Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen reduzieren ihre Gildefest-Aktivitäten

Fokus auf das Finale

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Schlüsselfigur: VfL-Abwehrchef Daniel Pasker.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. „Pingsten ward fiert!“ Das lassen sich auch die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen nicht nehmen. Allerdings werden die Krandel-Kicker ihre Gildefest-Aktivitäten in diesem Jahr deutlich reduzieren. Der Grund: das Saisonfinale am Freitag, 29. Mai, 19.15 Uhr, gegen den SV Atlas Delmenhorst.

„Das war eine unfassbar geile Saison, und wir wollen uns belohnen“, sagt Marcel Bragula. Die Mannschaft habe „zu hart und zu viel gearbeitet“, um Meistertitel und Landesliga-Aufstieg fahrlässig aus der Hand zu geben. Nach dem Training am Freitag werde er den Spielern ein schönes Wochenende und frohe Pfingsten wünschen: „Die Jungs sollen feiern, aber nicht so wie sonst. Das ist zwar bitter für uns Gildebrüder, aber wir können nicht vier, fünf Tage Party machen“, meint Bragula.

Aufgrund der Verletzungsgefahr muss der Gildecup morgen ohne VfL-Akteure auskommen. „Mit Ablauf des Sonntags sind die Feierlichkeiten für uns dann beendet“, erläutert Bragula. Dabei setzt er auf die Eigenverantwortung seiner Schützlinge: „Es ist mir zu blöd, irgendwelche Kontrollen zu machen. Außerdem habe ich ein Riesenvertrauen zu der Mannschaft. Die Jungs haben so einen guten Charakter, dass jeder weiß, was wichtig ist, um sich vorzubereiten.“

Am Pfingstmontag bitten Bragula und Co-Trainer Marco Elia zum Anschwitzen: „Ein kleiner Lauf oder ein bisschen Spinning und vielleicht ein Saunagang.“ Auch nach dem Ausmarsch am Dienstag wird trainiert – allerdings nicht im heimischen Krandel, der gesperrt ist. Die Haupteinheit folgt dann am Mittwoch, Donnerstag gibt es ein kurzes Abschlusstraining.

Bragula hofft, dass sich bis dahin auch die derzeit zwölf Namen umfassende Verletztenliste gelichtet hat. Denn von allen Akteuren, die mit Blessuren aus Abbehausen zurückgekehrt sind, konnte am Dienstag keiner trainieren. „Wir müssen die Zeit nutzen, um zu regenerieren. Fakt ist aber auch: Wer nächste Woche nicht trainieren kann, wird nicht spielen“, sagt Bragula. Deshalb holte er in dieser Woche bereits vorsichtshalber Mittelfeldspieler Yannis Brockmann, Flügelstürmer Andreas Kari und Verteidiger Pascal Hesselmann aus der Kreisliga-Mannschaft hinzu. „Aber es bleibt dabei: Es wird nicht gejammert – wir haben einen großen Kader“, bekräftigt der Übungsleiter.

Auf Rechenspiele will sich Bragula vor der Partie nicht einlassen. „Auf hätte, wenn und aber stehe ich nicht. Das ist alles Kokolores. Wir haben ein Finale – alles andere ist Schall und Rauch“, meint der 40-Jährige. Seiner Mannschaft, die einen Punkt mehr auf dem Konto hat als Verfolger Atlas, würde bereits ein Unentschieden zum Titelgewinn genügen. „Und wenn es am Ende nicht reicht, hat das nur einen Grund: Eine andere Mannschaft war besser. Punkt.“

Für den aktuellen Spitzenreiter spricht, dass er seit dem 2:1 gegen den VfL Oldenburg II am 23. November zu Hause kein Gegentor mehr kassiert und seit dem 2:4 gegen den TuS Obenstrohe am 12. Oktober kein Heimspiel mehr verloren hat. „Das ist unser Rasen und unser Stadion, und wir sind Tabellenführer“, gibt sich Bragula selbstbewusst.

Selbst wenn den Wildeshausern die Krönung verwehrt bliebe: „Man darf die Saison nicht an einem Spiel messen“, findet Bragula. Bereits jetzt habe sein Team genauso viele Zähler geholt, wie die „Übermannschaft“ Kickers Wahnbek im vergangen Jahr, nämlich 77. Vor allem die Rückrunde, in der der VfL nur beim Heidmühler FC Punkte einbüßte (0:0), sei überragend gewesen. Eine Schlüsselrolle schreibt Bragula seinem Abwehrchef Daniel Pasker zu. „Daniel ist für mich nicht aus der Mannschaft wegzudenken. Er ist nicht nur ein ganz toller Spieler, sondern hat auch eine Art Mutterfunktion und kümmert sich neben dem Platz um ganz viele Dinge.“ Wäre Pasker in der Hinrunde wegen Knieproblemen nicht lange ausgefallen, „würden wir jetzt nicht über ein Endspiel reden“, ist sich Bragula sicher.

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