Nachfolger von Coach Rademacher

Björn Wolken macht’s beim TV Neerstedt

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Björn Wolken wechselt beim TV Neerstedt zur kommenden Saison vom Feld auf die Trainerbank.

Neerstedt - Von Sven Marquart. Das ging fix! Keine Woche, nachdem Jörg Rademacher seinen Ausstieg zum Saisonende bekannt gegeben hat, ist Handball-Oberligist TV Neerstedt auf der Suche nach einem neuen Trainer fündig geworden.

Wie Abteilungsleiter Friedel Schulenberg am Sonntagmittag mitteilte, wird Kapitän Björn Wolken den Posten zur Serie 2017/2018 übernehmen. Der wurfgewaltige Rückraumspieler – Markenzeichen: Schlagwurf – ist derzeit noch für die Grün-Weißen in der vierthöchsten Spielklasse am Ball, wird seine aktive Laufbahn aber beenden.

„Es freut uns, dass wir mit Björn diese wichtige Personalie schnell geklärt haben. Er kennt die Mannschaft und das Umfeld, zudem haben wir nun Planungssicherheit und werden uns an die Mannschaftsgestaltung für die nächste Saison machen“, erläutert Schulenberg.

Nachdem Rademacher das Team am Dienstagabend über seinen Entschluss informiert hatte, erhielt Wolken am Mittwoch das Angebot, dessen Nachfolge anzutreten. „Das kam für mich überraschend, denn das Thema Trainer stand für mich zumindest jetzt noch nicht zur Debatte. Aber das ist auch eine Chance“, berichtet Wolken. Nachdem ihm seine Ehefrau Joana grünes Licht gegeben hatte, sagte der 34-Jährige zu – und machte sich sogleich an die Arbeit.

Wolkens erste Aufgabe wird es sein, eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Deshalb suchte er zunächst das Gespräch mit seinen Teamkollegen Eike Kolpack, Andrej Kunz und Ole Goyert, denen Angebote anderer Clubs vorliegen. „Der TV Neerstedt hat bei ihnen Priorität – aber nur, wenn wir genügend gute Spieler haben“, erzählt der künftige Übungsleiter. Aus diesem Grund bemüht sich Wolken zudem um Neuzugänge. 

„Ich hoffe, schnellstmöglich etwas vorweisen zu können. Wenn es gut läuft, kann ich nächste Woche vielleicht schon erste Ergebnisse präsentieren“, meint der Sandkruger. Er ist „optimistisch, dass wir eine oberligataugliche Mannschaft zusammen bekommen“. Der jetzige Trainer Jörg Rademacher hatte hingeworfen, weil der TV Neerstedt seinen Wunsch nach einem qualitativ und quantitativ besser besetzten Kader nicht erfüllen konnte oder wollte.

Sein handballerisches Rüstzeug erhielt Björn Wolken in seiner Geburtsstadt bei der HSG Wilhelmshaven, ehe er zur TSG Hatten-Sandkrug wechselte. Dort sammelte er auch Erfahrung als Trainer der in der Landesliga spielenden Frauenmannschaft. Vor fünf Jahren landete er dann beim TV Neerstedt, wo der Rückraumrechte inzwischen Kapitän ist.

Doch am Saisonende soll als Spieler definitiv Schluss sein. Zum einen ist der Groß- und Außenhandelskaufmann beruflich stark eingespannt. Der Hauptgrund ist jedoch ein anderer. „Der Körper meldet sich inzwischen nach jedem Spiel. Vor der Saison hatte ich gedacht, dass ich mich peu à peu zurückziehen kann und nicht, dass ich jedes Mal 60 Minuten auf dem Feld stehe“, gesteht der Vater einer 15 Monate alten Tochter. Der Zeitaufwand werde als Coach zwar nicht weniger. „Aber körperlich bin ich dann nicht so kaputt.“ Eine Doppelrolle als Spielertrainer sei „grundsätzlich nicht angedacht“, sagt Wolken: „In absoluten Notfällen will ich es aber nicht ausschließen.“

Ähnlich wie Amtsinhaber Rademacher will auch der „Neue“ den Fokus auf die Defensive legen. „Über die Abwehr gewinnst du Spiele“, betont Wolken. „Wichtig ist, dass die Jungs Bock haben, in die Halle zu kommen und Gas zu geben – dann können wir einiges erreichen“, blickt er seiner Aufgabe voller Vorfreude entgegen.

Unterdessen verdichten sich die Anzeichen, dass Neerstedts Noch-Coach Jörg Rademacher in der kommenden Saison den Nachbarn und Oberliga-Konkurrenten HSG Delmenhorst trainieren wird. Der Tabellenzwölfte will an diesem Montag bekannt geben, wer das Gespann Andre Haake und Werner Rohlfs beerbt.

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