Faustball WM und EM

Alle Augen auf Grieskirchen

Die Vorfreude steigt bei Michaela Grzywatz (li., Ahlhorner SV) und Ida Hollmann (TV Brettorf). Heute starten sie mit Deutschland in die WM.
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Die Vorfreude steigt bei Michaela Grzywatz (li., Ahlhorner SV) und Ida Hollmann (TV Brettorf). Heute starten sie mit Deutschland in die WM.

Faustball satt gibt es von heute an im oberösterreichischen Grieskirchen zu bestaunen: Gleich mehrere Weltmeisterschaften und eine Europameisterschaft stehen in dem 5000-Einwohnerdorf auf dem Programm.

  • Deutschlands Frauen gehen als haushoher Favorit ins Rennen.
  • U21 mit gleich vier Spielern vom TV Brettorf vertreten.
  • U18-Frauen sind Titelverteidiger / U18-Männer wollen Titel zurückholen.

Grieskirchen – Den Vortritt haben am Mittwoch die Frauen, die ihren Weltmeister ermitteln. Am Donnerstag starten dann sowohl die U18-Frauen  als auch die U 18-Männer in ihre WM. Last but not least stehen am Freitag noch die U 21-Männer im Fokus, die dann um die europäische Trophäe kämpfen.

Es ist eine beeindruckende Bilanz: Wer es seit 2014 gegen die deutschen Faustballerinnen auch versucht hat, hat das Feld nach dem Spiel als Verlierer verlassen. Egal, ob bei Testländerspielen, Europameister- oder Weltmeisterschaften – seit 42 Partien in Folge ist Deutschland ungeschlagen. Und das soll sich auch in Grieskirchen nicht ändern. „Wir wollen uns den vierten WM-Titel in Folge holen“, lässt Bundestrainerin Silke Eber keine Zweifel aufkommen.

Ida Hollmanns erste Frauen-WM

Die WM dürfte vor allem für Ida Hollmann wohl das größte Abenteuer aller deutschen Spielerinnen werden. Nur wenige Wochen nach ihrem ersten A-Länderspiel steht die Abwehrspielerin des TV Brettorf im WM-Aufgebot. Dass es soweit einmal kommen würde, hatte sie sich wohl nicht erträumen lassen, als sie in ihrem Heimatverein TuS Ostrittrum mit Faustball begann. Nach ihrem Wechsel zum TVB wurde sie dort schnell Führungsspielerin des Bundesligateams.

Mit der weiblichen U 18-Nationalmannschaft gewann sie nach 2016 im Jahr 2018 ihren zweiten WM-Titel in der Jugend – das gelang neben ihr bisher nur Laura Kauk. In den USA 2018 reckte sie bei der Siegerehrung als Kapitänin den Pokal in die Höhe. Diesen würde sie auch bei der WM in Grieskirchen nur zu gern als Siegerin in den Händen halten.

2018 gehörte Abwehrspielerin Michaela Grzywatz (Ahlhorner SV) bereits zum Aufgebot, zum Einsatz kam sie aber nicht. Eine Verletzung machte den Traum eines WM-Einsatzes zunichte, stattdessen war Grzywatz zum Zuschauen auf der Ersatzbank verdammt – immerhin mit dem WM-Titel als goldenes Trostpflaster. Durch die WM-Absage in Chile waren es nun drei Jahre, die die 27-Jährige auf ihren Traum hingearbeitet hat. In dieser Zeit gewann die Spielerin, die bereits in ihrer Zeit beim TSV Bardowick 2017 den Sprung in den A-Kader schaffte, den EM-Titel 2019 und die beiden Deutschen Meistertitel 2019 und 2020 mit dem ASV. Nun fiebert Grzywatz der Großveranstaltung in Grieskirchen entgegen.

Los geht es am Mittwoch mit dem Spiel gegen Chile (11.30 Uhr). Weitere Gruppengegner sind die Schweiz und Österreich.

U21 ist Titelverteidiger

Mit gleich vier Brettorfern startet die U 21 in das Abenteuer EM. Neben Hauke Rykena und Hauke Spille gehören auch Tom Hartung und Vincent Neu der deutschen Mannschaft an. Spille und Rykena standen zudem schon beim EM-Titelgewinn in Tschechien 2019 im Aufgebot. Deutschland ist Titelverteidiger. In der Vorrunde heißen die Gegner Schweiz und Österreich.

Mit dem Spiel gegen die Schweiz starten morgen die U 18-Frauen in die WM. Nach vielen Monaten der Vorbereitungen kann der Kader zeigen, was in ihm steckt. Mit dabei sind dann auch Mieke Kienast und Jordan Nadermann vom Ahlhorner SV. Die Motivation ist groß, schließlich tritt Deutschland als Titelverteidiger an. „Sicher ist es etwas vermessen, jetzt schon vom WM-Finale zu sprechen“, sagt Bundestrainerin Heike Hafer: „Es ist aber schon unser Anspruch, dort zu stehen. Da können wir uns als Titelverteidiger und Europameister nicht aus der Verantwortung ziehen.“ Neben der Schweiz heißen die weiteren Gegner Österreich und Schweiz.

2018 in den USA musste sich das Team im Endspiel gegen Brasilien geschlagen geben. Daher lautet das Ziel, den WM-Titel zurück nach Deutschland zu holen. Dabei soll auch Tim Lemke vom TV Brettorf helfen, der bei den Deutschen als Co-Trainer fungiert. Los geht es Donnerstag gegen Österreich.

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