Führung durch Schütte

Drei Tramitzke-Treffer beim 4:0 über den ESV Wilhelmshaven

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Wildeshausens Aushilfskeeper Lauren Riedel strahlte beim 4:0 über den ESV Wilhelmshaven trotz fehlender Spielpraxis Sicherheit aus.

Wildeshausen - Sebastian Pundsack privat verhindert, Felix Dittrich an der Schulter verletzt. „Da guckst du erstmal blöd, wenn deine beiden Torhüter ausfallen“, sagte Marcel Bragula. Doch der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen hatte in Lauren Riedel ja noch ein Ass im Ärmel.

Der 21-Jährige, der seit einiger Zeit in Hamburg studiert, absolvierte am Freitag das Abschlusstraining und stand im Auswärtsspiel beim ESV Wilhelmshaven dann auch zwischen den Pfosten. Der Aushilfskeeper war beim 4:0 (2:0)-Erfolg des Vizemeisters über den Aufsteiger kaum gefordert.

Zuletzt hatte Riedel in der vergangenen Saison beim 3:0-Erfolg beim WSC Frisia Wilhelmshaven am 20. August 2017 den Wildeshauser Kasten bewacht. Trotz der fehlenden Spielpraxis war der Schlussmann ein sicherer Rückhalt. „Lauren hat gut mitgespielt und Präsenz gezeigt“, lobte Bragula. Allerdings musste Riedel auch nur in einer Situation sein ganzes Können aufbieten: Bei einem Flachschuss tauchte er ab und sorgte mit seiner Parade dafür, dass bei den Krandel-Kickern im elften Saisonspiel hinten bereits zum siebten Mal die Null stand (70.).

Bei der sonntäglichen „Frühschicht“ an der Jade feierte der Tabellenzweite laut Bragula „die Wiedergeburt unseres Torjägers“. Aufgrund beruflicher Verpflichtungen hatte René Tramitzke zuletzt kaum trainieren können. Auch deswegen war der letztjährige Bezirksliga-Torschützenkönig in seinen ersten vier Einsätzen in der laufenden Serie leer ausgegangen. 

An der Güterstraße langte der Wildeshauser Sturmtank gleich dreimal zu. Zunächst hatte Tramitzke nach einer Maßflanke von Hauke Glück zum 2:0-Pausenstand eingeköpft (43.). Im zweiten Abschnitt erhöhte der 25-Jährige nach Vorarbeit seines Sturmpartners Maximilian Seidel und VfL-Kapitän Sascha Görke auf 3:0 (78.), ehe er mit einem Wembleytor aus elf Metern auf Vorlage von Sebastian Bröcker auch den 4:0-Endstand besorgte (89.).

Nicht nur wegen seiner drei Treffer war Tramitzke der gefeierte Mann. Bragula lobte zudem „Einsatz, Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten“ seines Angreifers. Selbst mit unfairen Mitteln ließ sich Tramitzke nicht stoppen: Beim Abwehrversuch traf Wilhelmshavens Magenthan Loganathan seinen Gegenspieler – wenn auch unabsichtlich – heftig im Gesicht. Schiedsrichter Alexander Levanov (TuS Obenstrohe) blieb nichts anderes übrig als dem ESV-Mittelfeldakteur die Rote Karte zu zeigen (70.).

Bragula und sein Co-Trainer Patrick Meyer hatten ihre Crew auf einen tiefstehenden Gegner vorbereitet und lagen damit goldrichtig. Dem aus einer 5-4-1-Formation agierenden Neuling setzten sie ein 4-4-2 entgegen. Nach ausgeglichenem Beginn brachte schließlich eine Standardsituation die Führung für die Gäste: Von links schickte Christoph Stolle einen Freistoß in den ESV-Strafraum, und der mit aufgerückte Innenverteidiger Thorben Schütte wuchtete den Ball per Kopf zum 1:0 in die Maschen (18.).

Aufgrund der schlechten Platzverhältnisse war an gepflegtes Kombinationsspiel der Marke Wildeshausen nicht zu denken. „Deshalb habe ich den Jungs gesagt, dass sie immer mindestens zwei Kontakte machen sollen, um den Ball sauber zu verarbeiten“, erläuterte Bragula. Die von ihm geforderten Flanken fanden im Angriffszentrum in Tramitzke oft einen dankbaren Abnehmer.

Kevin Kari, der aus elf Metern das Außennetz traf (27.), und Seidel, der aus acht Metern knapp über den Querbalken zielte (62.), hätten das Ergebnis noch deutlicher gestalten können. „Am Ende sind wir glücklich und zufrieden und genießen den restlichen Sonntag“, bilanzierte Bragula.

mar

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