall von Maximilian Seidel. Dem Stürmer, am Sonntag beim 2:2 gegen Germania Leer noch Schütze beider VfL-Tore, macht ein eingeklemmter Nerv im Nacken zu schaffen. Rechtsverteidiger Alexander Dreher könnte es arbeitsbedingt laut Bragula „eventuell gerade noch rechtzeitig“ zur Abfahrt schaffen, auf der linken Abwehrseite muss der B-Lizenz-Inhaber jedoch definitiv umbauen: Lukas Schneider fehlt berufsbedingt.

Zeit für die Akteure aus der vermeintlich „zweiten Reihe“. Eine derartige Hierarchie gibt es im Kollektiv der Krandel-Kicker zwar nicht, doch „bei manchen, die bisher nicht so zum Zuge gekommen sind, habe ich schon ein schlechtes Gewissen“, gesteht Bragula: „Mika Ostendorf zum Beispiel trainiert immer gut, kommt aber bisher nicht an Marius Krumland und Thorben Schütte vorbei“, sagt der 46-Jährige mit Verweis auf sein gesetztes Abwehrzentrum. Sollte sich der Übungsleiter allerdings für eine Dreierkette entscheiden, wäre die Chance für Ostendorf als dritten Innenverteidiger plötzlich da.

Bleibt es hingegen bei der Viererkette, sieht Bragula in Christopher Kant den Mann, der Linksverteidiger Schneider „eins zu eins ersetzen könnte“.

Der Mannschaftsteil weiter vorn stellt sich fast von selbst auf – angesichts des hohen Mittelfeld-Anteils im Wildeshauser Lazarett. Bei Steven Müller-Rautenberg und Alexander Kupka hat Bragula sogar die Befürchtung, „dass sie in diesem Jahr nicht mehr spielen“. Zuletzt gegen Leer musste Kevin Radke, etatmäßig auf der rechten Seite unterwegs, auf der Sechserposition aushelfen – und machte seine Sache „bis auf einige Abstimmungsprobleme“ gut, wie Bragula fand. Es deutet also einiges darauf hin, dass der Neuzugang von Atlas Delmenhorst heute erneut im defensiven Mittelfeld die Bälle erobert.

Ihn und seine Kollegen erwartet in Ostfriesland ein Gegner, „den ich schon als Titelkandidaten auf dem Zettel hatte“, verrät Bragula: „Für einen angeblichen Dorfverein hat Firrel schon einige Ausnahmespieler im Kader.“ Etwa Offensivmann Manuel Suda, unter anderem bei Werders Jugend ausgebildet und bis 2018 in Diensten von Kickers Emden. Dort spielte bis zum Sommer auch David Goguadze in der Oberliga, ehe er seinen Brüdern Giorgi (bis Januar 2019 ebenfalls in Emden) und Nikky (zu Jahresbeginn vom Regionalligisten Jeddeloh gewechselt) nach Firrel folgte. Nikky Goguadze sorgte zuletzt beim 4:2 gegen Sparta Werlte für Furore, als er drei Tore erzielte. Ob sich ihm Sören Willers oder der zuletzt wegen einer Beckenprellung ausgefallene Stammkeeper Miguel Förster in den Weg stellen, entscheidet sich kurzfristig.  ck

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