Aufsteiger biegt gegen MTV Aurich einen Fünf-Tore-Rückstand noch um

Miriam Wachsmann sichert HSG einen Punkt – 29:29

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Mit neun Treffern beste HSG-Werferin: Inken Schaper (vorne).

Wildeshausen - War das Glas für die Weser-Ems-Liga-Handballerinnen der HSG Harpstedt/Wildeshausen nun halbvoll oder doch halbleer? Auch mit etwas Abstand war Trainer Udo Steinberg bei dieser Frage zwiegespalten. Das 29:29 (17:13) gegen den MTV Aurich ließ jedenfalls beide Interpretationsmöglichkeiten zu.

Im Vergleich zur 20:21-Pleite beim SV SF Larrelt, als die HSG in der ersten Hälfte lediglich drei Treffer erzielte, präsentierte sich der Aufsteiger im Abschluss deutlich verbessert. „Im Angriff kann man nicht meckern – gegen eine 6:0-Abwehr sind 29 Tore in Ordnung“, meinte Udo Steinberg. Dafür fand er diesmal am Abwehrverhalten in Eins-gegen-eins-Situationen Anlass zur Kritik.

Die Gastgeberinnen begannen mit Miriam Wachsmann auf der Spitze einer 5:1-Deckung, die zudem offensiv auf den Halbpositionen heraustrat, um Aurich den Schwung zu nehmen. Das klappte bis zum 1:3 (5.) nicht besonders gut, wurde aber zunehmend besser. Allerdings bereitete Ute Zimmermann der HSG arge Probleme. Aurichs Halblinke zog immer wieder erfolgreich nach innen. Durch einige schöne Ballgewinnen konnten sich die Gastgeberinnen trotzdem bis auf 16:11 absetzen (27.).

An ihre gute Leistung vor der Pause konnte die Steinberg-Sieben nach Wiederbeginn exakt zwei Minuten anknüpfen. Dem 19:14 (32.) folgte ein 0:7-Lauf zum 19:21 (38.). Zwar antwortete die HSG mit dem 22:21 (45.), doch ein weiterer 7:1-Zwischenspurt der Ostfriesinnen brachte sie deutlich ins Hintertreffen (23:28/50.). Allein fünf Mal hatte Ute Zimmermann zugelangt.

„Da war das Ding eigentlich gegessen“, sagte Udo Steinberg. Doch nach dem 25:29 (52.) machte sein Team hinten die Schotten dicht und kam durch einen Tempogegenstoßtreffer von Miriam Wachsmann tatsächlich zum Ausgleich (58.). In der dramatischen Schlussphase musste die HSG bange Momente überstehen, nachdem sich Anna Görke und Katharina Abeln Zeitstrafen eingehandelt hatten. In doppelter Unterzahl hätte Hanike Meyer-Ebrecht wenige Sekunden vor Schluss sogar den Siegtreffer erzielen können, doch ihr Wurf verfehlte das Ziel.

mar

HSG Harpstedt/Wildeshausen: N. Schröder, Martinkowski - Wachsmann (6), Görke (1), Abeln (3), Wolter (3/1), von Brackel (2), F. Schröder (1), Idel (1), Schaper (9), Kracke, Neuhaus (2), Meyer-Ebrecht (1).

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