Wolfgang Gloge fordert von den Spielern des SC Colnrade vor allem Kampfgeist

„Alles andere als der Klassenerhalt wäre Utopie“

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Packen das Unternehmen Klassenerhalt an: Colnrades neuer Trainer Wolfgang Gloge (3.v.r.) und die Neuzugänge Max Tantius (v.l.), Maik Bahrs, Tobias Kuraschinski, Lars Neumann und Dennis Schmidt. ·

Colnrade - Von Sven MarquartSo etwas nennt man wohl eine Punktlandung: Erst am letzten Spieltag der Saison 2012/2013 machte der SC Colnrade den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga perfekt. Sicherlich hätte beim Dorfverein aus der Samtgemeinde Harpstedt niemand etwas dagegen, wenn die Spielzeit 2013/2014 einen ähnlichen Ausgang nimmt. Keine leichte Aufgabe, denn diesmal muss der SC Colnrade nicht nur zwei, sondern sogar drei Mannschaften hinter sich lassen, um dem Abstieg zu entgehen.

„Für uns wird es natürlich wieder sehr schwer, die Klasse zu halten – bei drei Absteigern brauchen wir eine richtig gute Serie“, sagt Dietrich Kirchhoff. „In der vergangenen Saison haben wir aber gesehen, dass wir an guten Tagen mit etwas Glück auch Topmannschaften schlagen können“, macht sich der Fußballabteilungsleiter des SC Colnrade Mut. Unter anderem gab es im Saisonendspurt wichtige Siege gegen den Harpstedter TB (2:1) und den TSV Ganderkesee (3:2).

Zuvor hatte der Aufsteiger einen krassen Fehlstart hingelegt: Erst am elften Spieltag gelang dem SC Colnrade der erste Sieg. Anfang April folgte die Trennung von Trainer Dirk Lenkeit. Stefan Rohde übernahm und führte den Sportclub mit zehn Zählern aus den letzten sieben Partien zum Klassenerhalt. Für ein Engagement über das Saisonende hinaus war Retter Rohde die Fahrerei zwischen Elmeloh und Colnrade allerdings zu groß.

Seit dem 19. Juni hat nun Wolfgang Gloge das Sagen an der Seitenlinie. Der 50-Jährige aus Heiligenloh war zuvor Co-Trainer beim Diepholzer Kreisliga-Vizemeister SC Twistringen. Nun zieht der C-Lizenz-Inhaber als Chef coach mit dem SC Colnrade in den Abstiegskampf. „Alles andere als der Klassenerhalt wäre Utopie“, sagt Gloge. „Andernfalls müsste man die Mannschaft mit dem einen oder anderen, der schon Kreisliga gespielt hat, qualitativ ergänzen.“

Dennis Schmidt, Tobias Kuraschinski, Lars Neumann (alle reaktiviert), Maik Bahrs (SV Fortuna Einen A-Junioren) und Max Tantius (SV Fortuna Einen) verstärken den Kader jedoch eher in der Breite. „Einige von ihnen haben noch gar nicht in der Klasse gespielt – die müssen wir da erst ranführen“, sagt Wolfgang Gloge.

Mit Daniel Drunagel (SV Mörsen-Scharrendorf) hat zwar nur ein Akteur das Team verlassen, dafür sind vor dem Saisonstart gegen Hicretspor (Sonntag, 14 Uhr) mit Eike Westphale, Daniel Gösling und Jörg Schliehe-Diecks drei Leistungsträger angeschlagen. Zudem wird Dietrich Kirchhoff wegen eines Knorpelschadens im Knie definitiv länger fehlen. Deshalb fordert Wolfgang Gloge von seiner Mannschaft vor allem eines: die Ärmel hochkrempeln und kämpfen.

Auch wenn die Taktik antiquiert erscheint, setzt Gloge dabei auf ein System mit Libero. „Wenn man mit Viererkette spielen will, braucht man fußballerisch starke Leute, die den Ball sicher nach vorne bringen können, und zwei bis drei Monate Zeit, um sich einzugewöhnen“, erläutert Gloge. Die Rolle des letzten Mannes hat er Johannes Kirchhoff zugedacht.

Zu Colnrades Hauptkonkurrenten dürften die SVG Berne und der SV Tungeln zählen. Zudem rechnet Dietrich Kirchhoff auch noch mit einer Überraschungsmannschaft im Tabellenkeller: „Bei einer erneut tollen kämpferischen Leistung bin ich mir sicher, dass wir auch eine dritte Saison in der Kreisliga erleben werden.“ Egal, ob die Entscheidung wieder erst am letzten Spieltag fällt . . .

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