Bragula adelt Führungsspieler und korrigiert das Saisonziel

VfL Wildeshausen will Sonntag die Herbstmeisterschaft perfekt machen

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Wildeshausens Sascha Görke (r.) konnte wegen Oberschenkelproblemen nicht trainieren. Sein Einsatz im Heimspiel gegen Eintracht Oldenburg ist aber nicht gefährdet.

Wildeshausen - Drei Punkte Vorsprung auf Verfolger SV Brake und das um 16 Treffer bessere Torverhältnis – die Herbstmeisterschaft in der Fußball-Bezirksliga ist dem VfL Wildeshausen im letzten Hinrundenspiel kaum noch zu nehmen. „Wir dürfen nur nicht ganz so hoch verlieren“, sagt Marcel Bragula und grinst. Denn ein Heimdebakel des Spitzenreiters gegen den Tabellenvorletzten SV Eintracht Oldenburg ist doch ziemlich unwahrscheinlich (Sonntag, 14 Uhr).

Trotzdem ist Bragula weit davon entfernt, den Aufsteiger zu unterschätzen. Schließlich kommt die Crew seines Trainerkollegen Thomas Absolon mit der Empfehlung eines 2:1-Erfolgs über den VfB Oldenburg II in den Krandel. „Als ich das Ergebnis gesehen habe, ist mir fast die Kaffeetasse aus der Hand gefallen“, erzählt Bragula. Denn bis dato hatte die Eintracht in zehn Partien neunmal als Verlierer den Platz verlassen. Lediglich im Kellerduell bei Schlusslicht FC RW Sande gab es einen Sieg (2:0).

Dass es bei den Etzhornern nach dem Aufstieg bislang nicht lief, hat laut Bragula einen plausiblen Grund: „Sie waren lange Zeit vom Verletzungspech verfolgt.“ Denn fußballerische Qualität ist bei den Lila-Weißen durchaus vorhanden: Keeper Dennis Pollmann sammelte beim VfL Oldenburg ebenso Oberliga-Erfahrung wie Jannis Oberbörsch beim Rotenburger SV. 

Bragula: An "überragende Leistung" anknüpfen

Der 24-jährige Angreifer, der auch für Hannover 96 in der B-Junioren-Bundesliga spielte, erzielte beim Sieg über den VfB Oldenburg II den Ausgleich (75.) und holte dann den Foulelfmeter heraus, den Eintracht-Kapitän Hendrik Wiemken im Nachsetzen zum 2:1 verwandelte (78.). Doch bei allem Respekt lässt Bragula keinen Zweifel daran, dass er „an die in allen Bereichen überragende Leistung in der zweiten Halbzeit gegen Tur Abdin anknüpfen“ und die „saugeile Hinrunde“ mit einem weiteren Sieg krönen will.

Dass die Krandel-Kicker nach dem Abstieg aus der Landesliga gleich wieder um den Titel mitspielen würden, hatte Bragula nicht erwartet. „Vor allem nicht, wenn man die Liste der Abgänge sieht. Außerdem fällt jede Mannschaft, die absteigt, erst einmal in ein Loch und tut sich schwer“, erläutert der 43-Jährige. Beste Beispiele sind der TuS Pewsum (Tabellendreizehnter in der Bezirksliga I) und der VfR Voxtrup (Platz 14 in der Bezirksliga V). Nicht so die Wildeshauser, die mit 37 von 42 möglichen Punkten nah an der Optimalausbeute sind. „Aber diese fast perfekte Hinrunde ist das Produkt harter Arbeit“, betont Bragula.

Platz unter Top Drei halten ist Saisonziel

Auch wenn es der VfL-Coach dem Tabellendritten WSC Frisia Wilhelmshaven durchaus zutraut, „eine saubere Serie hinzulegen“, deutet derzeit viel auf einen Zweikampf um den Titel hin. „Das ist super für die Fans und verspricht Spannung“, findet Bragula. Zum Ende der Halbserie kommt er nicht umhin, das ausgegebene Saisonziel zu korrigieren. Es sei unglaubwürdig, weiterhin nur von einem Platz im oberen Tabellendrittel zu sprechen: „Jetzt wollen wir in den Top Drei bleiben. Wenn wir am Ende Vierter werden, haben wir in der Rückrunde was verkehrt gemacht.“

Einen großen Faktor für den Erfolg sieht Bragula in der mannschaftlichen Geschlossenheit. „Außerdem ist in der Hinrunde deutlich geworden, wie wichtig Alexander Kupka für die Stabilität unseres Defenisverbunds ist.“ Die Neuzugänge Michael Eberle, Christoph Stolle und Felix Dittrich seien ein weiterer nicht zu unterschätzender Baustein. „Und dann muss ich unbedingt meine Führungsspieler adeln: Sebastian Pundsack, Sascha Görke und Lennart Flege sind absolute Identifikationsfiguren – nicht nur in der Mannschaft, sondern auch im ganzen Verein“, lobt Bragula.

Allerdings dürfte Abwehrchef Flege wegen einer Meniskusoperation in dieser Saison nicht mehr für den VfL auflaufen. Linksverteidiger Lukas Schneider wird in der Rückrunde berufsbedingt wohl nur noch sporadisch zur Verfügung stehen. „Deshalb machen wir uns natürlich Gedanken, wie wir die Mannschaft verstärken können“, berichtet Bragula. Zum Hinrundenabschluss muss er auf Ole Lehmkuhl verzichten, der beim 2:0 gegen Tur Abdin Gelb-Rot gesehen hatte. Philipp Finger ist beruflich verhindert. Sascha Görke konnte wegen Oberschenkelproblemen nicht trainieren. „Aber das ist nur ein Zipperlein. Er wird spielen können“, ist Bragula zuversichtlich. - mar

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