Aufsteiger TV Dötlingen bietet dem Favoriten ordentlich Paroli

VfL Stenum bringt Pospichs 1:0 diesmal über die Zeit

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Stenums Torschütze Christoph Pospich (vorne) behauptet sich gegen die Dötlinger Joole Bredehöft (links) und Julian Eilers.

Stenum - Von Sven Marquart. Leiden die Kreisliga-Fußballer des VfL Stenum an einer Art Beißhemmung? „Wenn man eine Mannschaft so lange am Leben lässt, dann spürt die das“, monierte Trainer Thomas Baake nach dem 1:0 (0:0) über den TV Dötlingen. Im Anschluss an den Führungstreffer hatten es die Stenumer erneut verpasst, die endgültige Entscheidung herbeizuführen.

Denn in der Vorwoche war es dem VfL ähnlich ergangen. Auch gegen den Harpstedter TB hatte Stenum ein 1:0 vorgelegt. „Aber wir machen einfach nicht den Deckel drauf“, erinnerte sich Thomas Baake nur ungern an die 1:3-Niederlage. Gestern kam seine Crew allerdings ungestraft davon.

Und im Endeffekt waren die Gastgeber auch genau dieses eine Tor besser, wie Georg Zimmermann zugeben musste. „Es ist zwar ärgerlich, wenn man alles gibt und so knapp bei einem Favoriten verliert, aber letztlich geht das Ergebnis in Ordnung“, meinte Dötlingens Coach.

Mehr als eine Stunde lang hatten sich beide Mannschaften weitgehend neutralisiert, als der eingewechselte Rouven Heidemann plötzlich allein auf Dötlingens Keeper Hendrik Schulz zulief, uneigennützig quer legte und Christoph Pospich keine Mühe hatte, zum 1:0 einzuschieben (68.). Anschließend hatten Heidemann (70./77.) und Pospich (79.) weitere Chancen, um alles klar zu machen. Doch die VfL-Angreifer ließen die Gäste im Spiel.

Bereits kurz nach dem Anpfiff hatte Bastian Morche nach Pass von Lukas Schwieters die große Gelegenheit zum Führungstreffer, aber der Ball sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld (3.). Unmittelbar vor dem 1:0 hatte Schwieters eine Flanke von Marten Michael an die Querlatte geköpft (67.).

Auf der anderen Seite kam der „stärkste Aufsteiger“ (Baake) zu zwei aussichtsreichen Kontermöglichkeiten, die Roman Seibel jedoch verbaselte. Gerrit Schüler (19./41.) und Sebastian Bröcker (64./Außenpfosten) hatten ebenfalls kein Schussglück.

„In der ersten Halbzeit hat meine Mannschaft versucht, das nur spielerisch und mit halben Tempo zu lösen. In der zweiten Hälfte haben die Jungs verstanden und den Kampf angenommen“, freute sich Baake über den „Arbeitssieg“.

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