Ausdauersportler geben Tipps, damit der Start ins Laufjahr 2014 gelingt

Alle schwören auf den Zwiebel-Look

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Die dunkle Jahreszeit hält Jogger nicht davon ab, ihre Kilometer abzureißen. Schließlich sind gerade jetzt die guten Vorsätze für 2014 noch frisch. Doch worauf gilt es zu achten? Was ist die perfekte Kleidung? ·

Wildeshausen - Von Daniel Wiechert. Wer hat ihn nicht? Den guten Vorsatz für das neue Jahr, diesmal mehr Sport zu treiben. Die erste Option ist für viele das Joggen. Das weiß auch die Sportindustrie: Kein Wunder also, dass derzeit die Wühltische in den Discountern voll gepackt mit Lauf-Utensilien sind.

Doch, was braucht es wirklich an Jogging-Kleidung in der kalten Jahreszeit? Darf man auch getrost bei Minustemperaturen seinen Körper belasten? Wir haben Experten gefragt, die es wissen müssen.

Für Ultra-Marathonläufer Fritz Rietkötter ist die Sache glasklar: „Es gibt keinen Grund, im Winter nicht zu laufen“, sagt der Wildeshauser. Es sei vielmehr ein erhabenes Gefühl, bei winterlicher Kulisse Sport zu treiben: „Wenn Schnee liegt, ist die Luft meistens extrem klar. Dazu dämpft der Schnee alle Geräusche – dieses Erlebnis bekommst du sonst nie“, erklärt der 47-Jährige.

Rietkötter muss es wissen, schließlich absolvierte er vor sieben Jahren einen Wintermarathon in Husum. „Dort bin ich durch knöchelhohen Schnee auf nicht geräumten Wegen gelaufen. Da ist jeder Schritt natürlich anstrengender, vor allem wenn man beim Aufsetzen des Fußes ständig wegrutscht“, erinnert sich Rietkötter.

Damit kennt sich auch Matthias Drews aus. Der Triathlon-Spartenleiter beim Harpstedter TB empfiehlt für Läufe auf einer geschlossenen Schneedecke so genannte Trailschuhe. Das Material sei oft wasserdicht, zudem „haben sie ein gröberes Sohlenprofil. Gerade wenn der Schnee schon fest getrampelt ist, kann es für die Füße ohne richtiges Schuhwerk unangenehm werden“, weiß Drews.

Doch wie sieht es mit Läufern aus, die nicht die Fitness und die Erfahrungen wie Drews und Rietkötter mitbringen? Roman Zirwen, der zusammen mit Dr. Martin Steinkamp eine Orthopädische Praxis in Wildeshausen führt, hebt den Daumen: „Jeder gesunde Sportler kann ohne Probleme bis Minus zwölf Grad Celsius joggen gehen“, sagt Zirwen. Wichtig sei es jedoch, dass man möglichst im Grundlagen-Ausdauerbereich bleibe.

Zudem rät Zirwen dazu, auf eine „vernünftige Kleidung“ zu setzen. Bewährt habe sich das Zwiebelprinzip – soll heißen, mehrere Schichten Kleidung übereinander tragen. Zirwen, Rietkötter und Drews schwören dabei auf Funktionsthermounterwäsche. Diese habe den Vorteil, dass sie anders als Baumwollprodukte den Schweiß zunächst aufsauge und dann wieder nach außen transportiere. Mit Schweiß voll gesogene Shirts begünstigten dagegen Erkältungen.

Der Zwiebel-Look am Körper hilft natürlich nicht, sich vor Kälte im Gesicht zu schützen. „Sportler berichten bei Minustemperaturen häufiger über ein stechendes Gefühl beim Einatmen“, weiß Zirwen, deshalb sei ein Multifunktionstuch hilfreich. „Wenn es richtig kalt ist, trage ich auch ein Tuch vor dem Mund. So wird die Eiseskälte zumindest nicht direkt eingeatmet, weil der Stoff die Luft teilweise filtert“, berichtet auch Rietkötter. Der einzige Nachteil bei diesem Mundschutz sei es laut Drews, „dass das Atmen dadurch deutlich erschwert wird. Trotzdem ist die Kleidung natürlich das Allerwichtigste. Es geht auch darum, dass der Körper bei kurzen Zwangspausen nicht auskühlt, dann ist die Erkältung nämlich schnell da.“

Neben aller Vorbereitung gelte es aber stets, auf den inneren Kompass zu hören und nicht zu überpowern. „Von Intervallläufen rate ich bei extremer Kälte ab“, sagt Zirwen. „Auf die Laufzeiten sollten man erst gar nicht achten, und der Puls liegt auch höher als gewöhnlich“, berichtet Rietkötter von seinen reichlichen Lauferfahrungen bei Schnee und Eis.

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