TV Neerstedt leistet sich beim 27:29 gegen TV Cloppenburg gleich 19 Fehlwürfe

Björn Wolken findet in David Albrecht seinen Meister

Neerstedts Kapitän Björn Wolken (am Ball) schloss beim Saisonauftakt gegen den TV Cloppenburg in der Schlussphase dreimal völlig überhastet ab. J Foto: Brandt

Neerstedt - Die Handballer des TV Neerstedt haben den Saisonstart in der Oberliga verpatz. Die Grün-Weißen unterlagen dem TV Cloppenburg in eigener Halle mit 27:29 (12:17). Dabei brachte sich die Crew von Trainer Jörg Rademacher vor allem durch eine miese Trefferquote um ein besseres Resultat: Satte 19 Fehlwürfe wies die Statistik für die Gastgeber aus.

Nach der schwachen ersten Halbzeit stellte Rademacher seine Abwehr um und verordnete TVC-Spielmacher Jannis Koellner eine kurze Deckung. Fortan lief es besser für die Neerstedter. Beim 26:26 (54.) durch Kapitän Björn Wolken hatten die Grün-Weißen wieder alle Chancen. Doch in der Schlussphase wurde der wurfgewaltige Rechtshänder zur tragischen Figur in einem spannenden Spiel. Dreimal schloss Wolken viel zu überhastet und zu durchsichtig ab. Dabei fand er jedes Mal seinen Meister in TVC-Keeper David Albrecht. Die Gäste machten es besser, zogen entscheidend auf 29:26 (59.) davon und gingen am Ende als Sieger vom Feld.

„Wir haben die erste Halbzeit verschlafen. Danach sind wir durch die Deckungsumstellung wieder herangekommen. Aber Cloppenburg hat das Spiel clever nach Hause gebracht“, bilanzierte Rademacher enttäuscht.

Dabei hatten seine Mannen gut in die Partie hineingefunden und führten durch Treffer von Leon Linngroen und Eike Kolpack mit 2:0 (2.). Zudem hatte Cloppenburgs Halblinker, Tobias Freese, früh die Rote Karte gesehen, als er Andrej Kunz beim Konter einfach umriss (2.). Aber aus diesem vermeintlichen Vorteil konnten die Neerstedter kein Kapital schlagen. Stattdessen übernahm der TV Cloppenburg, bei dem Lennart Witt nach der Trennung von Andreas „Keke“ Roßberg als Interimstrainer auf der Bank saß, nun das Kommando. In Unterzahl glichen die Gäste zum 2:2 aus (4.) und diktierten fortan das Geschehen. Immer wieder war Koellner mit seinen Unterhandwürfen erfolgreich, oder er bediente Ole Harms am Kreis. Zur Pause lag Cloppenburg mit 17:12 in Front.

Dass es noch einmal spannend wurde, war vor allem Rademachers Abwehrumstellung geschuldet. Damit kamen die Gäste überhaupt nicht zurecht. Die Neerstedter arbeiteten sich Tor um Tor heran. Allerdings blieb ihnen der Lohn verwehrt, weil sie sich zu viele Fahrkarten leisteten. - wz

TV Neerstedt: Legler, Kuper, Oltmanns (n. e.) - Goyert (1), Linngroen (1), Reuter (2), Hübner (n. e.), Kolpack (9/1), Kasper (3), Hoffmann, Wolken (6), Busse (2), Kunz (2).

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