Faustball-Nationalmannschaft holt sich den Feinschliff für die World Games

Albrecht: „Man kommt nicht alle Tage nach Kolumbien“

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Immer da, wo der Ball ist: Faustball-Nationalspieler Tim Albrecht vom Ahlhorner SV. ·

Ahlhorn - Die Überraschung war groß, als Faustball-Bundestrainer Olaf Neuenfeld am Tag nach dem Länderspiel zwischen Deutschland und der Schweiz in Brettorf sein Aufgebot für die World Games im kolumbianischen Cali bekannt gab. Unter den neun Spielern, die der 43-jährige Coach nominierte, ist mit Tim Albrecht auch ein absoluter Frischling: Der Zuspieler des Bundesligisten Ahlhorner SV hatte beim 4:3 gegen die Eidgenossen seine erste Partie im Nationaltrikot absolviert.

„Ich war ziemlich erstaunt, als mein Name genannt wurde, aber ich bin total glücklich. Schließlich kommt man nicht alle Tage nach Kolumbien – das wird ein Riesenerlebnis“, sagt Tim Albrecht. Mit seinen 20 Jahren ist er der Jüngste in der deutschen Mannschaft. Schlagmann Patrick Thomas (TSV Pfungstadt) ist zwar nur ein halbes Jahr älter, zählt als Weltmeister 2011 aber schon zu den arrivierten Spielern.

Von morgen an verpassen Olaf Neuenfeld und sein Co-Trainer Chris Löwe dem Nationalteam bei einem dreitägigen Lehrgang in Neuenfelds Heimatort Schneverdingen den Feinschliff für das große Südamerika-Abenteuer. Hauptsächlich geht es um die Abstimmung der einzelnen Mannschaftsteile. Außerdem stehen Videoanalysen, Teambuilding und Vorträge über die World Games und das Land Kolumbien auf dem Programm. „Bei dem Lehrgang geht es darum, als Mannschaft zusammenzufinden – dass wir es spielerisch drauf haben, haben wir bereits bei den Lehrgängen zuvor bewiesen“, sagt Tim Albrecht.

Bei der Nominierung hatte Olaf Neuenfeld den 22-jährigen Fabian Sagstetter (TV Schweinfurt-Oberndorf) als „klare Nummer eins in der Mitte“ bezeichnet. Deshalb ist Tim Albrecht „erstmal glücklich, dass ich überhaupt dabei bin“. Trotzdem rechnet er damit, „dass ich ein bisschen Spielzeit bekommen werde“. Für Albrecht sprachen die beständigen Trainingsleistungen. „Er ist für sein Alter schon sehr weit und immer da, wo der Ball ist“, attestiert der Bundestrainer dem Ahlhorner.

Zuletzt behinderte Tim Albrecht allerdings eine Bänderdehnung im linken Sprunggelenk, die er sich beim Abstoppen im Training zugezogen hatte. „Die Verletzung ist inzwischen abgeheilt und kein Hindernis mehr – ich werde am Wochenende im Derby gegen Brettorf spielen“, kündigte der Polizeikommissar-Anwärter an. Damit sollte auch dem Trip nach Südamerika nichts mehr im Wege stehen.

Für die World Games der nicht-olympischen Sportarten, die am 25. Juli beginnen, sind die jeweils sechs bestplatzierten Teams der letzten Weltmeisterschaft, die 2011 in Österreich stattfand, startberechtigt. Weltmeister Deutschland trifft ab dem 1. August auf Titelverteidiger Brasilien, Österreich, Argentinien, Chile und die Schweiz. „Ich denke, wir haben ein gutes Team, und ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass wir in die Medaillenränge kommen“, sagt Tim Albrecht. · mar

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