Mit Schneider zum Pokalspiel nach Brake / Müller-Rautenberg fällt lange aus

Baustelle Viererkette

Erneut gefordert: VfL-Youngster Mika Ostendorf wird auch im Bezirkspokalspiel beim SV Brake im Abwehrzentrum gebraucht. Foto: Büttner

Wildeshausen – Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen hat den 3:1-Erfolg über Mitaufsteiger SV Union Lohne teuer bezahlt. Wie bereits befürchtet, hat sich Steven Müller-Rautenberg einen doppelten Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen und wird den Krandel-Kickern sechs bis acht Wochen fehlen. Damit verpasst der 26-Jährige auch die Drittrundenpartie im Bezirkspokal beim Titelverteidiger SV Brake (Mittwoch, 19.30 Uhr).

„Das ist eine ganz bittere Pille! Besonders für ,Stevo‘ tut es mir leid“, ächzt VfL-Coach Marcel Bragula. Er hatte den Neuzugang vom Oberligisten SV Atlas Delmenhorst nach nur zwei gemeinsamen Trainingseinheiten sofort in die Startformation beordert. Müller-Rautenberg habe vom ersten Moment darauf gebrannt, der Mannschaft zu helfen. „Er war sofort integriert und hat auf der rechten Seite eine auffällige erste Halbzeit gespielt – und dann kommt so ein unnötiges Foul“, ärgert sich Bragula über das harte Einsteigen des Lohner Verursachers.

Doch auch Müller-Rautenbergs Ausfall steckte die Wittekind-Crew weg. Wie schon das Fehlen von Abwehrchef Marius Krumland, Linksverteidiger Lukas Schneider und Flügelflitzer Robin Ramke. Kurzfristig hatten noch zwei weitere Akteure passen müssen: Mittelfeldabräumer Alexander Kupka hatte im Abschlusstraining einen Schlag aufs Knie bekommen. Angreifer Lennart Feldhus litt unter einem fiebrigen Infekt. Dafür sprangen andere in die Bresche: Innenverteidiger Mika Ostendorf feierte eine gelungene Punktspielpremiere im Herrenbereich, Christoph Stolle überzeugte in seiner ersten Landesliga-Partie als Sechser genauso wie Niklas Heinrich bei seinem ersten Saisoneinsatz als Rechtsverteidiger.

Auch im Braker Poligrasstadion müssen Bragula und sein Co-Trainer Patrick Meyer wieder einige Leistungsträger ersetzen. Müller-Rautenberg und Sebastian Bröcker sind verletzt. Jan Lehmkuhl und Thorben Schütte müssen arbeiten. Krumland, Ramke und René Tramitzke fehlen aus privaten Gründen. Ob Kupka mitwirken kann, entscheidet sich kurzfristig. Rechtsverteidiger Alexander Dreher, der gegen Union Lohne links aushalf, möchte Bragula wegen Fußproblemen schonen. Immerhin sind Feldhus und Schneider wieder dabei. Größte Baustelle ist erneut die Viererkette. „Trotzdem gab es schon Zeiten, dass ich in solchen Situationen unruhiger geschlafen habe“, sieht Bragula „keinen Grund zu klagen“.

Dafür ärgerte sich der 45-Jährige, dass Pokalgegner Brake nicht bereit war, die Partie zu verlegen. „Wir handhaben so etwas anders, wenn ein anderer Verein anfragt, der nur zwei Tage später ein Punktspiel hat“, knurrt Bragula. Denn während sein Team bereits am Freitag, 30. August, 19.30 Uhr, in der Landesliga beim BV Cloppenburg antreten muss, ist der SV Brake in der Bezirksliga an diesem Wochenende spielfrei.

Nach dem Abstieg aus der Landesliga hatte der SV Brake im Sommer viel Qualität eingebüßt. Unter anderem verließen Daniel Luckyman, Enes Acarbay (beide TSV Ottersberg), Bastian Asmus, Marius-Sean Harenberg, Mathes Rakow, Frederik Voltmann (alle GVO Oldenburg), Nico Westphal (1. FC Nordenham), Jan-Niklas Wiese (SV Atlas Delmenhorst) und Christopher Nickel (FC Rastede) den Club aus der Wesermarsch. Kompensiert wurden die Abgänge vorwiegend mit jungen Akteuren aus dem eigenen Nachwuchs.

Der Start unter dem neuen Coach Mario Lück verlief eher schleppend. Zum Auftakt setzte es Niederlagen gegen Titelanwärter GVO Oldenburg (0:3) und bei Neuling TuS Heidkrug (1:3). Doch dann setzten die Braker mit den Heimsiegen gegen den SV Tur Abdin (4:2) und den VfL Stenum (6:2 nach 0:2-Rückstand) zwei Ausrufezeichen. „Ihre aktuelle Form scheint nicht so schlecht zu sein. Auf Kunstrasen wird das eine sportliche Aufgabe“, meint Bragula.  mar

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