Auch Mahalbasic spricht von Abschied

EWE Baskets Oldenburg könnte ein größerer Umbruch bevorstehen

Trainer Mladen Drijencic vom Basketball-Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg hält sich die linke Hand vor den Mund.
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Wie geht’s weiter? Trainer Mladen Drijencic steht mit den EWE Baskets Oldenburg wahrscheinlich vor einem größeren Umbruch. Die meisten Spielerverträge laufen aus.

Nach dem enttäuschenden Play-off-K.o. müssen die EWE Baskets Oldenburg ihren Kader dringend erneuern. Ein Top-Center spricht von Abschied. Ein Distanzschütze beendet sogar seine Karriere. Nur eine Vereinsikone imponiert immer wieder.

Oldenburg – Ein Rickey Paulding ist für die EWE Baskets Oldenburg zu wenig. Auch wenn die mittlerweile 38 Jahre alte Clublegende einmal mehr groß aufspielte und mit 25 Punkten überragte, war für den Basketball-Bundesligisten im Play-off-Viertelfinale Endstation. Das 88:96 bei ratiopharm Ulm bedeutete nicht nur das 1:3 in der Best-of-five-Serie, sondern ist sehr wahrscheinlich auch der Start eines Umbruchs. Bis auf den ewig jungen Paulding, Martin Breunig und Sebastian Herrera (jeweils bis 2022) laufen alle Spielerverträge im Sommer aus. Leistungsträger kündigten bereits ihren Abschied an.

„Schade, dass die vier Jahre in Oldenburg nun so enden müssen“, sagte Top-Center Rasid Mahalbasic nach Spielschluss bei MagentaSport. „Schauen wir mal, was die Zukunft bringt.“ Der Österreicher gehörte in der Vergangenheit zu den Säulen im Team von Trainer Mladen Drijencic und war vor allem durch seine Triple-Doubles bekannt, der zweistelligen Punkt-, Rebound- und Vorlagenanzahl in einer Partie.

In den Spielen gegen Ulm war der Hauptrundendritte zwar immer auf Augenhöhe. In drei von vier Partien hatte allerdings der Gegner am Ende einfach mehr Power. In Spiel vier entschied Ulm das vierte Viertel mit 30:21 für sich und zog somit frühzeitig ins Halbfinale ein. „Eine Serie, in der man alle 48 Stunden spielt, das gefällt nur den Zuschauern, glaube ich“, sagte Mahalbasic.

Mit dem coronabedingten Rhythmus (alle zwei Tage eine Partie) hatten die Baskets mehr Probleme als der Gegner. Was auch am hohen Altersschnitt der Huntestädter liegen könnte. Sechs Spieler im Kader haben die 30 bereits überschritten, bei Ulm waren es lediglich zwei Akteure. „Es hat wahrscheinlich ein bisschen Energie gefehlt“, sagte Coach Drijencic.

Die Oldenburger waren in der Vergangenheit immer dicht am Top-Duo Alba Berlin und Bayern München dran, scheiterten allerdings vor allem immer wieder am Hauptstadt-Club. 2018 war es im Viertelfinale denkbar knapp (2:3). Im Halbfinale (2019 und 2020) blieben die „Donnervögel“ dagegen ohne Sieg, wie auch im Pokalfinale 2020. In diesem Jahr hofften die EWE Baskets auf den großen Coup. Geschäftsführer Hermann Schüller bezeichnete die Mannschaft als „Winning Team“. In der regulären Saison überzeugte der Verein noch. In den Play-offs kam das Aus gegen formstarke Ulmer aber früh. Eine Erneuerung des Kaders steht daher bevor.

Nach sechs Jahren in Oldenburg kündigte Philipp Schwethelm (32) direkt nach Spielschluss sein Karriereende an. Der Distanzschütze wird mit seiner norwegischen Frau nach Oslo ziehen und dort neben semiprofessionellem Basketball in die freie Wirtschaft wechseln. „Ich habe Lust, mich in einem neuen Umfeld zu beweisen“, sagte der Ex-Nationalspieler. Für die Köln 99ers, die Eisbären Bremerhaven, den FC Bayern München, Ulm und die Baskets Oldenburg kam er auf insgesamt 516 Ligaspiele. „Basketball war mein Leben. Danke an Basketball-Deutschland“, sagte er zum Abschluss.  dpa

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