Wildeshauser hat beim Fußball-Regionalligisten bereits frühzeitig verlängert

SV Atlas Delmenhorst und Tom Schmidt – das passt!

Tom Schmidt vom Regionalligisten SV Atlas Delmenhorst 
fokussiert sich auf den Ball und setzt nach.
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Für ihn stimmt es beim SV Atlas Delmenhorst einfach: Der gebürtige Wildeshauser Tom Schmidt (M.) hat seinen Vertrag beim Fußball-Regionalligisten bereits im vergangenen Jahr bis 2022 verlängert.

Delmenhorst – Chancen waren da. Wieder mal. Doch auch im Viertelfinale des Niedersachsenpokals gegen den Drittligisten SV Meppen schafften es die Regionalliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst trotz einer Reihe guter Einschussmöglichkeiten nicht, das Runde im Eckigen unterzubringen. So stand unterm Strich eine deutlich erscheinende 0:3-Niederlage. „Wir müssen einfach die Tore machen, sonst kannst du die Spiele nicht gewinnen“, haderte Tom Schmidt nach der Partie. Der Mittelfeldmann war eine Viertelstunde vor Schluss für Angreifer Dimitrios Ferfelis eingewechselt worden.

Zu diesem Zeitpunkt führten die Emsländer bereits mit 2:0. „Es hat trotzdem Spaß gemacht“, meint Schmidt. Denn auf diesen Moment mussten der gebürtige Wildeshauser und seine Teamkollegen lange warten: Ihr bis dato letztes Pflichtspiel hatte die Crew von Atlas-Coach Key Riebau am 11. Oktober bestritten, vor fast sieben Monaten also. „Deshalb war es auch irgendwie surreal“, sagt Schmidt.

Nachdem der Spielbetrieb coronabedingt ausgesetzt worden war, durfte Atlas dank einer Sondergenehmigung der Stadt Delmenhorst seit Ende Februar immerhin wieder in Mannschaftsstärke trainieren. Im April gab es dann zwei Testspiele gegen die Regionalliga-Rivalen FC Oberneuland (1:0) und SSV Jeddeloh (1:2). Und nun eben das Pokalmatch – wenn auch ohne Zuschauer. „Ich finde es sehr, sehr gut, dass ein bisschen Normalität zurückkommt. Wenn es um etwas geht, hat man im Training gleich eine ganz andere Motivation“, sagt Schmidt. Deshalb sei es „ärgerlich, dass die Saison jetzt für uns vorbei ist“.

Durch die Annullierung der Regionalliga-Spielzeit bleibt Atlas, obwohl Tabellenletzter der Südstaffel, auch weiterhin Viertligist. „In der neuen Saison wollen wir dann wieder angreifen“, kündigt Schmidt an. Hinter den Kulissen haben die Vereinsverantwortlichen bereits personelle Weichen gestellt. Bereits im Februar hatten die Blau-Gelben die Verträge mit Chefcoach Riebau und Co-Trainer Malte Müller vorzeitig um zwei Jahre bis 2023 verlängert. In Kerem Sari ist auch schon die erste Neuverpflichtung unter Dach und Fach: Der 18 Jahre alte Innenverteidiger wechselt vom A-Junioren-Bundesligisten RW Essen nach Düsternort.

Auch sonst sieht der sportliche Leiter Bastian Fuhrken die Kaderplanung „auf einem guten Stand“, wozu auch die drei Winterneuzugänge Rico Sygo (Tor), Kristian Taag (Innenverteidigung) und Mattia Trianni (Angriff) beigetragen haben.

Zudem vermeldete Atlas nach dem Pokalaus mehrere Vertragsverlängerungen mit Spielern aus dem bisherigen Kader. So haben Kapitän Nick Köster, die Abwehrspieler Kristian Taag und Oliver Rauh, Mittelfeldmann Florian Stütz sowie Ersatzkeeper Niklas Max Göretzlehner jeweils für ein weiteres Jahr zugesagt. „Das sind für uns wichtige Verlängerungen. Besonders freut es mich, dass die Spieler sehr gerne beim SV Atlas verlängert haben und es ohne großes Pokern geklappt hat“, sagt Fuhrken.

Angreifer Marek Janssen sowie die Mittelfeldakteure Flodyn Baloki und Tom Schmidt hatten bereits Ende vergangenen Jahres neue Arbeitspapiere unterschrieben. „Ich fühle mich wohl bei Atlas. Da passt für mich alles. Deshalb gab es für mich gar keine andere Option. Die Verantwortlichen machen einen guten Job, und das wissen wir Spieler zu schätzen“, begründet Schmidt seine Unterschrift bis zum 30. Juni 2022. Er ist bereits seit Sommer 2018 im Verein.

Ebenfalls bis 2022 sind Verteidiger Philipp Eggersglüß, Mittelfeldspieler Olivér Schindler, die Torhüter Florian Urbainski und Rico Sygo sowie die Angreifer Emiljano Mjeshtri und Luca Liske an Atlas gebunden. Ihr Sturmkollege Dimitrios Ferfelis besitzt sogar einen Kontrakt bis 2023. „Wir wollen noch mit weiteren Spielern aus unserem Kader verlängern“, erklärt Fuhrken. Der Sportchef ist zuversichtlich, bereits sehr bald weitere Personalien bekannt geben zu können.

In dieser Woche wird beim SV Atlas noch trainiert. Für Donnerstag ist außerdem ein Testspiel gegen den westfälischen Oberligisten SC Paderborn II geplant. Anschließend ist Pause. „Ich denke, dass wir Mitte Juni mit der Vorbereitung starten werden“, sagt Schmidt. Der 22-Jährige brennt darauf, sich mit Atlas in der Regionalliga zu etablieren. „Wir haben im ersten Jahr nicht gut abgeschnitten und haben etwas nachzuholen“, betont er. Tatsächlich gewann Atlas keines der sieben absolvierten Punktspiele und erzielte lediglich fünf Treffer. „Wir wollen endlich unseren ersten Regionalliga-Sieg einfahren. Dafür müssen wir aber die Tore machen – dann können wir jeden in der Liga schlagen“, ist Schmidt überzeugt. Chancen dafür hatte der Aufsteiger schon während seiner Premierensaison zuhauf . . .

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