Dressur-Talent aus Prinzhöfte will mit neuem Pony an alte Erfolge anknüpfen

Antonia Busch-Kuffner blickt nach vorn

Ein Build der Vergangenheit: Antonia Busch-Kuffner mit Pony Double Diamond AK beim Bundeschampionat 2019.

Prinzhöfte – Sie bildeten im vergangenen Jahr ein Traum-Duo, doch nun haben sich ihre Wege getrennt: Antonia Busch-Kuffners Pony Daily Pleasure ist verkauft worden, das Dressurtalent kann fortan nicht mehr darauf reiten. Damit endet eine Erfolgsgeschichte, die ihren Höhepunkt mit der Teilnahme an den Europameisterschaften 2019 gefunden hatte. „Es war anders gedacht. Man kann schon sagen, dass uns Daily weggenommen wurde. Aber wir können es auch nachvollziehen. So ein Pony kann viel Geld einbringen“, versteht Silvia Busch-Kuffner, Antonias Mutter, durchaus die Entscheidung der Besitzerin.

Dennoch schmerzt der sportliche wie auch persönliche Verlust natürlich. So verabschiedete sich die Schülerin über die Social-Media-Plattform Instagram mit einem emotionalen Post von Daily Pleasure. Sie schrieb von einem Schock, bedankte sich aber vor allem für die außergewöhnlichen Erfolge. „Du (Daily Pleasure, d. Red.) hast mir Türen geöffnet, von denen ich nie gedacht hätte, dass es die für mich gibt“, teilte die Bundeskaderreiterin mit.

Und diese Türen sollen auch in diesem Jahr geöffnet bleiben. Denn so sehr der Verlust von Daily Pleasure schmerzen mag, den Blick richtet die Schülerin nach vorne. Warum auch nicht? Schließlich besitzt sie mit Kastanienhofs Cockney Cracker (Cookie) ein weiteres hochveranlagtes Pony. Tatsächlich steht Cookie Daily Pleasure qualitativ kaum in etwas nach – wie die vergangene Saison gezeigt hat: Der Hengst diente der deutschen Equipe etwa als Reservepferd bei der EM und lieferte bei Landesmeisterschaften eine ganz starke Leistung ab. In diesem Jahr gehört Antonia Busch-Kuffner nun allein mit ihm zum Bundeskader.

Potenzial besitzt das Pony zweifelsohne, woran es dagegen noch hapert, ist die Zuverlässigkeit. Manchmal gehen mit dem Hengst die Nerven durch, was in den filigranen Dressurprüfungen natürlich ein Problem darstellt. „Er ist jetzt aber auch gereift und verdient auf jeden Fall eine Chance. Man sollte ihn keinesfalls unterschätzen“, sagt Silvia Busch-Kuffner, die ihre Tochter trainiert. Ob die Schülerin mit dem Hengst letztlich an die großen Erfolge anknüpfen kann, steht in den Sternen. Sollte dies nicht gelingen, wäre es jedoch keineswegs ein Drama. „Es wird sicherlich spannend. Der Ponysport ist ja überhaupt spannend, es kommen immer viele neue Duos dazu“, sagt Silvia Busch-Kuffner. Mit ihrer Tochter testet sie aktuell selbst Nachwuchsponys und bildet diese aus. Möglichst viele der jungen Tiere sollen sich dabei natürlich für das Bundeschampionat – Deutschlands größter Pferdezuchtschau – qualifizieren.

Eventuell startet Antonia Busch-Kuffner in ihrem vorletzten Jahr in der Ponyaltersklasse auch mit einem Großpferd auf einem Turnier. „Wir probieren gerade ein bisschen aus und diskutieren über neue Projekte. Der Fokus liegt aber nicht darauf“, erzählt Mutter Silvia Busch-Kuffner. Erst einmal stehen ohnehin die ersten Turniere mit den Ponys auf dem Programm. Nach den Winterveranstaltungen geht es für die Schülerin und Cookie mit den Sichtungsturnieren zum Preis der Besten los. Dann wird sich zeigen, ob sie an ihre großen Erfolge anknüpfen kann.  nn

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