HTB bezwingt VfL-Reserve im Derby mit 3:2 / Rote Karte für Harm-Aike Hollmann

Landgraf eröffnet Kreisliga-Torreigen

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Wildeshausens Majues Gebhardt-Bauer (r.) sah gegen Harpstedts Tobias Abeln keinen Stich.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. HarpstedtWildeshausen - Von Sven Marquart. Der Harpstedter TB hat offenbar ein Abo auf das erste Saisontor in der Fußball-Kreisliga. Im vergangenen Jahr war Ole Lehmkuhl beim 1:1 gegen den TSV Großenkneten nach sechs Minuten erfolgreich. Marik Landgraf war am Freitag sogar noch drei Minuten schneller: Der 20-Jährige netzte beim 3:2 (3:1) über den VfL Wildeshausen II bereits nach nicht einmal drei Zeigerumdrehungen.

„Ich bin froh, dass wir mit einem Sieg in die Saison gestartet sind“, sagte HTBCoach Marcus Metschulat. Denn einige selbsternannte Experten zählen seine Mannschaft nach dem Verlust der drei besten Torschützen Roman Seibel, Rene Kube und Ole Lehmkuhl in dieser Serie zu den Abstiegskandidaten. Der Derbyerfolg war aufgrund der starken ersten Halbzeit allerdings hochverdient. „Auch wenn wir am Ende ein bisschen zittern musste“, meinte Metschulat.

Dagegen waren die Wildeshauser in der ersten Hälfte „total neben der Spur“, wie VfL-Trainer Arend Arends eingestehen musste. Er hatte in Lennart Flege, Dennis Schröder, Matthias Ruhle und Majues Gebhardt-Bauer gleich vier Akteure aus der Bezirksliga-Mannschaft aufgeboten. Doch dem Quartett fehlte augenscheinlich die Bindung zu den Nebenleuten.

So durfte Marik Landgraf nach einer Flanke von Bastian Stuckenschmidt zunächst ungehindert zum 1:0 einköpfen (3.). Dann setzte sich Timo Meyer energisch gegen zwei Wildeshauser durch. Nachdem Harm-Aike Hollmann noch gegen Yannik Nolte parieren konnte, erzielte Landgraf im Nachschuss das 2:0 (24.). Zwar verkürzte Norman Holzenkamp unter Zuhilfenahme des Innenpfostens auf 1:2 (35.), doch nach einem weiten Freistoß von Timo Meyer und Kopfball-Ablage von Hendrik Glück stellte Rick Schramm vor der Pause den Zwei-Tore-Abstand wieder her – 3:1 (45.+2).

Im zweiten Durchgang zeigten die Gäste Moral, doch der 2:3-Anschlusstreffer durch Norman Holzenkamp kam zu spät (87.). In der Nachspielzeit sah VfL-Keeper Harm-Aike Hollmann, der mit nach vorne geeilt war, wegen einer Notbremse an Nils Klaassen die Rote Karte (90.+4). „Ich hätte mir einen schöneren Einstand gewünscht“, ächzte Arend Arends.

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