Faustballer des Ahlhorner SV bleiben in Bundesliga / Brettorf chancenlos

Albrecht & Co. drehen das Spiel

Mit Dampf zum Klassenverbleib: Ahlhorns Nils-Christoffer Carl zeigte eine starke Angriffsleistung. Foto: Marquart

Brettorf/Ahlhorn – Die Bundesliga-Faustballer des Ahlhorner SV bleiben erstklassig! Alles andere wäre mit Blick auf die vergangenen Jahre auch kaum vorstellbar gewesen, doch bis zum Samstagnachmittag sah es in der eigenen Halle zunächst äußerst kritisch aus. Die ersten beiden Sätze gegen den TK Hannover gaben die Hausherren ab, danach legten sie allerdings den Schalter um und zurrten den Klassenverbleib fest. Am Ende stand für sie Platz fünf zu Buche. Der bereits vorher als Nord-Meister feststehende TV Brettorf kassierte in Hagen ein glattes 0:5 – und sieht den dadurch qualifizierten TSV so am 7. und 8. März bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft wieder. Genauer gesagt: schon im ersten Gruppenspiel.

TSV Hagen 1860 – TV Brettorf 5:0 (11:7, 11:6, 11:7, 11:2, 11:6): Die Schwarz-Weißen waren in Bestbesetzung angetreten. Damit zeigten die bereits als Staffelsieger feststehenden Gäste, dass sie Hagen nichts schenken wollten. Trotzdem setzte es eine unerwartet deutliche Niederlage binnen kürzester Zeit. „Hagen hat uns keine Chance gelassen, wir haben nie wirklich Zugriff aufs Spiel bekommen“, brachte es TVB-Trainer Klaus Tabke auf den Punkt: „Nur im ersten Satz wäre vielleicht noch etwas gegangen.“ Nach 40 Minuten lag seine Mannschaft bereits mit 0:3 Sätzen hinten. In der Satzpause stellte Tabke um, „aber das bedeutete nur ein kurzes Aufflackern“, urteilte der Übungsleiter. Nur insgesamt acht Punkte brachte der TVB in den letzten beiden Abschnitten zustande. „Man hat einfach gemerkt, dass Hagen liefern musste – und auch wollte“, lobte der Gäste-Coach die Einstellung des TSV: „Unser Gegner hat das souverän gelöst.“

Ahlhorner SV – TK Hannover 5:2 (8:11, 11:13, 11:4, 11:7, 11:9, 11:6, 13:11): Trotz der verlorenen ersten beiden Durchgänge war ASV-Spielertrainer Tim Albrecht mit dem Auftakt des letzten Liga-Spiels nicht komplett unzufrieden. „Wir haben nur kein Rezept gegen die überragenden Angaben von Christos Michalakis gefunden“, lobte Albrecht das anfängliche Auftreten von Hannovers Hauptangreifer. Im dritten Satz schlichen sich beim Griechen allerdings einige Eigenfehler ein, gleichzeitig brachte Ahlhorn die Rückschläge besser ins Feld, und der schon in den ersten beiden Abschnitten überzeugende Angriff mit Christoph Johannes (rechts) und Nils-Christoffer Carl (links) funktionierte weiter top. „Das war phasenweise das Beste, was wir in der ganzen Saison gezeigt haben“, schwärmte Mittelmann Albrecht. Konzentriert und mit einer immer besseren Abwehrarbeit von Andrej Macht und Mats Albrecht kamen die Gastgeber durch ein 11:4 und 11:7 zum Satzausgleich. „Doch auch da waren es viele enge Ballwechsel. Selbst, wenn wir mit drei oder vier Bällen geführt haben, hatten wir nie den Eindruck, dass das Ding jetzt durch wäre“, verdeutlichte Albrecht. Im siebten Durchgang musste sein Team sogar zwei Satzbälle abwehren – doch dann jubelten die Zuschauer über das erlösende 5:2. „Die Fans haben uns toll unterstützt“, dankte Albrecht dem Ahlhorner Anhang.

Jetzt heißt es erst mal, die durchwachsene Hallensaison abzuhaken und zu regenieren. Doch schon kommende Woche sollen Gespräche über die Feldsaison beginnen. Dann klärt sich vielleicht auch, ob es mit Albrecht und Johannes als Spielertrainer-Duo weitergeht.  ck

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