ASV auch im Derby ohne Johannes / Kreye bangt um Christian und Tobias Kläner

Neuefeind schiebt Brettorf die Favoritenrolle zu

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Die Brettorfer Christian (l.) und Tobias Kläner konnten am Dienstag nicht trainieren. Trotzdem rechnet Trainer Ralf Kreye mit ihrem Derby-Einsatz.

Ahlhorn/Brettorf - Vorhersagen sind eine äußerst knifflige Sache, wenn sich die Erstliga-Faustballer des Ahlhorner SV und des TV Brettorf im Derby gegenüber stehen. Meistens ist die Tagesform der entscheidende Faktor. Doch diesmal scheinen die Trümpfe klar verteilt, glaubt man Thomas Neuefeind. Trotz Heimvorteils schiebt der ASV-Coach dem Landkreisrivalen die Favoritenrolle zu (Freitag, 20 Uhr).

Die Begründung klingt plausibel: Bei Brettorfs 5:4-Erfolg im Hinspiel war Ahlhorn in Bestbesetzung. „Jetzt sind wir dezimiert“, verweist Neuefeind auf die Verletzung seines Schlagmannes Christoph Johannes (Bänderriss). Zu allem Überfluss quält sich nun auch noch dessen Vertreter Arne Grotelüschen mit Achillessehenbeschwerden herum. „Arne hat am Mittwoch trainiert, aber das sah nicht rund aus. Dennoch wird er es probieren“, berichtet Neuefeind. Abhängig von der eigenen Angabe und dem Zuspiel, sieht er seine Crew aber „nicht chancenlos“. Zumal Co-Trainer Nils-Christoffer Carl diesmal wieder das Trikot überstreifen wird.

Ohne Johannes sei das Derby „nicht so wie man sich das wünscht“, meint Ralf Kreye. Brettorfs Trainer erwartet in der Halle Am Lemsen dennoch einen „heißen Tanz“. Der ASV sei immer für eine Überraschung gut: „Die werden mit allen Mitteln versuchen, uns ein Bein zu stellen.“ Ahlhorn dürfte nach der Pleite im Hinspiel, als Brettorf einen 1:3-Satzrückstand umbog, auf Revanche brennen. „Damals hatten wir das bessere Nervenkostüm und die bessere Kondition“, erinnert sich Kreye.

Auch er ist diesmal nicht sorgenfrei: Schlagmann Tobias Kläner musste das Training am Dienstag wegen einer heftigen Erkältung ebenso sausen lassen wie Kapitän Christian Kläner, der am vergangenen Wochenende mit Knieproblemen aus Hagen zurückgekehrt ist. „Bei Christian mache ich mir mehr Sorgen – aber ich denke, beide werden heiß sein“, erklärt Kreye.

Während der Tabellendritte Ahlhorn nach dem Derby die Beine hochlegen kann, müssen die Brettorfer an diesem Wochenende noch ein zweites Mal ran: Der Tabellenzweite empfängt am Sonntag, 11 Uhr, die Berliner TS. Zwar gewann Brettorf das Hinspiel souverän mit 5:0, doch der Aufsteiger aus der Hauptstadt stemmt sich noch mit aller Macht gegen den drohenden Abstieg.

mar

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