B-Jugend: Harpstedt besiegelt mit 5:1-Erfolg Wildeshausens Abstieg

Barenbrügge erstickt VfL-Hoffnung im Keim

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Niklas-Marvin Fortmann war von den Wildeshausern nicht aufzuhalten. Der Offensivmann der SG DHI Harpstedt überzeugte mit seiner Dribbelstärke, hatte zudem immer das Auge für die richtigen Pässe – und diese kamen an.

Wildeshausen - Wildeshausens Shqipron Stublla hatte gerade zum 1:3 getroffen, holte schnurstracks den Ball aus dem Netz, während sein Trainer Martin Stendal Morgenluft witterte. „Jetzt noch mal, Männer“, schallte es über den Krandel während des Bezirksliga-Derbys der B-Junioren. Kurzzeitig glaubten die Wildeshauser daran, das Unmögliche wahr zu machen. Doch 60 Sekunden später zerstörte Harpstedts Matthes Barenbrügge mit dem 4:1 die Illusion. Am Ende wurde es ein 5:1 (3:0). Der VfL Wildeshausen ist abgestiegen, die SG DHI Harpstedt Vizemeister.

„Ich bin schwer enttäuscht von der ersten Halbzeit“, sagte VfL-Coach Stendal nach der Partie: „Was haben die Jungs nicht alles erzählt: ‚Wir wollen uns den Arsch aufreißen‘, hieß es. Davon habe ich gar nichts gesehen.“ Auch sein Gegenüber, SG-Trainer Michael Würdemann, war etwas verdutzt ob der Harmlosigkeit der Gastgeber. „Ich dachte, wir hätten die Wildeshauser vor dem Spiel etwas gereizt, so dass sie angestachelt in die Partie gehen würden. Aber sie haben sich ja nicht wirklich gewehrt.“

Tatsächlich waren es die Harpstedter, die von Beginn an den Taktstock schwangen. Den ersten Warnschuss auf das VfL-Tor gab SG-Kapitän Merlin Janowsky nach zehn Minuten ab, doch der Ball flog links vorbei. Nach einer Ecke köpfte Hannes Neuhaus (14.) rechts vorbei, bevor es der äußerst auffällige Niklas-Marvin Fortmann besser machte – 1:0 (16.).

Bei den Wildeshausern wollte nichts klappen, die Fehlpassquote war extrem hoch, die Harpstedter verstanden es dagegen, das Spiel auch mal langsam zu machen, sich geduldig die Kugel zuzuschieben und auf Lücken in der Wildeshauser Defensive zu warten. So auch in der 24. Minute: Jan Taute tankte sich in den VfL-Strafraum durch, bevor Kevin Strumpski per Grätsche dazwischenging. Doch der Ball fiel Jonas Pleus vor die Füße – und der SG-Torjäger fackelte nicht lange, nagelte die Kugel mit voller Wucht zum 2:0 in den Winkel.

Nur 60 Sekunden später hätte Stublla es noch einmal richtig spannend machen können. Er ließ Verteidiger Matthias Ellermann mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen, doch der anschließende Schuss mit rechts rauschte knapp am linken Pfosten vorbei. „Den muss er einfach machen“, sagte Stendal nach der Begegnung: „Dann sieht das Ding hier nämlich wieder ganz anders aus.“

Stattdessen erhöhten die Gäste aus Harpstedt in der 33. Minute per verwandeltem Foulelfmeter von Pleus auf 3:0. Zuvor soll Wildeshausens Danny Dhaliwal Harpstedts Goalgetter am Trikot gezogen haben.

Die Gäste schalteten danach einen Gang herunter, verwalteten die Führung. Nach der Pause vergaben Fortmann (50.) und Pleus (54.) Chancen auf das 4:0, bevor Stublla nach einem Doppelpass mit Fabian Hasenbeck das 1:3 (66.) gelang. Doch die Harpstedter ließen wieder ihre Muskeln spielen, entschieden durch den Doppelpack von Barenbrügge (67.) und Janowsky (69.) die Begegnung vor etwa 250 Zuschauern.

„Entscheidend für unseren Abstieg war die fehlende Einstellung im vergangenen Vierteljahr“, sagte Stendal: „Es tut mir leid für die Jungs, die jetzt hochkommen. So wie zum Beispiel Leon Hoppe oder Jonas Wilk. Hätten alle so eine Einstellung gehabt, wie diese beiden heute, dann hätten wir in dieser Saison ganz sicher den Abstieg verhindert.“

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