VfL Wildeshausen gewinnt Spitzenspiel gegen TuS Obenstrohe / Doppelpack von Görke

Bragula adelt Kupka nach 3:2

Wildeshauser Jubel: René Tramitzke (Nummer 20), Maximilian Seidel (12) und Thorben Schütte (25) feiern den Torschützen Sascha Görke (10) nach dem Treffer zum 2:0. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Diese Partie hatte das Prädikat Spitzenspiel wirklich verdient! Nach 90 intensiven und hart umkämpften Minuten setzte sich der VfL Wildeshausen leistungsgerecht mit 3:2 (1:0) gegen den TuS Obenstrohe durch und verringerte den Rückstand zum Tabellenführer auf einen Punkt. Allerdings haben die Krandel-Kicker auch noch eine Begegnung mehr in der Hinterhand.

„Ich wäre gerne Zuschauer gewesen“, sagte Obenstrohes Angreifer Lars Zwick beim Shakehands mit VfL-Coach Marcel Bragula. Etwa 400 Interessierte, darunter mindestens eine Busladung Anhänger aus Friesland, dachten genauso. Als der souverän leitende Schiedsrichter Christian Meermann (SFN Vechta) den Ball freigab, stand am Kassenhäuschen immer noch eine lange Schlange.

Vor dieser Kulisse verzichteten beide Mannschaften auf anfängliches Geplänkel und gingen sofort richtig zur Sache. Die Wildeshauser diktierten das Geschehen, doch nach Ballgewinn ging auch bei den Gästen die Post ab. Nach ersten Gelegenheiten durch Kevin Kari (7.) und Maximilian Seidel (16.) brachte ein krasser Torwartfehler das 1:0: Obenstrohes unsicher wirkender Keeper Philip Zuchgan ließ einen von Lukas Schneider von der rechten Seitenlinie getretenen Freistoß durch die Hände rutschen, und Gerrit Kersting erwischte den Ball erst deutlich hinter der Torlinie (20.). Der Spitzenreiter sorgte erst kurz vor der Pause durch zwei Distanzschüsse von Tjard Peters für Gefahr vor dem VfL-Gehäuse (38./41.). Deshalb war die Pausenführung des Verfolgers angemessen.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts hätten Thorben Schütte (48./Kopfball ans Außennetz) und Kevin Kari (53./völlig frei ins Seitenaus!) erhöhen können. Das erledigte schließlich Sascha Görke, der nach einer präzisen Kari-Flanke zum 2:0 einschoss (55.). Görke hätte eine Viertelstunde vor Schluss auch die Entscheidung herbeiführen können, doch sein Schuss landete nur am Pfosten (74.). Stattdessen wurde es spannend. Denn im Gegenzug brachte VfL-Keeper Sebastian Pundsack den heranstürmenden Kai Schröder zu Fall, und Gerrit Kersting verwandelte den fälligen Strafstoß hart und platziert zum 1:2 (76.).

Dann gab es auch auf der Gegenseite Elfmeter. „Passt auf die Hände auf!“, warnte Referee Meermann Obenstrohes aus Lars Zwick und Andreas Willers bestehende Zwei-Mann-Mauer. Doch der folgende Freistoß von Michael Eberle landete an einem ausgestreckten Arm, so dass Meermann erneut auf den Punkt zeigte. Nachdem in der laufenden Saison bereits Thorben Schütte, Robin Ramke und Maximilian Seidel verschossen hatten, schnappte sich diesmal Sascha Görke die Kugel und vollstreckte zum 3:1 (85.).

Doch weil Oke Michelsen nach einem ungenügend abgewehrten Eckstoß ungehindert Maß nehmen und zum 2:3 einschießen durfte (87.), mussten die Wildeshauser zum Schluss noch einige bange Minuten überstehen.

„Die erste Halbzeit geht klar an uns, in der zweiten haben wir bis zum Foulelfmeter alles im Griff. Da kommt Pundse einen Schritt zu spät. Das kann passieren. Aber das zweite Tor können wir ganz sicher besser verteidigen“, resümierte Bragula. Für ihn war Alexander Kupka „mal wieder Man of the Match: Was er auf der Sechs spielt, fällt den meisten Zuschauern wahrscheinlich gar nicht auf. Alex hat immer wieder seine Gräten dazwischen und läuft unzählige Passwege zu – und das alles ohne Fouls!“

Kurz vor Ende der Hinrunde läuft an der Tabellenspitze alles auf einen Zweikampf zwischen dem TuS Obenstrohe (33 Punkte) und dem VfL Wildeshausen (32) hinaus. BW Bümmerstede und der VfL Stenum (beide 23) folgen bereits mit einigem Abstand dahinter. „Aber ich traue dem Braten noch nicht. Mannschaften wie der SV Wilhelmshaven, Frisia Wilhelmshaven oder der Heidmühler FC sind immer in der Lage, mal zehn Spiele in Serie zu gewinnen“, meinte Bragula.

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