VfL Wildeshausen II benötigt für die nächste Saison einen neuen Trainer

Andree Höttges auf dem Absprung

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Am Saisonende ist Schluss: Nach nur einer Spielzeit wird Andree Höttges den Trainerposten beim VfL Wildeshausen II wieder räumen.

Wildeshausen – Es könnte kaum besser laufen. Mit zehn Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten KSV Hicretspor führt der VfL Wildeshausen II die Tabelle der 1. Fußball-Kreisklasse an. Das Polster zum VfL Stenum II auf Nichtaufstiegsplatz drei beträgt sogar schon 15 Zähler. Die Rückkehr in die Kreisliga steht zwei Jahre nach dem Abstieg unmittelbar bevor. Dennoch muss der Verein auf Trainersuche gehen. Erfolgscoach Andree Höttges wird seine Zelte nach nur einer Spielzeit im Krandel schon wieder abbrechen.

„Die Mannschaft hat sich wirklich gut entwickelt. Trotzdem habe ich mich dazu entschieden, dass ich mich umorientieren und höherklassig trainieren möchte“, erläutert Höttges. Er tendiere „in Richtung Bezirksliga“. Der 51-jährige Bankkaufmann hatte die Wildeshauser U 23 im vergangenen Sommer von Dirk Lenkeit übernommen, der sich zum SV GW Kleinenkneten verabschiedet hatte. Mit Disziplin und akribischer Arbeit formte der Bremer aus dem Vorjahresfünften im Handumdrehen einen Titelanwärter. In bislang 19 Spielen feierte die VfL-Reserve 17 Siege bei je einem Unentschieden und einer Niederlage. Mit dem Torverhältnis von 75:14 stellt der Spitzenreiter sowohl den treffsichersten Angriff als auch die stabilste Abwehr.

Wenn es denn mit dem Aufstieg klappen sollte, wovon auszugehen ist, sieht Höttges allerdings einige Unwägbarkeiten. „Die Planungen für die neue Saison werden nicht einfach“, meint er. Dabei spiele auch eine Rolle, ob die erste Mannschaft den Sprung in die Landesliga schafft und wie deren Kader aussehen wird.

VfL-Fußballabteilungsleiter Ottmar Jöckel kann Höttges’ Beweggründe „nachvollziehen“ und fahndet bereits mit Hochdruck nach einem neuen Übungsleiter. „Wir sprechen mit zwei, drei Leuten, die infrage kommen könnten. Ob das was wird, kann ich nicht sagen – das wäre Glaskugelgucken“, berichtet Jöckel. Dass die meisten Vereine und Trainer mit ihren Planungen bereits weit fortgeschritten sind, macht die Sache nicht einfacher. Der Neue müsse „Qualität mitbringen, wissen wie die Musik spielt und Ziele erreichen wollen“, zeichnet der VfL-Fußballboss das Anforderungsprofil: „In der Kreisliga zu bestehen ist nicht ohne.“

Doch zunächst hat der angepeilte Aufstieg absolute Priorität. „Es wäre Blödsinn, jemanden wie Andree geholt zu haben und dann alle Ziele über Bord zu werfen. Dafür hat Andree zu gute Arbeit geleistet“, erläutert Jöckel und betont: „Wir bedauern seinen Abgang.“ Für die Zukunft wünscht sich Jöckel bei der Zweiten wieder etwas mehr Kontinuität auf dem Trainerstuhl, nachdem Höttges und Lenkeit den Posten jeweils nur eine Saison innehatten. „Aber es muss auch passen“, sagt der Spartenchef.  mar

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