Sportgerichtsvorsitzender sieht „keinen Ermessensspielraum“

Bartsch weist Einspruch des TuS Heidkrug ab

Wildeshausen - DELMENHORST · Der TuS Heidkrug ist mit sämtlichen Einsprüchen und Anrufungen beim Bezirkssportgericht des Fußballbezirks Weser-Ems abgeblitzt. „Dieser Entscheidung müssen wir uns wohl fügen“, meinte die Vereinsvorsitzende Marion Grotheer zähneknirschend.

Im Einzelrichterverfahren hatte der Sportgerichtsvorsitzende Peter Bartsch (Emden) zunächst Heidkrugs Einspruch gegen die ergänzende Ausschreibung für die Relegationsrunde zur Ermittlung eines weiteren Bezirksliga-Aufsteigers abgelehnt. Anschließend wies der Rechtsanwalt mit seinen Beisitzern Johannes Wübker (Damme) und Wolfgang Burghardt (Osnabrück) auch Heidkrugs Protest gegen die Umwertung des Relegationsheimspiels gegen den SV Ofenerdiek und die Abschlusstabelle der Aufstiegsrunde ab.

Rückblende: Als Vizemeister der Kreisliga VI hatte der TuS Heidkrug im Juni mit dem STV Voslapp (Vizemeister Kreisliga IV) und dem SV Ofenerdiek (Vizemeister Kreisliga V) um einen freien Platz in der Bezirksliga II gespielt. Nachdem der STV Voslapp zum Auftakt mit 1:0 gegen den SV Ofenerdiek gewonnen hatte, besiegte der TuS Heidkrug anschließend den SV Ofenerdiek mit 5:0. Allerdings wechselte Heidkrug in der 89. Minute beim Stand von 4:0 zum vierten Mal aus – erlaubt waren laut Ausschreibung aber nur drei Wechsel.

Der TuS Heidkrug habe die Ausschreibung „bei vollem Erklärungsbewusstsein“ unterschrieben und damit anerkannt, erläuterte Peter Bartsch. Deshalb habe Staffelleiter Klaus Sabisch (Wilhelmshaven) die Partie zwingend in ein 0:5 umwerten müssen. Heidkrugs Regelverstoß sei auch nicht dem Schiedsrichter anzulasten. Eine Neuansetzung der Partie kam ebenso wenig infrage wie eine Wertung mit 4:0 zum Zeitpunkt der unerlaubten vierten Auswechslung.

Durch die Umwertung kletterte der SV Ofenerdiek auf Rang eins in der Abschlusstabelle. Allerdings verzichtete der Verein auf den Aufstieg in die Bezirksliga. Davon profitierte der zweitplatzierte STV Voslapp, den der TuS Heidkrug mit 2:1 bezwungen hatte. „Das ist im Ergebnis tragisch für Heidkrug, aber da gibt es keinen Ermessensspielraum“, meinte Bartsch.

Gegen das Urteil kann der TuS Heidkrug innerhalb von sieben Tagen nach der Zustellung Einspruch beim Verbandssportgericht einlegen. Doch dazu werde es höchstwahrscheinlich nicht kommen, erklärte die Vereinsvorsitzende Marion Grotheer gestern auf Nachfrage: „Das bringt uns nicht weiter. Außerdem wollen wir die Spielplanung nicht länger durcheinander wirbeln.“ Die Mannschaft sei anfangs verbittert gewesen, werde die Herausforderung in der Kreisliga unter dem neuen Trainer Holger Weber aber annehmen. · mar

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