HSG Harpstedt/Wildeshausen gewinnt Regionsoberliga-Derby mit 33:29

Bartels überrascht Neerstedt mit offensiver Deckung

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Trotz ihrer neun Treffer konnte Anneke Lüschen (M.) Neerstedts Niederlage nicht verhindern. ·

Neerstedt - Von Harald KellmannDas Derby zwischen den Regionsoberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt II und der HSG Harpstedt/Wildeshausen hatte sich das Prädikat „Spitzenspiel“ redlich verdient. Vor mehr als 100 Zuschauern bekämpften sich beide Teams mit offenem Visier und lieferten sich einen rasanten Schlagabtausch, den die Gäste letztlich verdient mit 33:29 (18:13) gewannen.

Die Schützlinge von HSG-Trainer Michael Bartels waren sofort auf der Höhe und landeten einen Start-Ziel-Sieg. Nur beim 3:3 und 4:4 (10.) ließen die Gäste zwei Mal den Ausgleich zu. Mit ihrer 3:2:1-Abwehr überraschten sie den Tabellenführer offensichtlich, denn das Team von Trainer Stephan Große-Knetter fand nur ansatzweise Lösungsmöglichkeiten gegen diese Variante. „Meine Mannschaft kam mit der offensiven Abwehr überhaupt nicht klar und hat zu viele Fehler fabriziert“, sagte Stephan Große-Knetter

Bereits nach einer Viertelstunde schied Neerstedts Spielmacherin Melanie Ahrens verletzungsbedingt aus. „Ihren Ausfall konnten wir nicht kompensieren“, meinte Stephan Große-Knetter. Denn damit fehlte ihm bereits die zweite Schlüsselspielerin, nachdem sich Torfrau Meike Meyenburg kurzfristig krank abgemeldet hatte.

Dass der Spitzenreiter die Partie trotzdem bis zum 11:13 (23.) ausgeglichen gestalten konnte, war auch das Verdienst von Anneke Lüschen. Die „Leihgabe“ aus der Landesliga-Mannschaft durfte dank ihres Doppelspielrechts mitwirken und erzielte insgesamt neun Treffer, darunter vier Siebenmeter.

Durch einen Hattrick von Wibke Wolter führte die HSG erstmals mit fünf Toren Unterschied – 16:11 (27.). Diesen Vorsprung nahm der nach Minuspunkten führende Tabellendritte auch mit in die Kabine.

Die zweite Halbzeit lief dann unter dem Titel „Eine gegen alle“. Die von ihrem Kreuzbandriss genesene Neerstedterin Sarah Schwarz erzielte elf (!) ihrer insgesamt 13 Treffer nach Wiederanpfiff. Aber näher heranführen konnte die 23-Jährige ihr Team zunächst nicht. Die HSG Harpstedt/Wildeshausen hielt mit mannschaftlicher Geschlossenheit dagegen. Die Gäste hatten in Rückraumspielerin Anna Görke (6), Kreisläuferin Ann Christin Lammers (4) sowie den beiden Linksaußen Nadine Wagner und Vanessa Kniffki (5) ihre besten Werferinnen.

Beim 27:22 (53.) schien die HSG auf der sicheren Seite zu sein. Doch beim 27:29 (57.) ließ Schwarze die Knie der Bartels-Crew nochmals weich werden. Spätestens nach dem 32:28 (59.) durch Vanessa Kniffki war der Drops aber endgültig gelutscht.

„Ich bin mit gemischten Gefühlen angereist. Meiner Mannschaft gebührt ein großes Lob für ihren Einsatz und das konzentrierte Spiel“, freute sich HSG-Trainer Michael Bartels nach dem wichtigen Sieg.

TV Neerstedt II: Eilers, Martens - Schwarz (13/3), Hammann (1), Lasrich, Pelz, Jüchter (2), Bausch, Mutke (3), Melanie Ahrens, Schulze (1), Anneke Lüschen (9/4), Kröger, Heltriegel.

HSG Harpstedt/Wildeshausen: Kuper, Schröder - Jakowski (2), Lammers (4), Görke (6/2), Kniffki (5), Abeln (1), Wagner (6/2), Alfken, Bartels, Wolter (4), Seemann, Wachsmann (1), Oehlerking (4).

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