Aufsteiger unterliegt Spitzenreiter HSG Varel-Friesland klar mit 23:35

HSG-Abwehr ist „löchrig wie ein Schweizer Käse“

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Sarah Oehlerking (am Ball) war beim 23:35 gegen die HSG Varel-Friesland mit fünf Treffern die erfolgreichste Werferin der HSG Harpstedt/Wildeshausen.

Wildeshausen - Schöne Bescherung! Die Weser-Ems-Liga-Handballerinnen der HSG Harpstedt/Wildeshausen sind in ihrem letzten Spiel vor der Weihnachtspause gehörig abgewatscht worden. Tabellenführer HSG Varel-Friesland nutzte die Unzulänglichkeiten des Aufsteigers zu einem 35:23 (18:10)-Erfolg.

„Man muss nicht in dieser Höhe verlieren“, ärgerte sich Trainer Udo Steinberg über die Deutlichkeit der Niederlage. Vor allem mit der Abwehrleistung seiner Crew war er diesmal überhaupt nicht zufrieden: „Die Deckung war löchrig wie ein Schweizer Käse – daran müssen wir arbeiten, arbeiten, arbeiten!“ Die Spielerinnen dürften also wissen, was ihnen bis zur nächsten Partie beim Vorletzten SC Ihrhove 07 am 10. Januar im Training blüht.

Gegen den Spitzenreiter stimmte bei den Gastgeberinnen von Beginn an die Zuordnung nicht. Besonders Varels Halblinke, Melanie Coquille, durfte nach Belieben schalten und walten. Doch nach dem 0:3 (7.) fuchste sich der Neuling langsam in die Partie und kam bis auf 5:6 heran (16.). „Bis dahin hatten wir allerdings schon drei Siebenmeter verworfen. Der Gegner war ohnehin leicht verunsichert, weil wir uns nicht abschütteln lassen haben“, trauerte Udo Steinberg der verpassten Führung nach. Stattdessen kam seiner Sieben durch mehrere personelle Wechsel die Abstimmung abhanden – das nutzte Varel, um auf 11:5 davonzuziehen (21.).

Aus der geplanten Aufholjagd nach dem Seitenwechsel wurde nichts. Im Gegenteil: Die Gastgeberinnen gerieten sogar noch weiter ins Hintertreffen. Beim 11:22 (35.) war die Partie entschieden. „Wir haben nur noch reagiert, wenn es eigentlich schon zu spät war“, monierte Steinberg. Mit 7:15 Zählern ist sein Team Tabellenelfter, hätte aber auch schon zwei bis fünf Pluspunkte mehr auf dem Konto haben können.

mar

HSG Harpstedt/Wildeshausen: N. Schröder, M. Krieger - Wachsmann (4), Görke (2), Meyer-Ebrecht, Wolter, Oehlerking (5), von Brackel, F. Schröder (3/1), Idel (1), Schaper (4/1), Siemer (3), Wilker (1), Brockmann.

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