Landesligist VfL Wildeshausen ist mit dem bisherigen Saisonverlauf „grundsätzlich zufrieden“

Alexander Dreher wird zum Dauerbrenner

Nicht mehr wegzudenken: Rechtsverteidiger Alexander Dreher absolvierte beim Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen vor der Winterpause die meisten Einsatzminuten. Foto: marquart

Wildeshausen – Den Jahreswechsel verbringt Patrick Meyer „ganz entspannt“ mit seiner Frau in England. Als Höhepunkt des Kurztrips ist der Besuch des Premier-League-Spiels zwischen dem FC Liverpool und Sheffield United geplant. Die sagenumwobene Stimmung im legendären Stadion an der Anfield Road kann der Co-Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen unbeschwert genießen. Denn mit 21 Punkten überwintern die Krandel-Kicker als Tabellenachter.

Der Vorsprung des Aufsteigers auf die Abstiegsränge beträgt jedoch lediglich einen Zähler. Deshalb hätte das Polster für Meyers Geschmack auch durchaus noch etwas dicker sein dürfen – und auch können. „Wir hätten das Potenzial gehabt, noch vier bis sechs Punkte mehr auf dem Konto zu haben, ohne groß etwas anders machen zu müssen. Dann hätten wir jetzt noch ein bisschen mehr Ruhe“, sagt der 30-Jährige. Meyer vertritt seit Mitte November und noch bis März Chefcoach Marcel Bragula, der auf einem Bundeswehreinsatz in Afghanistan ist.

Vor allem in der Auswärtspartie beim FC Schüttorf 09 war für die Wittekind-Crew wesentlich mehr drin. „Wir hatten Chancen für vier Tore“, erinnert sich Meyer. Trotzdem führten die Wildeshauser zur Pause nur mit 1:0 und wurden in der zweiten Halbzeit dann für ihre Passivität bestraft. Zwar gewann der VfL nach der 1:2-Pleite in der Grafschaft Bentheim mit 2:1 gegen den amtierenden Meister SV Bevern. Doch anschließend folgte eine fast fünfwöchige Durststrecke mit Niederlagen beim SC BW Papenburg (1:4), gegen den SC Melle 03 (1:2), den TuS BW Lohne (0:1) und den BV Essen (0:1). Begegneten die Wildeshauser den Spitzenteams aus Melle und Lohne jeweils auf Augenhöhe, zeigten sie gegen Essen ihre schlechteste Saisonleistung und fielen auf einen Abstiegsplatz zurück. Durch das abschließende 1:1 beim VfL Germania Leer kletterten sie aber wieder über den ominösen Strich.

„Für einen Aufsteiger sind wir grundsätzlich zufrieden“, betont Meyer. Der B-Lizenzinhaber weiß allerdings auch, wie eng es in der Tabelle zugeht. Gerade einmal vier Punkte trennen den Tabellensiebten aus Leer vom SV GW Mühlen auf Rang 14. „Vor allem auswärts muss nach der Winterpause ein bisschen was kommen“, sagt Meyer. Denn während seine Schützlinge zuhause ordentliche 16 Punkte aus neun Spielen holten, waren es auf fremden Plätzen lediglich fünf. Der einzige Auswärtssieg gelang zum Saisonauftakt in Essen (3:0).

„Wir müssen weiterhin die VfL-Tugenden in die Waagschale werfen, Spaß am Fußball haben und von unserem Spiel überzeugt sein. Vor allem in den entscheidenden Situationen vor dem Tor müssen wir etwas mutiger sein“, erläutert Meyer die Marschroute für die zweite Saisonhälfte. Denn während Wildeshausen mit 23 Gegentoren die viertbeste Abwehr stellt, sind die 23 erzielten Treffer der drittschlechteste Wert aller 17 Teams – nur Essen (22) und GW Firrel (21) netzten seltener.

Zur Gesamtausbeute steuerte Jan Lehmkuhl fünf Treffer bei. Der Rückkehrer vom SC Melle 03 war sofort wieder Stammkraft und zeigte laut Meyer, „dass er zu den besseren Spielern der Liga gehört“. Auch die anderen Neuen wussten zu überzeugen. „Alle haben Akzente gesetzt“, lobt Meyer. Rechtsverteidiger Alexander Dreher (BV Cloppenburg) spulte sogar die meisten Landesliga-Minuten aller Wildeshauser ab (1320). Keeper David Lohmann (SV Atlas Delmenhorst) stellte vor allem beim Sieg über Bevern seine Klasse unter Beweis. Youngster Mika Ostendorf (BV Cloppenburg) muss zwar noch Erfahrung sammeln. „Er hat aber mehrfach gezeigt, dass man ihn in schwierigen Situationen reinwerfen kann“, unterstreicht Meyer.

Unglaubliches Verletzungspech hatte Steven Müller-Rautenberg (SV Atlas Delmenhorst). Der Flügelstürmer zog sich gleich zweimal einen doppelten Außenbandriss im Sprunggelenk zu und kam deshalb nur auf sieben Einsätze. „Er war aber trotzdem sofort ein wichtiger Faktor“, hofft Meyer auf eine schnelle Genesung des 26-Jährigen.  mar

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