Baake freut sich auf den Krandel

VfL Wildeshausen und VfL Stenum gehen punktgleich ins Landkreisderby

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Voller Körpereinsatz: Stenums Trainer Thomas Baake ist an der Seitenlinie immer engagiert bei der Sache. 

Wildeshausen - Thomas Baake ist die Vorfreude anzumerken. Am Sonntag, 15 Uhr, gastiert er als Trainer mit dem VfL Stenum in der Fußball-Bezirksliga beim VfL Wildeshausen, jenem Verein, bei dem Baake während seiner aktiven Laufbahn seine ersten drei Herrenjahre verbracht hat. „Das war eine ganz tolle Zeit. Deshalb freue ich mich immer, wenn ich wieder einmal ins Krandelstadion zurückkomme“, schwärmt Baake.

Als Jugendlicher hatte Baake beim TuS Hasbergen die Aufmerksamkeit anderer Vereine geweckt. Auch Ottmar Jöckel wollte den Offensivmann unbedingt haben und schaffte es schließlich, ihn in die Kreisstadt zu locken. Der VfL-Fußballabteilungsleiter sei so etwas wie ein „Ziehvater“ für ihn, erzählt der 49-Jährige: „Ich verbinde ganz viele tolle Sachen mit ihm und freue mich ihn zu treffen.“ Gleiches gelte für seine alten Mitspieler wie Volker Schröder und Peter Görke.

Auch wenn ihn die Zeit im Krandel „ein Stück weit geformt“ hat, ist Baake mittlerweile Stenumer durch und durch. Seit 1992 hat er seine sportliche Heimat am Kirchweg, zunächst als Spieler, inzwischen als Trainer. Seit 2013 ist er für die erste Herrenmannschaft verantwortlich. In der Saison 2014/2015 führte der Delmenhorster sein Team zur Kreisliga-Meisterschaft und zum Kreispokalsieg. Anschließend etablierte er seine Crew in der Bezirksliga zu einer festen Größe.

Nach zwei fünften Plätzen lief der VfL Stenum in der vergangenen Spielzeit nur auf Rang zehn ein. „Das war der Hinrunde geschuldet. Wir haben viele 1:0-Spiele aus der Hand gegeben und hatten Unruhe in der Mannschaft“, erläutert Baake. Die zweite Halbserie lief besser. „Am Ende waren wir nur fünf Punkte von Platz fünf entfernt, deshalb bin ich mit der letzten Saison nicht unzufrieden“, meint der Übungsleiter.

Auch der Start in die laufende Spielzeit gestaltete sich nicht wirklich rund. In den ersten sechs Partien hielten sich Siege und Niederlagen die Waage (je drei). „Wir hatten viele Urlauber und Verletzte. Deshalb konnten wir nie mit derselben Mannschaft spielen. Vor allem den Defensivverbund mussten wir ständig verändern“, begründet Baake. Tatsächlich setzte er in dieser Saison bereits 29 (!) verschiedene Akteure ein. Trotzdem ist der VfL Stenum inzwischen Tabellendritter. „Das zeigt mir, dass wir gut aufgestellt sind“, meint Baake. Aus den jüngsten fünf Begegnungen holte seine Mannschaft satte 13 Zähler und ist nun punktgleich mit dem zweitplatzierten VfL Wildeshausen (beide 22). Allerdings hat Stenum bereits zwei Partien mehr absolviert.

Das Landkreisderby ist somit auch ein echtes Spitzenspiel. „Das haben wir uns hart erarbeitet“, findet Baake. Aufgrund der jüngsten Erfolgserlebnisse werden seine „Jungs mit breiter Brust“ im Krandel auflaufen. Er hofft aber, dass sie dennoch einen kühlen Kopf bewahren. „Beide Mannschaften haben großen Respekt voreinander“, weiß Baake. Das bestätigt auch sein Wildeshauser Trainerkollege Marcel Bragula, mit dem er einen regen Austausch pflegt. „Deshalb werden die Tagesform und Kleinigkeiten entscheiden“, ist Bragula überzeugt.

Stenums großer Kader mache die Spielvorbereitung nicht einfach, erklärt Bragula: „Man weiß nie, wer aufläuft.“ Erschwerend komme hinzu, dass in den letzten Trainingseinheiten der Krandel-Kicker durchaus Luft nach oben war. „Das heißt aber nicht, dass wir schlecht drauf sind“, betont Bragula. Ihm werden wahrscheinlich sieben Akteure fehlen, darunter die verletzten Philipp Finger (Armbruch) und Jannik Wallner (Fersensporn). Zwar hat Christopher Kant seine Innenbanddehnung im Knie überwunden – allerdings wird der Angreifer in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen. Thomas Baake muss lediglich auf Torben Würdemann verzichten. Der Innenverteidiger hatte sich am vergangenen Sonntag beim 3:0 über Eintracht Wiefelstede den linken Oberschenkel gezerrt. 

mar

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