Colnrader Konter-Könige verschaffen sich mit 3:2 gute Ausgangsposition

André Sommerfeld setzt letzte Kraftreserven frei

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Kay-Simon Sommerfeld (l.) ersetzte ab Mitte der ersten Halbzeit Colnrades verletzten Kapitän Eike Westphale.

Colnrade - Von Sven Marquart. Konditionell liefen die Spieler des Fußball-Kreisligisten SC Colnrade „auf der letzten Rille“, wie es ihr Trainer Stefan Rohde formulierte.

Doch als André Sommerfeld unmittelbar vor dem Abpfiff der Siegtreffer zum 3:2 (1:1) gegen den TSV Ganderkesee gelang, mobilisierten seine Mitspieler die letzten Kraftreserven: Sie sprinteten los und begruben ihren Torjäger in einem Jubelknäuel.

Durch den glücklichen, aber nicht unverdienten Dreier haben die Colnrader vor dem Saisonfinale im Abstiegskampf fast alle Trümpfe in der Hand. Für Colnrades Kokurrenten TuS Hasbergen, der drei Punkte weniger auf dem Konto hat, spricht einzig und allein das bessere Torverhältnis.

„Kompliment an die Jungs – sie haben sich das erkämpft“, lobte Stefan Rohde seine Mannschaft. Er selbst hängte sich ebenfalls über 90 Minuten voll rein: Es schien, als wolle er sein Team lautstark dirigierend und permanent gestikulierend höchstpersönlich zum Klassenerhalt treiben.

Die Colnrader Konter-Könige erwischten einen Auftakt nach Maß: André Sommerfeld schickte seinen Sturmpartner Jörg Schliehe-Diecks steil, der im Strafraum unfair von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte André Sommerfeld sicher zum 1:0 (6.). Allerdings hatte die Führung nicht lange Bestand: Ein Freistoß von Apostolos Papakostas rauschte an Freund und Feind vorbei zum 1:1 (18.) ins Tor von Ole Grabowski, der sein Team danach mit mehreren tollen Paraden vor einem Pausenrückstand bewahrte.

Auch am 2:1, das Jörg Schliehe-Diecks nach einem – na, klar – typischen Colnrade-Konter erzielte (56.), hatten die Gastgeber nicht lange Freude. Als die SC-Abwehr ein Mal zu weit aufgerückt war, bestrafte Robin Ramke dieses Fehlverhalten mit dem 2:2 (66.).

Der Tabellenfünfzehnte war konditionell am Ende. Nachdem André Sommerfeld einen der wenigen Entlastungsangriffe verstolpert hatte (81.), schlenzte der 24-Jährige den Ball in der Nachspielzeit überlegt zum 3:2 ins Netz (90.+2). Ein drittes Mal ließen sich die Colnrader die Führung nicht entreißen: Schiedsrichter Lukas Tepe (VfL Wildeshausen) pfiff gar nicht erst wieder an. „Wir haben nicht die tollen Fußballer – in Colnrade geht es nur über die Gemeinschaft“, freute sich Stefan Rohde über den Sieg seines Kollektivs.

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