Faustballerinnen des Ahlhorner SV verteidigen in Kellinghusen den DM-Titel

Auf Imke Schröder ist erneut Verlass

Wieder jubelt der Ahlhorner SV: Der deutsche Feldmeister von 2019 hat seinen Titel in Kellinghusen verteidigt. Zum Team gehören Spielertrainerin Janna Köhrmann (v.l.), Julia Weber, Betreuer Benjamin Burfeind, Michaela Grzywatz, Nina Löschen, Felicia Gißler, Imke Schröder, Jordan Nadermann und Tokessa Köhler-Schwartjes.
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Wieder jubelt der Ahlhorner SV: Der deutsche Feldmeister von 2019 hat seinen Titel in Kellinghusen verteidigt. Zum Team gehören Spielertrainerin Janna Köhrmann (v.l.), Julia Weber, Betreuer Benjamin Burfeind, Michaela Grzywatz, Nina Löschen, Felicia Gißler, Imke Schröder, Jordan Nadermann und Tokessa Köhler-Schwartjes.

Ahlhorn – Sonntagnachmittag im schleswig-holsteinischen Kellinghusen. Der Rasen ist aufgeweicht. Im Finale der deutschen Meisterschaft haben die Faustballerinnen des Ahlhorner SV zwei Matchbälle. Nationalspielerin Sonja Pfrommer steht beim Gegner TSV Dennach für die Angabe bereit. Sie schlägt, der Ball fliegt – und trumpft hinter der Grundlinie auf: Aus! Am Ende des packenden Duells jubelt der Ahlhorner SV – wie schon im Vorjahr an gleicher Stelle – über den DM-Titel.

Dabei hatte Gegner Dennach vor Beginn des entscheidenden fünften Satzes eigentlich das Momentum auf seiner Seite gehabt, nach einer Ahlhorner 2:0-Satzführung, den 2:2-Ausgleich geschafft. Doch als es darauf ankam, war der ASV wieder zur Stelle – und konnte sich wie schon 2019 auf seine Angreiferin Imke Schröder verlassen.

Die ASV-Kapitänin hatte sich schon zu Beginn der Partie einen Schlagabtausch mit Sonja Pfrommer geliefert. Immer wieder fand sie mit ihren Angaben eine Lücke. Dazu stand die Defensive der Ahlhornerinnen sicher. Mit 11:8 und 12:10 sicherte sich der Titelverteidiger die ersten beiden Sätze. Als dann dunkle Wolken aufzogen und es kräftig zu regnen begann, schien das so sichere Ahlhorner Spiel etwas ins Schwimmen zu geraten. Mit 11:7 und 12:10 schaffte Dennach den Ausgleich. Doch im entscheidenden fünften Abschnitt war der ASV wieder auf der Höhe – allen voran Imke Schröder. „Imke hat eine unglaubliche Willenskraft“, lobte Spielertrainerin Janna Köhrmann ihre Schlagfrau. „Ich habe mich am Ende ganz bewusst für vier Abwehrspielerinnen entschieden, um sie noch einmal zu stärken und ihr die gesamte Verantwortung übertragen. Damit kommt sie super zurecht.“ Bis zum 8:8 konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Dann unterlief Dennach ein Eigenfehler, anschließend punktete Imke Schröder über die Grundlinie – und kurz darauf war Ahlhorn Meister.

Bereits im Halbfinale am Sonnabend hatten die Ahlhornerinnen über die volle Distanz gehen müssen. Gegen DM-Gastgeber VfL Kellinghusen erwischte der Nordmeister zwar den besseren Start in Satz eins (5:0), musste aber schnell den Ausgleich hinnehmen. Entscheidend im ersten Abschnitt war ein langer Ballwechsel beim Stand von 6:6: Imke Schröder punktete, und wenig später hieß es 11:7. Überhaupt nicht nach Plan lief es dann im zweiten Abschnitt. Nach dem 1:4 versuchte Janna Köhrmann mit den Einwechslungen von Nina Löschen und Julia Weber für neue Impulse im Angriff zu sorgen – ohne Erfolg (4:11).

In Satz drei schien die Partie dann wieder zugunsten des ASV zu kippen. Mit 11:6 holte sich der Titelverteidiger die erneute Satzführung. Auf der Siegerstraße befanden sich die Ahlhornerinnen aber noch nicht. In Durchgang vier gerieten sie wieder früh in Rückstand, mussten kurz darauf den erneuten Satzausgleich hinnehmen (5:11). Im Entscheidungssatz kam der ASV dann besser aus den Startlöchern. Über 6:3 und 9:7 kämpfte sich der Titelverteidiger in Richtung Finale. Imke Schröder holte mit einem Punkt über VfL-Angreiferin Jacqueline Böhmker drei Matchbälle – und verwandelte direkt den ersten. „Wichtig war, dass Imke im letzten Satz zu ihrem Spiel gefunden hat“, meinte Janna Köhrmann: „Wir haben in der Defensive sicherer gestanden, und Imke konnte die wichtigen Punkte machen.“

Trotz der großen Freude über den Titel richtete Janna Köhrmann den Blick schon in die Zukunft. „Wir haben einen Umbruch eingeleitet, der mit Spielerinnen wie Tokessa Köhler-Schwartjes und Jordan Nadermann langsam gestartet ist. Es ist mein Ziel, dass wir eine Mannschaft formen, die auch in Zukunft weiter beständig um die vorderen Plätze mitspielen kann. Und wenn ich auf unsere Jugend schaue, dann bin ich positiv gestimmt.“

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