Partie beim SV Tur Abdin zusätzliche Belastung

Bezirkspokalspiel kommt Bragula ungelegen

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Vor vier Wochen behaupteten sich Lennart Feldhus (r.) und Landesligist VfL Wildeshausen im Testspiel gegen Artjom Prieb und den Bezirksligisten SV Tur Abdin Delmenhorst mit 1:0. Jetzt treffen beide Teams in der zweiten Runde des Bezirkspokals erneut aufeinander. 

Wildeshausen - Wenn die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen beim Kampf um den Klassenerhalt etwas nicht gebrauchen können, dann ist es Ablenkung. „In unserer Situation ist es zwingend erforderlich, dass wir uns auf die Meisterschaft konzentrieren – da kommt diese zusätzliche Belastung ungelegen“, betont Marcel Bragula. Deshalb misst der VfL-Coach dem Zweitrundenspiel im Bezirkspokal beim SV Tur Abdin Delmenhorst an diesem Mittwoch, 18.30 Uhr, auch eher einen geringen Stellenwert bei. „Was aber nicht heißen soll, dass wir auf den Platz gehen, um zu verlieren.“

Mit der Konzentration ist das nämlich so eine Sache. Besonders bei hohen Bällen waren die Krandel-Kicker in den ersten beiden Punktspielen äußerst anfällig. Vier der sechs Gegentore gegen Vorwärts Nordhorn (1:2) und VfL Oythe (1:4) resultierten aus Kopfbällen. „Was wir in Oythe fabriziert haben, war selten dämlich! Solche Gegentore darfst du in der Landesliga nicht kassieren – daraus müssen wir dringend lernen“, ärgert sich Bragula auch noch eine Woche später. Seinen Unmut ließ er die Spieler in den folgenden Übungseinheiten durchaus spüren: „Irgendwann ist auch mal gut mit streicheln. Wer kuscheln will, muss sich eine Katze kaufen!“ Dabei könnten seine Schützlinge von Glück sagen, dass es im Krandel kein Kopfballpendel gibt. „Sonst hätten sie sich intensiv damit beschäftigen dürfen.“

Aber auch beim SV Tur Abdin ist die Stimmung nicht viel besser. Die Crew von Trainer Stefan Keller wartet nach zwei Begegnungen in der Bezirksliga ebenfalls noch auf den ersten Punkt. Am vergangenen Sonntag erlebten die Delmenhorster ein 0:7-Debakel gegen den Heidmühler FC. „Abdin ist angepiekst und dürfte auf Wiedergutmachung aus sein. Was sie können, haben sie im Testspiel gegen uns gezeigt“, meint Bragula. Vor vier Wochen hatte sich sein Team durch ein Freistoßtor von Lennart Flege glücklich mit 1:0 behauptet.

Die frühe Anstoßzeit passt den Gästen so gar nicht Kram. „Das werden einige Spieler berufsbedingt nicht schaffen“, erläutert Bragula. Davon betroffen ist unter anderem Kevin Kari. Fehlen werden auch Torhüter Sebastian Pundsack, Mittelfeldmann Sascha Görke (beide Urlaub), der spielende Co-Trainer Sven Apostel (A-Lizenzlehrgang), Abwehrchef Lennart Flege (beruflich verhindert) und Angreifer Maximilian Seidel (Knöchelverletzung). Zudem sind Sascha Abraham und Sebastian Bröcker angeschlagen. Das Duo konnte am Montag nicht trainieren. Ihr Mitwirken ist unwahrscheinlich.

„Das ist ein Brett! Wir müssen sehen, was wir machen“, ächzt Bragula. Angesichts der zahlreichen Ausfälle wird er „eine Formation aufs Feld schicken, die so noch nie zusammengespielt hat und wohl auch nie wieder zusammen spielen wird“. Das biete aber auch denjenigen Akteuren, die bislang nicht so häufig zum Einsatz kamen, die Chance, sich zu zeigen.

Da die Regionalliga-Frauen des TV Jahn ab 19.30 Uhr im Delmenhorster Stadion ein Testspiel gegen den Zweitligisten SV Meppen bestreiten, wird das Pokalspiel auf einem Nebenplatz ausgetragen. „Und die sind traditionell nicht im allerbesten Zustand“, weiß Bragula. Während seine Mannschaft in der ersten Runde ein Freilos hatte, setzte sich Abdin mit 4:2 beim Bezirksliga-Rivalen VfL Stenum durch. Der Gewinner der Zweitrundenpartie hat am Mittwoch, 24. August, 18.15 Uhr, Heimrecht gegen den Landesligisten SV Atlas Delmenhorst. 

mar

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