Blancke bejubelt virtuellen Pokalsieg

Oberligist VfL Oldenburg gewinnt Losentscheid und zieht in den DFB-Pokal ein

Flankiert von NFV-Teamleiter Helge Kristeleit (links) und Moderator Manfred Finger (rechts) zog Simon Munaretto die Lose im Niedersachsenpokal der Amateure.
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Spannende Angelegenheit: Flankiert von NFV-Teamleiter Helge Kristeleit (l.) und Moderator Manfred Finger (r.) zog Simon Munaretto die Lose im Niedersachsenpokal der Amateure.

Oldenburg – Den Abstecher ins Vereinsheim des VfL Oldenburg hatte Detlef Blancke gar nicht geplant. Aber auf diesen „Sechser im Lotto“ wollte sich der sportliche Leiter des Fußball-Oberligisten am Montagabend dann doch „ein, zwei Bierchen“ genehmigen: Die Huntestädter hatten den Losentscheid um den Sieg im Niedersachsenpokal der Amateure gewonnen und damit den Sprung in die erste Runde des DFB-Pokals geschafft. Und der ist äußerst lukrativ: Zum Auftakt des Wettbewerbs 2020/2021 hatten sich die teilnehmenden Mannschaften über ein Startgeld von 137. 000 Euro freuen dürfen.

„Das ist sensationell!“, jubelte Blancke, der das Losverfahren vor dem heimischen Computer in Bürgerfelde verfolgt hatte. Insgesamt hatten mehr als 530 Internetnutzer den Livestream des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) eingeschaltet, an dessen Ende „Glücksfee“ Simon Munaretto, Repräsentant des Pokalsponsors, die Oldenburger Siegerkugel zog. „Jetzt hoffen wir natürlich auf einen guten Gegner. Ein schöner Bundesligist wäre nicht schlecht“, meinte Blancke. In einem ganz speziellen Fall wäre der Werder-Fan aber auch bei einem Zweitligisten Feuer und Flamme. „Unser Präsident Rainer Bartels hat schon gesagt, dass wir im Marschwegstadion spielen würden“, berichtete Blancke, der von Sommer 2011 bis November 2014 den Ahlhorner SV trainierte.

Über den Ausgang ist Oldenburgs Sportchef „natürlich sehr glücklich“. Doch eigentlich war er strikt dagegen, Glücksgöttin Fortuna über den Pokalsieg entscheiden zu lassen. „Ich hätte lieber gespielt und eine sportliche Entscheidung bevorzugt. Wenn man die Inzidenzzahlen sieht, hätte man es auch durchziehen können“, ist der 67-Jährige überzeugt.

Doch der NFV und die Mehrheit der noch im Wettbewerb verbliebenen Vereine sahen das anders. Die DFB-Pokalteilnehmer müssen bis spätestens 1. Juli an den Dachverband gemeldet werden. Das unberechenbare Pandemiegeschehen und die ungewisse politische Verfügungslage nährten Zweifel, ob eine sportliche Ermittlung bis zu diesem Datum möglich gewesen wäre. Stattdessen kam es zur Auslosung, „wie es sie in der bald 75-jährigen Geschichte unseres Verbandes noch nie gegeben hat und hoffentlich auch nie wieder geben wird“, sagte NFV-Pressesprecher Manfred Finger in seiner Anmoderation.

Unter Aufsicht der Notarin Melanie Dzimkowski-Giebel zog Simon Munaretto assistiert von NFV-Teamleiter Helge Kristeleit zunächst die Sieger in den drei noch ausstehenden Achtelfinalpartien. Dabei setzte sich der VfL Oldenburg gegen den Weser-Ems-Bezirkspokalsieger SV Altenoythe durch. Außerdem kamen die Oberligisten SC Spelle-Venhaus (gegen TuS Bersenbrück) und TB Uphusen (gegen FC Hagen/Uthlede) weiter. Die drei Sieger kamen anschließend in den Topf der fünf bereits für das Viertelfinale qualifizierten Mannschaften TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, MTV Wolfenbüttel, Arminia Hannover, FT Braunschweig und SV Ahlerstedt/Ottendorf. Diese hatten sich am 28. Oktober des vergangenen Jahres noch auf dem grünen Rasen den Einzug in die Runde der letzten acht Teams gesichert.

Im Viertelfinale setzte sich der VfL Oldenburg gegen den Oberligisten FT Braunschweig durch. Im Halbfinale „bezwang“ die Crew von VfL-Coach Lasse Otremba den hannoverschen Bezirkspokalsieger TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und siegte abschließend auch gegen Oberliga-Primus SC Spelle-Venhaus. „Glück muss der Mensch haben“, strahlte Detlef Blancke und machte sich auf den Weg zum Vereinsheim.

Bereits am Sonnabend hatte sich der SV Meppen im Niedersachsenpokal der Dritt- und Viertligisten das Ticket für den DFB-Pokal in der kommenden Saison gesichert. Im Finale setzte sich der Drittliga-Absteiger mit 6:5 nach Elfmeterschießen gegen den Regionalligisten SV Drochtersen/Assel durch. Die erste Runde des DFB-Pokals 2021/2022 wird vom 6. bis 9. August ausgetragen. Wer sein Gegner sein wird, erfährt der VfL Oldenburg bei der Auslosung am 4. Juli.

Entscheidender Moment: Der VfL Oldenburg ist Niedersachsenpokalsieger.

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