Cordula Schröder-Brockshus traut Celina Struß die Spielmacherrolle zu

Blacha-Weggang als Chance

Erhält ihre Chance im Frauenteam: Anna Rippe (am Ball) soll auch weiter in der A-Jugend spielen. Foto: Marquart

Neerstedt - Von Jürgen Prütt. Zehn Zusagen aus dem aktuellen Kader, ein Abschied und drei Nachrücker aus der Jugend: Bei den Handballerinnen des TV Neerstedt nimmt der Kader für die kommende Spielzeit Konturen an.

Verlassen wird das aktuelle Oberliga-Schlusslicht aus der Gemeinde Dötlingen Agnieszka Blacha. Die Mittelspielerin zieht es zum Ligarivalen SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn. „,Aga‘ wollte unbedingt weiter in der Oberliga spielen. Zudem ist der Weg nach Bad Zwischenahn für sie kürzer von ihrem Wohnort Oldenburg“, erläutert Neerstedts Teammanagerin und zukünftige Trainerin Cordula Schröder-Brockshus Blachas Gründe für den Wechsel. Mit der 25-Jährigen verliert der TV Neerstedt seine zweitbeste Torschützin hinter Rechtsaußen Nadja Albes (107/39). In den bisherigen 18 Saisonspielen hat Blacha 59/24 Treffer erzielt.

Cordula Schröder-Brockshus, die nach der laufenden Spielzeit Noch-Coach Maik Haverkamp ablösen wird, sieht in dem Weggang von Agniezska Blacha aber auch eine Chance. Die Rolle der Spielgestalterin traut sie Celina Struß zu. „Celina hat vor ihrem Wechsel zu uns beim TuS Lemförde bereits auf der Mitte gespielt“, erläutert die zukünftige Übungsleiterin der Grün-Weißen. Unter Maik Haverkamp agierte Celina Struß bisher zumeist im rechten Rückraum.

Weitere Abgänge seien nicht abzusehen, erklärt Cordula Schröder-Brockshus. Lediglich hinter Außenspielerin Ria Schnitger stehe aus beruflichen Gründen noch ein Fragezeichen.

Aus der eigenen Verbandsliga-A-Jugend rücken im Sommer Leonie Voigt (18), Anna Rippe (17) und Alina Windhorst (18) nach. „Wir wollen uns für unsere gute Jugendarbeit der vergangenen Jahre belohnen. Die Talente aus dem eigenen Nachwuchs sollen ihre Chancen in der ersten Mannschaft erhalten“, erläutert Cordula Schröder-Brockshus den Weg des TV Neerstedt.

Während Linkshänderin Leonie Voigt und Rückraumspielerin Alina Windhorst altersbedingt zu den Frauen wechseln, hat Anna Rippe noch ein Jugendjahr vor sich. „Anna soll in der kommenden Saison in der A-Jugend und bei den Frauen spielen“, plant Cordula Schröder-Brockshus zweigleisig mit der aktuell besten Torschützin der A-Juniorinnen (21/2).

Dass das Neerstedter Frauenteam in den verbleibenden acht Oberliga-Spielen noch die nötigen Punkte zum Klassenerhalt holt – daran mag Cordula Schröder-Brockshus bei vier Zählern Rückstand zum rettenden Ufer nicht recht glauben. Realistisch gesehen müsse der Verein für die Landesliga planen, sagt die Einkäuferin eines Landmaschinenherstellers.

Für die Jugendlichen sei die Landesliga „ein guter Einstieg in den Seniorenbereich“, findet Cordula Schröder-Brockshus, die aktuell noch die zweite Frauenmannschaft des TV Neerstedt in der Regionsoberliga trainiert. Und das ausgesprochen erfolgreich: Sechs Spieltage vor Saisonende steht Neerstedts Reserve als Spitzenreiter mit einem Bein in der Landesklasse. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf Verfolger HSG Blexer TB/SV Nordenham. Noch ungeklärt ist, wer bei der Zweiten auf Cordula Schröder-Brockshus und ihren Trainerpartner Tim Gersner folgen wird. Aktuell sucht der Club auch über seine Internetseite nach einem neuen Übungsleiter für die Saison 2020/2021.

Derweil freut sich Cordula Schröder-Brockshus auf die Zusammenarbeit mit Andrej Kunz, der in der kommenden Spielzeit bei den Frauen des TV Neerstedt als Co-Trainer fungieren wird: „Andrej hat in seinem Jahr in Schwanewede noch einmal andere Erfahrungen gesammelt. Er sieht die Dinge mit einem ganz anderen Blick.“

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